Borwin, erfinderischer Slawenfürst
Rostock wurde vor 1200 Jahren von Borwin dem Schrecklichen gegründet, einem slawischen Heeresfürsten. Der kreative Tausendsassa war nicht nur Erfinder des metrischen Faustkeils, sondern zugleich ein führender Religionsphilosoph der Bronzezeit: Seine phonetischen Inschriften sind noch glänzend erhalten und in den detailverliebten Wandfriesen der Rostocker Marienkirche zu besichtigen.
Tausende bukowinischer Vermessungstechniker nahmen die seltenen Exponate bereits in Augenschein, die in einer Urfassung der Edda von der sagenhaften Reise Borwins aus der präkryptischen Maßlosigkeit in das metrische Zeitalter berichten. Besonders angetan hat es vielen Besuchern die sogenannte Kiesbrille (siehe oben), ein steinförmiges Fragment mit Sichtloch, das über Jahrhunderte hinweg Kurzsichtigen zur Fokussierung diente und in Familienklans von Generation zu Generation weiter gereicht wurde. Ein echtes Rostocker Original!


5. Mai 2009 um 19:03
Sehr geehrter Herr Bäuerle, nur weil Sie nicht mehr des Schreibens mit der Schwanenfeder mächtig sind, haben sie noch lange kein Recht, in einem Rostocker Blog die Hochkultur zu Zeiten unserer Stadtgründung mit der Bronzezeit zu verbinden, oder machen sie das aus aus ihrer heimatlichen Gegend heraus mit einem ehrfurchtsvollen Kupfersteinzeitblick durch die Brettbrille?
6. Mai 2009 um 07:49
Aber wäre es so nicht viel schöner gewesen: Borwin als bronzezeitlicher Optiker und Vater der Metrik, statt nur als chronisch-cholerischer Paranoiker und Herrscher einer unbewohnten, mausearmen Sumpfregion, der mit 44 Jahren einer fiebrigen Hepatitis C erlag? Das ist doch nichts für die Geschichtsbücher, oder? Und für das Jahrbuch der Uni macht meine Version auch viel mehr Sinn, würde ich vermuten.
6. Mai 2009 um 09:19
Üben wir mit Ekkard ein wenig Nachsicht. Immerhin ist er nicht von “hier”. Aber dafür schreibt er regelmäßig schöne Artikel die den Blog am Leben halten. Und dafür sollten wir ihm alle Danken. Meinetwegen auch mit Astra.
6. Mai 2009 um 10:34
Apropos: Astra hat sich ganz offenbar von der Kampagne der Rostocker Brauerei inspirieren lassen. »Das nennt man…«
6. Mai 2009 um 12:38
Brrr, nasses Fell.
6. Mai 2009 um 12:39
…ob wohl Borwin viel Fell hatte?
6. Mai 2009 um 12:41
Ausschließlich. Viele hielten es damals für seine Schleppe, dabei war es nur die längste Rückenbehaarung der Welt.
6. Mai 2009 um 12:41
Da fällt mir doch eine neue Plakatidee für die Rostocker Brauerei ein: “Das ist unsere Bronzezeit”.
6. Mai 2009 um 12:43
Habe gerade auch die PlaKATIdee entdeckt.