Khao San Road, Bangkok.
Khao San Road, Bangkok.

Thailand, das Lächeln Asiens: Kein Land des fernen Ostens bietet so viel zauberhafte Menschen und Landschaften, Charme und Vielfalt wie das alte Siam.

Zum Ausstand Cocktail Fatale

Andererseits sollte man auf Krabbencocktails in Bangkoks triebiger Khao San Road verzichten. Mit einem Reisegefährten gönnte ich mir zum Ende meiner ersten Reise nach Fernost auf dieser Flaniermeile für Rucksacktouristen und Schnäppchenjäger einen leckeren Abschiedssnack, der sich bitterlich rächen sollte. In der Nacht nach dem sorglosen Verzehr bewegte ich mich nur noch auf allen Vieren zwischen Schüssel und Laken durch unser Hotelzimmer, da mein Inneres förmlich zu explodieren schien – vermutlich Fischvergiftung, burps!

Mayday – Calling Bombay!

Der Rückflug nach Deutschland am nächsten Morgen verlief ähnlich erschütternd. Als nach dem Start das Mittagessen gereicht wurde, gab es kein Halten mehr… Freundlicher Weise durfte ich den weiteren Flug auf dem Gang liegend verbringen, während der Pilot mit dem Tower des Flughafens Bombay vorsorglich Kontakt aufnahm, um alles für eine unplanmäßige Krankenhausaufnahme vorzubereiten.

Vierzig Tonnen Kerosin

Als die Stewardess mich fragte, ob ich denn nun durchhalten würde oder man vielleicht doch besser in Indien zwischenlanden sollte, überlegte ich mir nur kurz, ob es besser wäre, von Mutter Theresa getröstet auf einer Leprastation behandelt zu werden oder friedlich auf dem kühlen Teppich der Lufthansa-Maschine zu sterben. Mir behagte die zweite Option deutlich mehr. Zudem war ich unsicher, ob die AOK wirklich die vierzig Tonnen Kerosin zahlen würde, die bei einer Zwischenlandung über Bombay abzulassen gewesen wären.

Zuhause ist es am Schönsten

In Deutschland angekommen, war alles schnell wieder gut: Es gab Schnitzel mit Bratkartoffeln und Fassbier, das die Gifte wirkungsvoll aus den Innereien vertrieb. In Thailand war ich übrigens auch noch mal, habe dann aber bewusst auf den Verzehr von Schalentieren verzichtet.