90 Jahre Bauhaus

photo credit: Broken Icarus
Die Genealogie der modernen Architektur und des modernen Designs in Deutschland reicht zwar etwas weiter zurück als bis zum 21. März 1919. Gleichwohl gilt das Bauhaus zu recht als einer der Fixpunkte für die klassische Moderne und dies gilt vor allem für die Architektur.
Walter Gropius einer der Gründer des Bauhauses schrieb in seinem Manifest: „Wollen, erdenken, erschaffen wir gemeinsam den neuen Bau der Zukunft, der alles in einer Gestalt sein wird: Architektur und Plastik und Malerei, der aus Millionen Händen der Handwerker einst gen Himmel steigen wird als kristallenes Sinnbild eines neuen kommenden Glaubens.“ Nun ja, ganz so gelungen war die Zukunft dann doch nicht überall. Der aus der klassischen Moderne und damit auch aus dem Bauhausstil (wenn es so etwas überhaupt gab) hervorgegangene „Brutalismus“ und dessen (vor allem) ostdeutsche Variante „Die Platte“ sind alles andere als Bauten der Zukunft. Aber wie dem auch sei, auch in Rostock finden sich einige schöne Beispiele aus der Frühzeit des modernen Bauens, so das beim Umbau in den 90ern leider etwas verhunzte Kurhaus in Warnemünde und die Häuser am Kosegarten. Herzlichen Glückwunsch!

12. Januar 2009 um 23:40
Ich bin im Kosegarten aufgewachsen. Für die Häuser habe ich mich aber weiger interessiert. Das dumme Schwein von ABV hat uns immer von den Bäumen gejagt. Später erfuhr ich das es sich bei den Bäumen um seltene chinesische Kirschblütenbäume handelte. Jetzt ist da ein Parkplatz.
13. Januar 2009 um 09:47
Ja schon, aber Parkplätze sind auch wichtig und Kirschen machen schlimme Flecken. »Bauhaus« ist in den U.S.A. übrigens genauso berühmt wie »Autobahn«, »Oktoberfest« und »Blitzkrieg«.
13. Januar 2009 um 09:55
Gehören der dem Südstadtcenter anhängige Kosmos und das ehemalige Stasi- jetzt Landgerichtsgebäude auch dazu? Ich glaube ja. Jedenfalls ist definitiv auch der Treppenaufgang zu unserem Büro in diesem Stil entworfen und umgesetzt worden. Umzugsfreundlich im doppelten Sinne. Dort kann man sogar mit einem T75 wenden.
@ Marco: Wenn ich an die Olsenbande denke, kann ich mir sogar vorstellen, wie das dumme Schwein ausgesehen hat
13. Januar 2009 um 09:59
@Ekkard: Zum Thema Oktoberfest: Bier kommt doch auch aus dem Bauhaus, oder wat? Blitzkrieg gabs zu Silvester und die Autobahn wird auch ständig erneuert …
13. Januar 2009 um 10:29
Die Frau mit der eisernen Maske. Ist das Werbung für ein SM-Studio in den 70ern?
13. Januar 2009 um 10:41
Nein, aber ihr Stuhl. »SM-Studio in den 70ern« ist vielleicht gar nicht so unpassend als Beschreibung für diesen Stil, den wohlbestellte Architektengattinnen in ihren urbanen Wohnstuben mit nahezu religiöser Inbrunst prägen.
13. Januar 2009 um 14:13
“Wassily” von Marcel Breuer… 1925!
Die Maske ist wohl ein früher Spongebob Silver.
13. Januar 2009 um 15:02
@ Wassily� von Marcel Breuer… 1925!
Korrekt! Die Dame sitzt im “Wassily Studio” und wartet darauf an das ebenfalls von Marcel Breuer designte Andreaskreuz geschlagen zu werden.
@ Das dumme Schwein von ABV. Ebenfalls Korrekt: Der war auch für die Voßstraße zuständig
Er: Ihr seid gestern besoffen Moped gefahren!
Wir: Nein
Er: Doch
Wir: Nein!
Er: Gummiknüppel
13. Januar 2009 um 16:47
Später haben wir uns zum Mopedfahren (gilt “Spatz” noch als Moped?) auf den Feldweg verdrückt. Bis dahin hat er es nie geschaft.
13. Januar 2009 um 16:58
@ auf den Feldweg verdrückt.
Das ist wirklich lange her. Mhhh…. mano
5. Mai 2011 um 11:11
Die Architektur von Walter Gropius ist schon interessant und in Dessau gibt es ja das Bauhaus und die Meisterhäuser.