Zurück auf normal

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Am Sonntag um 3 wird in Rostock und Resteuropa die Uhr eine Stunde zurückgestellt, die Nacht ist deshalb auch eine Stunde länger. Das nennt man eigentlich »Normalzeit«, im Volksmund jedoch »Winterzeit«. Aufregend, oder?
Das große Umprogrammieren und Rädchendrehen findet übrigens immer am letzten Sonntag im Oktober statt, denn dann endet die mitteleuropäische Sommerzeit. Offiziell wird die Stunde von 2 Uhr bis 3 Uhr sogar zweimal gezählt. Die erste Stunde wird mit »2 A« und die zweite mit »2 B« bezeichnet. Das Ganze soll helfen, dadurch Energie zu sparen, dass morgens alle später aufstehen und deshalb die Lampen nicht so lange an sind. Brav so!

26. Oktober 2007 um 09:49
»Sind Sie der Meinung, daß Ihr Tagesablauf Ihr Privatleben ist?« Herr Bäuerle, was Sie da als ganz banalen Link zum Thema Sommerzeit anbieten ist in Wahrheit eine Perle aus dem schillernden Ozean Internet! Nach Textzeilen wie:
»Vater Staat holt uns aus uns´ren Bettchen.
…am Tageslauf ein unsichtbares Kettchen.« und
»Was wär das für ein Mensch, was für ein kesser?
So einer denkt wohl ohne Mist,
er wüßte selbst, was gut für ihn ist:
Irrtum, die Regierung weiß es besser!«
habe ich schon lange gesucht. Mitsummen erspart mir nun das morgendliche Tütchen und die Knusperpackung Fluoxetin.
Für alle, die es noch nicht gefunden haben: (oben links den Player starten!)
http://www.initiative-sonnenzeit.de/sommerzeit.musik.html
26. Oktober 2007 um 09:58
Da haben Sie natürlich wieder mal mehr als Recht – unverzeihlich von mir, auf diesen rechten Ohrwurm der Anti-Sommerzeit-Bewegung nicht hingewiesen zu haben! Habe es mir auch schon zu Gemüte geführt und würde es als Folknummer zwischen Joan Baez und Christina Plate einsortieren. Ich sehe schon die sonntagnächtliche Demo vor mir, die dieser Song wie ein Soundtrack zur Befreiung begleitet!
26. Oktober 2007 um 10:05
Ich sehe erst mal nur Farben. Viele Farben!
26. Oktober 2007 um 10:57
Ja, das mit der Sommerzeit ist eine vertrackte Sache. Nach meinen neuerlichen Erfahrungen mit ihr könnte ich deren Gegner noch weitere beklemmende Argumente bringen: Sie kosten Arbeitszeit von hochqualifizierten Fachkräften – also meine.
Tatsächlich drehte sich die diesmittwöchige Arbeitszeit fast ausschließlich um die ominöse Zeitverschiebung, leider bemerkte ich diesen Umstand erst, nachdem ich meinen Rechner aufgeschraubt und nach einer Mandelbrot-Menge an Apfelmännchen durchsucht (http://de.wikipedia.org/wiki/Mandelbrot-Menge) hatte.
Nichts desto trotz konnte ich das Problem aufgrund der schon angesprochenen Qualifikation lösen, wenn auch die Wochen nun nicht mehr eindeutig aus 604800 Sekunden bestehen, wie ich es als gemeiner Mensch bisher nicht anzunzweifeln veranlasst worden war.
26. Oktober 2007 um 11:40
Gut, dass Sie mal reingeschaut haben! Das Entscheidende ist Ihnen jedoch scheinbar entgangen: Jede Mandelbrot-Menge besitzt einen kleinen festen Kern, die Amygdala. Dieses Kerngebiet des Gehirns ist an der Entstehung der Angst, der emotionalen Bewertung von Situationen sowie der Analyse möglicher Gefahren beteiligt.
Sprich: Ohne Mandelkern keine Agressionen, keine Furcht und vielleicht auch kein Sexualtrieb mehr. Fluch oder Segen? Bitte übernehmen Sie.
26. Oktober 2007 um 11:59
Habt ihr eine Ahnung, wie viele Handy/Server/Computer-Uhren ich drehen darf? Und wehe, eine wird vergessen. Danke!
26. Oktober 2007 um 12:00
Hier könnte RWE ruhig ein wenig Lobbyarbeit leisten.
26. Oktober 2007 um 12:02
Segen!
Sonst würde es mich in diesem Blog nicht geben.
26. Oktober 2007 um 12:21
@des Mandelbrots Kernkost
Die hochinteressanten Amygdala-Ausführungen würden bedeuten, dass einem der Verzehr vom Brot mit dem aromatisch klingenden Namen als Kanibalismus ausgelegt werden könnte. Rein humanistisch natürlich nur.
Auf der anderen Seite: Mehr Agressionen, mehr Furcht und mehr Sexualtrieb. Scheint für einen Wissenschaftler sehr reizvoll, aber deshalb wie die Chinesen gleich vom Innersten (Hirn) des Nachbarn (darwinistisch gesehen: dem Affen) zu naschen?
Nun ja, wenns denn der Weisheit dient.
26. Oktober 2007 um 13:48
Tatsächlich bestehen angeblich ganze 98 Prozent genetische Übereinstimmung zwischen uns und dem lustigen Schimpo im Zoo, wie ich just lesen durfte. Dass in Borneo, Sumatra, Taiwan und wohl auch China die von Herrn Winkler erwähnte »Spezialität« angeblich zu Festtagen direkt aus der Entnahmestelle gelöffelt wird, macht einen irgendwie nachdenklich. Jedenfalls wirklich keine humanistische Glanzleistung. Andererseits fallen Cheeseburger und Aldischnitzel in unserer Heimat ja leider auch nicht vom Himmel!
28. Oktober 2007 um 15:27
Diese von Face of Death entsprungene Spezialität hat sich längst als reine Fiktion erwiesen. Aber vllt haben einige Chinesen jetzt ja damit angefangen. Ich liebe die Sommerzeit, als Student geht man doch sonst erst im Hellen zum Club und bei der Mittagshitze nach Haus (Achtung Übertreibung).
Aber: soweit ich weiß, kostet das umstellen immer wieder Lebenszeit. Da kann man doch ne Freistunde locker machen oder?