Bitte lächeln, liebes System!

photo credit: straightedge217
Gute Miene zum bösen Spiel. Es wird unserem Rechtssystem nicht anderes übrig bleiben, jetzt wo es sich wieder einmal ad absurdum geführt hat. Das Bundesverfassungsgericht hat vor ein paar Wochen entschieden, dass zumindest Videoaufzeichnungen (hier ursprünglich zur Abstandsmessung) nicht mehr als gültiges Beweismittel verwendet werden dürfen (AZ: 2 BvR 941/08). Das Erstellen derartiger Aufnahmen verstoße gegen das verfassungsrechtlich verbriefte Recht auf informationelle Selbstbestimmung. In dieses Recht darf nur durch Gesetz eingegriffen werden, ein solches gäbe es nicht. Das Urteil verweist in einem solchen Fall regelmäßig zurück an das zuständige Gericht. Wie bekannt wurde, haben seither bereits einige Gerichte selbst Blitzerfotos nicht mehr als Beweismittel zulassen.
Es ist schon erstaunlich, dass unser System Fingerabdrücke für neue Pässe vorschreibt, Online-Durchsuchungen vornehmen möchte und diverse andere Eingriffe in unser Leben legitimiert, aber die zumeist einzigen Beweismittel für das Vorliegen einer Ordnungswidrigkeit nunmehr für unzulässig erklärt. Nicht dass ich das Ergebnis negativ bewerten würde – das Gegenteil ist der Fall. Werden wir nun aber mehr Raser erleben? Wird der Gesetzgeber nun wie immer hektisch und unverdaut nachbessern? Werden ältere Verfahren aufgerollt? Wer bezahlt den ganzen Mist? Fragen über Fragen.
P.S: Und – wer hat’s erfunden oder wo hat’s angefangen? In Güstrow und Rostock! Und worum ging’s? Um 50 EUR und drei Punkte. Das Jutizministerium in MV hat zum Urteil/Sachverhalt keine Stellung nehmen wollen.

29. November 2009 um 01:22
Meiner fährt 260!
29. November 2009 um 10:38
Natürlich fängt so eine Initiative in M/V an !
Schließlich gibt´s hier eine Menge Verkehrstote und so einen Spitzenplatz
sollte man nicht so schnell wieder hergeben.
Schließlich möchte man im Gespräch bleiben damit Touristen in´s Land
kommen.
P.S. – meiner fährt nur 210, aber dafür verbraucht der dann 32 Liter -
auf 50 Kilometer …
29. November 2009 um 23:49
tuck tuck tuck. meiner schleicht wie keiner. und das ist auch gut so.
30. November 2009 um 08:48
Wat denn ?
Noch nie einen Burnout auf der Langen Straße gemacht ?
Ich empfehle Chip – Tuning !
Und wenn kein Burnout auf der Strasse möglich ist, bleibt ja immer noch die Arbeit…
30. November 2009 um 09:28
So ist es Herr Wu!
Die Lange Straße eignet sich übrigens hervorragend für einen Burnout mit dem Opel Corsa auf nasser Straße. Das geht nicht so ins Geld, verschmutzt nicht die Umwelt, da es nicht so qualmt und man hat länger was von seinen Reifen.
30. November 2009 um 10:45
>> CORSA MADNESS!
30. November 2009 um 11:18
neulich auf der Langen Strasse, ein umgebauter Corsa:
http://www.youtube.com/watch?v=RgJjJqaTLJM:
30. November 2009 um 11:19
CORSA >> Little Hulk <<
30. November 2009 um 17:32
Mensch, Martin, bei diesem Bild (CORSA >> Little Hulk <<) wird auch der alberne Kinderspruch »Opel ist Popel« plötzlich ganz plausibel. Die Ähnlichkeit ist doch frappierend!
2. Dezember 2009 um 01:33
Beim Thema Autofahren hört hierzulande eben der Verfassungspatriotismus auf – da wird selbst mit den schmutzigsten Mitteln Klage geführt, um liebgewonnene Gewonheiten nicht durch alberne Gesetze zum Schutz von Umwelt und Menschenleben zu gefährden.
Persönlich plädiere ich allerdings sehr für eine verpflichtende Abstandsmessung zwischen den Menschen.
2. Dezember 2009 um 11:58
Diese Abstandsmesung besorgt ja schon das heutige Schulsystem – Kurssystem sei Dank!