Das nennen wir Überschrift
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Liebe Brauerei meiner Wahlheimat! Wenn ich morgens zur Arbeit gehe, sehe ich in diesem Frühling an jeder Ecke Plakate mit der Überschrift »Das nennen wir Nordic Walking«. Abgebildet sind zwei Unterleiber, die barfüßig eine Bierkiste den Strand entlang schleppen – tolle Idee eigentlich, möchte man Agentur und Marketingabteilung gratulieren. Wenn nur die Headline nicht so lang wäre! Schließlich hätte »Nordic Walking« auch gereicht. Gehe ich recht in der Annahme, dass »Das nennen wir« nur aus Versehen eingefügt wurde? Macht ja nichts, Euer Bier schmeckt trotzdem ganz köstlich!


18. April 2008 um 08:44
In der Tat sehr schade. Kein Witz, der sich beim zweiten Lesen erschließt. Kein Kribbeln im Kopf. Vielleicht traut man »so viel« seinen Kunden doch nicht zu. An dieser Stelle möchte ich gerne die Kollegen von Astra positiv hervorheben.
18. April 2008 um 09:15
Ja, im Merchandisingprogramm gibt es jetzt auch eine dezente Küchenuhr.
18. April 2008 um 14:13
@ Astra positiv hervorheben.
Naja, der Standardclaim »Astra. Was dagegen?« ist so richtig schön »Unterschicht«. Die Kampagne ist aber nicht schlecht. Gut finde ich auch das Logo der 0,33er Flasche aus Stralsund: »Trinkt Stralsunder Bier«. Das Bier finde ich auch um – ich mag gar nicht sagen – Längen besser als das Rostocker.
18. April 2008 um 14:47
Herr Both findet das auch und hat mir deshalb genau diese Flasche vor Urzeiten einmal zur Inspiration auf den Tisch des Hauses gestellt: »Trinkt Stralsunder Bier«.
Na gut, unsere Rostocker Hausmarke hat sicher eine weitgehend andere Zielgruppe als Astra. Während meiner Praktikantentätigkeit bei der Bavaria St. Pauli Brauerei vor vielen Jahren galt Astra noch als aussterbendes Kiezbier der Puffs und Omis im Bezirk.
Alles setzte damals auf Jever und die »Bauarbeiterhandgranate« der St. Paulianer gab es seinerzeit sogar beim Aldi als Dose, glaube ich. So kanns gehen: Wie einst Jägermeister vom Spießerschluck zum Kultlikör, so startete man durch!
18. April 2008 um 15:23
Lieber Ekki, ausgerechnet seit gestern ist genau diese Flasche leer und sie hat geschmeckt, obwohl sie schon seit Urzeiten überfällig war. Das nennen wir Zufall. Zum Nordic Walking habe ich es deshalb auch nicht mehr geschafft.
18. April 2008 um 18:53
Während meiner langjährigen Fussballauswärtsfahrtenkarriere (inkl. Europa) habe ich schon so manch leckeres Bier getroffen. Und natürlich auch getrunken. Rostocker ist für mich das beste der Region, aber nicht meine Nummer eins.
21. April 2008 um 07:50
Während meiner langjährigen Biertrinkerkarriere (inkl. Export) habe ich schon so manch schönes Fußballspiel gesehen. Das Rostocker Bier ist natürlich das beste der Welt und die Werbung dafür mindestens die Zweitbeste.
21. April 2008 um 12:29
Über Bier kann man nicht nur streiten, sondern eigentlich auch Kriege austragen. Geschmack ist verschieden. Was man bei Kaffesorten sicher stimmt, wird beim Bier nicht so einfach hin genommen.
Da muss man sich oft mit Hohn und Spott belegen lassen.
Etwa ist für mich Stralsunder Spülwasser, Weizen zum Quälen da und die feinsten Biersorten kommen von hinter dem Erzgebirge aus dem Land der Moldau.
Zu den Kriegen: Wenn in Bayern Ende des 19. Jh. zu Erhöhung des Bierpreises kam, wurden so manche Schenken dem Erdboden gleich gemacht.
Also als Rat an Politikern: Warum nichtmal Bierlobbyist werden, damit macht man es jeden Recht. Nur halt die “richtige” Biersorte erwischen.
Prost.