Das Ding mit dem String

©die_alex/Pixelio/www.pixelio.de
Jetzt wird es kompliziert: Wenn jemand eine Website mit einer Anwendung besucht – z. B. »Crazyboys PartyPix Slideshow 2008« (oben im Bild) – wird eine Zeichenkette übertragen. Die identifiziert das von Crazyboy verwendete Benutzerprogramm – den User-Agent – für den Webserver. Die Zeichenkette heißt deshalb »User-Agent-String«. Der einstmalig marktführende Browser Netscape identifizierte sich in seinem damals noch knalleng sitzenden String als »Mozilla«, gefolgt von Informationen über das Betriebssystem.
So weit, so schlecht. Doch weil die frickeligen Computernerds während des Booms der Neuen Märkte dem hüftlahmen Netscape Browser viele überflüssige Funktionen implementierten, die andere Browser nicht hatten, funktionierten schnell viele Internetauftritte nur noch, wenn sie eine gewünschte Version von Mozilla im User-Agent-String fanden.
Deshalb fingen auch andere Browsernerds damit an, Netscape Navigator nachzumachen, um mit ihren Browsern alle Seiten darstellen zu können: Ihr User-Agent-String begann nun auch mit Mozilla. Selbst Ihre Majestät, der Internet Explorer, passte sich an! Seit damals ist im Internet sozusagen Karneval in Venedig: Jeder gibt sich als der andere aus und umgekehrt. Chrome tut so als wäre er Safari, Bill Gates tut so, als wäre er Gandhi und die ahnungslosen Leser tun so, als hätten sie alles begriffen. Neustart!

12. September 2008 um 09:47
Hier mal ein alter Programmierer Scherz. Aber bitte nicht gleich Frau Schwarzer anrufen.
12. September 2008 um 09:59
Ekki, Du Tekki!
Wirfst hier mit Begriffen um Dich, dass einem schwummerig wird. Respekt.
12. September 2008 um 10:01
Ich kann über deinen Scherz nicht lachen.
12. September 2008 um 10:28
… ich hab sie gleich angerufen !
12. September 2008 um 14:28
Die Katze hat den User-Agent gefressen. Ohne String!
12. September 2008 um 15:42
ein Raubtier eben… Chrome tut so als wäre er Safari – ja was tut man nicht alles um vom Glanz des vermeintlich besseren etwas ab zubekommen! Das erinnert mich an ein kurioses Layout in einer Autozeitschrift: Der Artikel handelte von den Designern und Erfindern der neuen BMW- Modelle und daneben war eine Anzeige von MERCEDES…entweder gepennt oder ein schlechtes Layoutprogramm…
ich habe da so eine Stringtheorie: http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/0,1518,483305,00.html
12. September 2008 um 15:49
Ja Redaktion und Anzeigenabteilung liegen oft weit entfernt von einander. Der desaströse Klassiker dazu aus dem bildhübschen Lüneburg!
12. September 2008 um 17:19
Auch mal gut, ein schlüpfer-iges Thema
12. September 2008 um 17:23
String genommen geht es ja bloß um Technik. Aber der Porsche Tanga ist ja eigentlich auch nur Blech und Schrauben, wenn man ihm die Hose auszieht.