Berlin bleibt doch immer Berlin!

Ach ja, manche Sachen ändern sich zum Glück nie: Berliner Weisse, Berliner Luft, Berliner Schnauze – und die schwäbischen Dorfpunks, die Jahr für Jahr aus Pforzheim und Stuttgart anreisen, um türkischen Edeka-Einzelhändlern und der Sparkassenfiliale am Cottbusser Tor am 1. Mai mal einen schönen Pflasterstein in die kapitalistische Scheibe zu donnern – viva la Revolution!

30. April 2009 um 13:53
Hier sind auch schon erste Vorbereitungen der Anwohner für den alljährlichen speziellen “Tanz in den Mai” zu spühren. Mülltonnen wegstellen, Auto 3 km weit weg parken etc.
Viele Grüße aus der Niklotstraße!
30. April 2009 um 13:55
Komisch, komisch, dass die Revolution immer direkt auf dem Kiez stattfindet und nicht zum Beispiel mal in Königstein/Taunus oder Hamburg-Bergedorf, wo 95 Prozent der deutschen Bankvorstände hausen – aber wahrscheinlich scheut man die beschwerliche Anreise und vermisst den heimischen Dönerladen!
30. April 2009 um 15:16
Der Pöbel feiert sich mal wieder selbst. Und für jeden geworfenen Stein kommen 6 Fotografen aus ihrer Deckung. Der Rest schaut zu. Die Strategie der Polizei versteht mal wieder keiner (auch sie selbst nicht). Und am Ende gehen alle nach Hause. Nur der Typ in orange fegt noch lange die Straße.
30. April 2009 um 15:19
Eins habe ich aber nie verstanden. Wie soll die böse Welt sich ändern während man Steine und Flaschen auf Polizisten wirft oder Autos anzündet?
Naja Dummheit ist nicht strafbar.
30. April 2009 um 17:03
Mhh, ja. Ein paar doofe Linke scharren auch in Hamburg auf der Schanze mit den Hufen. Wird bestimmt wieder lustig: Auf der Schanzen Piazza sitzt die “Galao – Latte – Cappuccino – Fraktion” und schaut sich den Auszug der Aufrechten aus der gegenüber liegenden Roten Flora an.
30. April 2009 um 17:10
Das ist ja lustig, dass ein Plakat aus Berlin einen Rostocker Blog anlässlich des 1. Mai ziert. Nur leider verweist das Plakat auf eine Demonstration wo es gewiss seit 20 Jahren keine Ausschreitung gegeben hat. Die 13 Uhr Demo ist ja die der Gestrigen. Maoisten an Gehhilfen latschen da in der Mittagsglut herum. Sicherlich, in Berlin wird’s am 1. Mai an vielen Ecken bunt und Gestrige gibt es nicht nur bei den Maoisten, jedoch kann ich als direkter Anwohner des Maispektakels in Kreuzberg 36 auch berichten, dass die vielen schönen und friedlichen Ereignisse hier bei uns im Kiez niemals eine Erwähnung finden. Der Medienjunkie braucht halt die Storys mit Drogen, Gewalt und Exzess.
Den schaulustigen Stadt- und Dorfpunks aus Mecklenburg möchte ich noch mitteilen, dass die Sparkasse am Kottbusser Tor zu finden ist und nicht wie in der Einleitung angegeben am Cottbuser Tor. Cottbus muss nach der 1. Mai-Sause in Karlsruhe ran. Ein richtiges 6 Punktespiel.
1. Mai 2009 um 09:59
Ich hoffe beide steigen ab!
4. Mai 2009 um 07:49
Tja, wie gesagt: am Kottbusser Tor fand die alljährliche Weltrevolution statt, auch ansonsten alles wie immer. Am 2. Mai war dann schon wieder die Zufahrt zum Lidl verstopft, weil alle frisches Grillgut benötigten. Bis zum nächsten 1. Mai dann!
6. Mai 2009 um 08:00
@ludwich leuchtturm: Ach so! Hochinteressant, was Sie da aus der Hauptstadt der Revolution berichten. Im übrigen eine ganz schön klare Botschaft, die Sie in Ihrem Blog kundtun – da bleiben ja keine Fragen mehr offen. Immerhin, eine Meinung ist besser, als keine. Wer die Aussage »Schluss mit dem Schmusekurs« gegenüber »Freiheit statt Sozialismus« oder »Ora et Labora« bevorzugt, der kann ja mal auf »ludwichs« Blog klicken, verlinkt mit seinem Comment.
6. Mai 2009 um 13:55
@ekkard: weit gefehlt. mein link zeigt lediglich auf, dass es eben noch mehr gibt als ihre ankündigung zur 13 uhr demo. ich habe mit “meiner” verlinkung soviel zu tun, wie wahrscheinlich sie mit eben diesen maoisten. aber urteilen sie ruhig, soetwas befreit …
6. Mai 2009 um 14:25
Und wenn ich nun umgekehrt kommentarlos auf einen Blog der NPD verlinken würde, so wäre das wohl ebenfalls gänzlich unverdächtig und nur ein Hinweis darauf, dass es am 8. Mai noch mehr gibt, als Grillfeste mit praktischen Kurzhaarfrisuren, um mal ein Beispiel aus der Region zu wählen? Ich freue mich schon auf Ihr erstauntes Gesicht, wenn ich mir solchen Schabernack erlauben würde, Herr Leuchtturm!