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Bautzener Treppenhaus

Es gab mittlerweile so viele vergnügliche RTL-Revivalshows, CD-Compilations und spaßorientierte Kinofilme über die DDR, dass sie einem zu den Ohren raus kommen. Nachdem der 1000. Trabbiwitz verklungen ist und der letzte Ampelmännchenlolli gelutscht wurde, gibt es allerdings immer noch vieles, über das man plaudern könnte:

»Die Täter sind unter uns« – ein neues Buch, bei dessen Lektüre keine Freude aufkommt. Rezensentin Ines Geipel beschreibt das Werk in der »Berliner Morgenpost« zutreffend: »Dem Historiker ist es ernst. Er setzt auf Fakten und spricht für die Opfer, für die, die in Extrem-Containern der DDR einsaßen. Das macht das Buch… so unerträglich, so schmerzhaft.«

Was hier drinsteht, ist sicher nicht so leicht verdaulich wie »Geteilte Träume«, aber um zu erfahren, was vor und nach der Wende aus den Opfern der DDR wurde, muss man leider eine Zeit lang in einen ekligen, kleinen Keller, in den eigentlich kaum einer reingucken will. Das macht keinen Spaß!