CD-Tipp: Straße kann nicht sprechen
Wer dem Rostocker Vorweihnachtsstress ein Stündchen zu entkommen wünscht, dem sei das Album »Can´t Talk« der Londoner Mucker von »Road« empfohlen. Das Ganze schimpft sich Afro/Latin Vibe, falls wer eine Schublade braucht und es kommen so exzentrische Instrumente wie Berimbau, Surdo, Hurdy Gurdy und Moog zum Einsatz. Was auch immer!
Trotzdem landet man hier nicht in der Ethno-Dudelecke, sondern darf sich urban und selbstsicher vorgetragener Funksounds erfreuen. Mit von der Partie waren offenbar goldbekehlte Sängerinnen und Sänger, die auch schon mal für Galliano, Jamiroquai, George Michael und Basement Jaxx ihre werten Hälse geöffnet haben.
Die Band mit dem unkreativsten Namen des Jahres, die auf der Platte brillant und entspannt vor sich hin groovt, soll live insgesamt siebenköpfig auflaufen und wahrlich die Bombe sein: Nicht umsonst hat man das anspruchsvolle Londoner Jazz- und Funk-Publikum im Sturm erobert. Yessir!
Das Beste an den Burschen ist, dass sie den ganzen Klimbim, der jetzt um ihre Klangwelten gemacht wird, nicht allzu ernst nehmen: Den großartigen letzten Song auf dem Album hat die Bandredaktion nach einigem Überlegen schlicht mit »Spaghetti in my Mind« betitelt. Wohl zu viel Monty Python geguckt, diese Engländer!


26. November 2007 um 13:22
Elektrodudel ist natürlich eine viel bessere Ecke. Dahingehend habe ich folgenden Tipp: Trikolaus aus Berlin.
http://profile.myspace.com/trikolaus
3 Leute, handgemacht, groovi, mit schönen Orgelsolis. Habe ich Samstag live hören können. Hören dürfen.