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Jetzt wird es kompliziert: Wenn jemand eine Website mit einer Anwendung besucht – z. B. »Crazyboys PartyPix Slideshow 2008« (oben im Bild) – wird eine Zeichenkette übertragen. Die identifiziert das von Crazyboy verwendete Benutzerprogramm – den User-Agent – für den Webserver. Die Zeichenkette heißt deshalb »User-Agent-String«. Der einstmalig marktführende Browser Netscape identifizierte sich in seinem damals noch knalleng sitzenden String als »Mozilla«, gefolgt von Informationen über das Betriebssystem.

So weit, so schlecht. Doch weil die frickeligen Computernerds während des Booms der Neuen Märkte dem hüftlahmen Netscape Browser viele überflüssige Funktionen implementierten, die andere Browser nicht hatten, funktionierten schnell viele Internetauftritte nur noch, wenn sie eine gewünschte Version von Mozilla im User-Agent-String fanden.

Deshalb fingen auch andere Browsernerds damit an, Netscape Navigator nachzumachen, um mit ihren Browsern alle Seiten darstellen zu können: Ihr User-Agent-String begann nun auch mit Mozilla. Selbst Ihre Majestät, der Internet Explorer, passte sich an! Seit damals ist im Internet sozusagen Karneval in Venedig: Jeder gibt sich als der andere aus und umgekehrt. Chrome tut so als wäre er Safari, Bill Gates tut so, als wäre er Gandhi und die ahnungslosen Leser tun so, als hätten sie alles begriffen. Neustart!

» Die nackte Wahrheit hinter dem String