Agenturcheck: Matt vom Netz
Zweimal Empirik: Jung von Matt wurde von 3.000 befragten Unternehmen zum Kundenliebling unter den Agenturen erklärt. Zeitgleich wählte ein unabhängiges Gremium der Fachzeitschrift »WUV« die Website der Werber zur »größten Enttäuschung« ihrer Branchenanalyse.
Da habe sich seit langem nichts getan und tatsächlich stellte sich bei dem großen WUV-Check heraus, dass Agentur-Websites häufig wenig hergeben. Besondere Kritikpunkte sind inhaltliche Unübersichtlichkeit, Mangel an Ideen und der Unwille, Agenturen und ihre Köpfe konkret ins Bild zu setzen.
Die Düsseldorfer Marktforscher von Innofact bescheinigen den Damen und Herren um Holger Jung und Jean Remy von Matt in ihrer oben genannten Agenturbefragung dennoch, »die kreativsten, die effizientesten, die strategischsten und die integriertesten Reklamemacher Deutschlands« zu sein. Offline!

12. November 2008 um 10:50
Wie, Offline?
Langsam, aber sicher, entwickelt sich die Werbeindustrie – analog zur Pret-a-porter – völlig sinn- und inhaltsleer, kontinuierlich auf sich selbst bezogen… wirklich Neues gibts auch hier gerade offline nicht zu sehen, seit der kurze Hype um Guerilla Marketing vorbei ist. Aber naja, offline – da ist halt das Thema Programm
12. November 2008 um 16:13
@ seit der kurze Hype um Guerilla Marketing vorbei ist
…das ist aber auch in Rostock schon 10 Jahre her, oder?
12. November 2008 um 16:23
Nanana, zehn Jahre vorbei, was genau meinen Sie denn hier? Der Obispot mit dem Fliegemofa ist doch noch kein Jahrzehnt her, oder wie?
12. November 2008 um 16:35
was genau meinen Sie denn hier?
Die Maketingsau namens Guerilla
12. November 2008 um 18:13
Na lieber Herr Präsident, 10 Jahr Sie waren aber geradezu über die Massen schnell, wenn ich mich recht entsinne entstand der Begriff ~ 2003 2004 gab nen kurzen Hype, danach war wieder norm angesagt. 10 Jahre 1998
das war doch die Zeit als Otto Normal noch mit AOL “ein bisschen” Web genoss , Ebay noch Konkurrenz hatte, und der begriff Bobo noch keine Bedeutung hatte
12. November 2008 um 18:37
@ Sie waren aber geradezu über die Massen schnell
Jay Conrad Levinson
“Guerilla Marketing Handbuch” / 1984
Guerilla Marketing – Offensives Werben für kleine und mittlere Unternehmen / 1991
12. November 2008 um 18:58
Oha ertappt
Wissenschlucht, ich gelobe besserung
12. November 2008 um 20:16
Also meine Webseite habe ich auch seit mehreren Jahren nicht wesentlich aktualisiert, bin ich jetzt am kreativsten, effizientesten, strategischsten und integriertesten oder zählt das unter Guerillaofflinewerbung ?
13. November 2008 um 09:59
Nö, ich finde Ihre Seite schick!
Fällt » das hier unter Guerillamarketing?
Oder » das hier?
13. November 2008 um 10:18
Nee, ich weiß schon: Guerilla ist, wenn die Plakate überraschten Passanten mit Schlagsahne auf den Rücken geklebt werden. Hier mal ein » Mailing, das wenigstens wirklich funktioniert. Die Botschaft lautete »Darwinistisch determinierter Postmodernismus als Leitbild der Generation Praktikum«! Nachfragen bitte direkt an die Botschaft von Neuguinea.
13. November 2008 um 15:12
@ Ekkard – Dankeschön ! Dann kann ich ja weiterschludern…
Also Guerillamarketing ist eindeutig die zweite Variante !
Das erinnert mich an eine Karikatur von Perscheid:
bei der sitzt ein frustrierter Nazi mit vor den Augen verschränkten
Armen in der Ecke und murmelt: Warum nur ? Warum nur ist
mein Schatten schwarz ???
13. November 2008 um 18:25
Ja, schlimm, wie es einem rechtschaffenen, ganz unpolitischen Burschen gescheit die Laune verhageln kann. Zum Trost wird dann im Online Shop von Thor Steinar ein flottes Jäckchen geordert – damit glänzt man ordentlich in der befreiten Zone!