Ein Äpfelchen aus Berlin
So etwas passiert nur alle Jubeljahre: Pat Appleton ist erwachsen geworden und präsentiert mit »What´s next« eine wahre Sexbombe von einem Debütalbum, das einen so verführerisch umschmeichelt, wie ein edler, schwarzer Nerz. Offensichtlich schlummerte in der Frontfrau von De-Phazz schon immer deutlich mehr, als man bisher dachte.
Mit ihrer ersten Solo-CD liefert das wunderbare Fräulein Appleton in Gesang und Songwriting ein Hochglanzprodukt zwischen Soul und Pop ab, das den überwältigten Hörer direkt an Herz und Hose packt.
Alles, was sie anfasst, wird etwas ganz Persönliches: Mit dem Song »Cloudless« macht sie ihrer neuen Heimatstadt Berlin eine Liebeserklärung, die zauberhafter nicht geraten konnte. Im Slowmotion-Track »Mellow« philosophiert sie von den Männern in ihrem Leben und offenbart, dass sie bisher wohl immer an die Falschen geraten ist. Sie hat halt nur ihre Hörer!
Pats Produzent ist übrigens Chris Zippel, der weltweit für Qualität am Limit steht. Neben seiner Arbeit für Größen wie die Pet Shop Boys und Robbie Williams produzierte der Meister den titelgebenden Song des Albums sogar eigenhändig! Den muss man mal gehört haben. What´s next, Miss Appleton?


13. September 2007 um 13:30
Nett. Bitte nicht falsch verstehen. Sicher habe ich wenig Einblick in die Soul- und Nu-Jazz-Szene, aber die musikalischen Ideen scheinen mir eher trivial, die Klischees abgegriffen und der rechte Funke will auch nicht rüberspringen. Wenn Dir dabei das Herz in die Hose rutscht, empfehle ich Dir bei dem Besuch in einem lokalen amerikanischen Live-Klub Schuhe mit dicken Sohlen, wenn Du deine Pumpe behalten möchtest.
Ein positiver Lichtblick bei Frau Appleton ist aber das (volks)liedhafte “Capetown unvisited”. Weniger amerikanischer Soul, klingt aber viel authentischer. Bitte dort weitermachen.
13. September 2007 um 13:38
Keine Ahnung, habe die CD noch nicht gehört. Aber Du hast bestimmt recht!
14. September 2007 um 08:05
Nachdem Kollege Both mir ins Gewissen geredet hat, keine Kritiken mehr über Platten zu schreiben, die ich gar nicht kenne, habe ich mir die Dame mal angehört. Moderner Soul ist eigentlich nicht mein Ding, ist mir eigentlich zu jämmerlich. Wenn schwarze Musik, dann stehe ich auf alte Motown- oder Discoscheiben und Jackson Five sowie ähnliches. Das hier ist aber ok zum fluffig mal runterhören und dabei den Auflauf bekäsen, macht einen schlanken Fuß. Musik ist für mich aber auch keine religiöse Angelegenheit. Lieblingsalbum zur Zeit: »Back in Black« von AC/DC. Mein Baby steht übrigens auch drauf!
20. September 2007 um 12:21
Ja, ja die Kleinen finden alles erst mal gut, was auch den Papa freut. Die Folgen merkst Du wenn die Süße 13 ist.
20. September 2007 um 13:08
Auf die komischen »Mozart- und Afrikasongs für Kinder«-CDs stand Gretchen allerdings genau eine Woche. AC/DC findet sie schon länger super. Keep it heavy, Greta!