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Die Städter wollen zurück zur Natur. Das war schon immer so, nur hat man es früher nicht so deutlich bemerkt. Heute dagegen quillt die glühende Liebe zum rauen Landleben aus allen Ritzen:

Country in der Stadt

Schon morgens schmeißt Vati sich die robuste Survivaljacke von Jack Wolfskin über und springt in den robusten Geländewagen. Herrlich praktisch! Nur schade, dass er in einer Innenstadt-Drogerie arbeitet und nicht am Polarkreis, wo es noch reichlich freie Parkplätze gibt.

Und überhaupt: Baumärkte, Parfümerien und Supermärkte sind vollgestopft mit Produkten, die so rustikal heißen wie Country Car Port, Country Color Haartönung und Country Kinderriegel.

Stadtfein auf dem Land

Bin ich wirklich mal auf dem Lande, finde ich selten jemanden, der auf so etwas steht! Hier macht man sich noch stadtfein für den samstäglichen Trip nach Rostock – mit den preiswerten, bunten Sachen von Fishbone, Kik und Orsay – und trägt im Alltag eher Praktisches, wie den guten, alten Blaumann mit Strickpulli drüber.

Es sei denn, man ist bei der Gemeinde angestellt, dann halt Bügelfaltenjeans mit Strickpulli drüber. Jedenfalls keine Goretexjacken von Fjallräven für 300 Euro. Die trägt nur der Sparkassenangestellte mit dem Volvokombi bei seinen Wochenendeinkäufen in Jacques Weindepot.