Beten in Rostock: Religionen für Anfänger!

Heinz & Kollegen, Baustelle »Marienkirche« im November 2006
Religion – Opium fürs Volk oder Fundament des Abendlandes? Ich weiß es auch nicht genau. Für alle, die nix glauben, gibt es 666 Geldautomaten, die pentagrammförmig das Stadtgebiet abdecken. Doch auf alle noch Suchenden warten an jeder Ecke Rostocks spirituelle Antworten:
- Evangelische Methodisten | Altbettelmönchstraße 3
Glaube: Bibel, herrnhutisch-calvinistisch beeinflusst - Freikirchliche Baptisten | Herrmannstraße 15
Glaube: an die Bibel, bei Ablehnung der Säuglingstaufe - Römische Katholiken | Reutershäger Weg 4
Glaube: Bibel, Papsttum, Heiligenverehrung, Marienkult - Moslems | Erich-Schlesinger-Straße 21
Glaube: an Allah und den Koran, Moschee in der Südstadt - Siebenten-Tags-Adventisten | August-Bebel-Straße 39
Glaube: Wiederkunft Gottes am siebten Tag - Zen-Buddhisten | Am Wendländer Schilde 5
Glaube: Inneres Gleichgewicht, Dojo in der Altstadt

6. November 2006 um 13:22
Fries der Rostocker Marienkirche
Auch ein ganz heißes Eisen: Religion und Erotik
6. November 2006 um 13:35
Juden | Augustenstraße 20
Glaube: Tora, Rückbezug auf Mose und Esra, seit 2004 neue Synagoge
Neuapostoliker | Ulmenstraße 25 | Seestraße Warnemünde
Glaube: Bibel, nahende Wiederkunft Christi, Glaubensbekenntnis
6. November 2006 um 15:27
Liebe Saint Esprit, vielen Dank und Entschuldigung an alle Weltreligionen mit Rostocker Filiale, die mir durch die Lappen gingen! Scientologen, Satanisten und andere Bösewichter sind natürlich bewusst ausgenommen. Auch alle Gruppierungen aus »Life of Brian« sind hiermit kollektiv symbolisch umfasst. Halleluja!
6. November 2006 um 15:46
Religion und Erotik – was fällt einem da ein: Burka, Schleier und Kopftücher aller Art, lange Röcke und Hosen, manchmal barfüßige (Männer-)füße, züchtige Haartracht.
Und natürlich die Sedes Stercatoria. Das ist der Stuhl, auf den sich der neu zu verkündende Papst viele Jahrhunderte hindurch vor seiner Auserwählung setzen musste, damit ein Diakon – der jeweils jüngste im Papstgefolge – darunterkriechen und durch Inaugenscheinnahme das Geschlecht des zu Inthronisierenden zweifelsfrei feststellen konnte.
So wollte man sich davor schützen, keinem Kastraten das Papstamt zu übergeben, der per definitionem kein Mann war. Und dann gibt es da immer wieder das Gerücht, dass es ja auch schon mal eine Frau (Johanna) am Ende des 11. Jahrhunderts als Johannes Anglicus auf diesen höchsten Thron geschafft haben soll.
Bevor es also „Habemus papam!“ hieß, musste jemand gerufen haben: „Habet testiculos!“
Ich frage mich nur, warum es der jüngste Diakon sein musste…
6. November 2006 um 15:59
Dem lässt sich kaum noch etwas hinzufügen. Als Katholik könnte ich natürlich offenbaren, warum es der jüngste Diakon war – doch dieser Verrat würde schwerste Konsequenzen nach sich ziehen. Opus Dei und ihre römischen Asassini laden schon die vatikanische Silberbüchse! Ich sag dazu nur: Guckt Euch den Dollarschein mal genauer an! Mehr sag ich nicht.
6. November 2006 um 16:47
Um Himmels Willen, was geht denn hier für eine heilige … ab?!
6. November 2006 um 17:04
Hier ein Blick in das Innere der Rostocker Marienkirche.
http://www.blauhut.info/bilder/Marien.jpg
(Das Laden der Bilder in die Kommentare gehört zu den Mythen der Qbisten.)
6. November 2006 um 17:10
Was willst Du mit diesem Bild andeuten? Die Religion – wohl nur ein mechanisches Geläuf, Rädchen im verschlossenen Gehäuse, gar vor den Augen der Welt versteckt? Oh Frevel, freche Moritat! Weiche, Satanas, vade retro! Ähem, oder wolltest Du nur die schmucken Zahnräder in der Uhr präsentieren?
6. November 2006 um 17:11
Ist doch klar, Leute. Wer so gut wie Papst ist, läßt sich doch auf dem Gonadenhocker nicht mehr von schwieligen Pfaffenhänden befummeln! Wenn alles am richtigen Fleck war, gabs übrigens – nach dem »Habet testiculos!« vom Testovar – ein »Deo gratias!« aus der Menge. Griff der Jüngling jedoch ins leere, handelte es sich nach alten Überlieferungen um ein sog. »Sackrileg« (von sacker = heiliger Hoden und legere = stehlen).
Quelle: »Shit! – Der Klo-Stern im Heiligen Stuhl«
6. November 2006 um 17:26
De profanitas, caro padre pietro! Nein, Glaube, Liebe, Hoffnung – diese Drei sollen es doch wohl sein! Doch wem nützt das Sinnieren in beredter Dämmerung, wo sich im Wolkenorkus die Herbstsonne längst schon brach. Die einzige verbleibende Glaubensfrage an diesem ambivalenten Spätnachmittag: Ich glaube, ich trink heute noch einen.
6. November 2006 um 17:27
Das Bild verdeutlicht den wohl geschmierten Rundlauf im evangelischen Gotteshaus. Woanders kann man schmieren wie man will und schafft nicht mal ‘n Einlauf.
Den schafft Judas übrigens auch nicht. Der muss immer vor der Tür warten bis zum nächsten Apostelumgang – der 6 Apostel! Arbeitskräftemagel trotz 1-Euro-Jobs!
6. November 2006 um 18:19
Wo nichts ist, kann auch nichts werden. »De nihilo nihil!« Das gilt für das Geläut genauso wie für die Geläuterten…
7. November 2006 um 09:24
So schweigt doch! Schluss mit der Ketzerei in meinem frommen Seitenschiff. Geht in Euch und knabbert des Pudels putzmunteren Kern! Hurra!
24. September 2007 um 10:58
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