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Natürlich contra! Wer sich an die atomkriegsschwangere Bombenstimmung während der 80-er Jahre erinnert, der weiß, wie unangenehm das Gleichgewicht des Schreckens war. Nach der ersten »Wende« 1983 war der Bau von Atombunkern im Westen sogar mal steuerbegünstigt, weshalb sich mancher Häuslebauer einen schönen Hobbyraum unter dem Gartenhäuschen einrichtete.

Frieden schaffen ohne Waffen

»Petting statt Pershing« hieß es, Nicole reüssierte mit »ein bisschen Frieden« und Mütter konnten das Kriegsspielzeug ihrer Kinder, sagen wir mal einen chinesischen Plastiksoldaten, gegen geblümte Holzenten eintauschen. Schon aus geschmacklichen Gründen sollte man gegen Atomwaffen sein!

Damals ahnte übrigens noch niemand etwas von »Counterstrike« und »Medal of Honour«. Selbst das sterile Strategiebrettspiel »Risiko« galt als faschistoide Machoallüre! Zeitgleich stapelte sich in Ost und West die Nachrüstung, was dem Warschauer Pakt vermutlich ökonomisch den Hals brach – Gegentheorien erbeten.

Trotzdem war früher alles besser

Damals war der Atomtod täglich Thema auf dem Schulhof und im Westfernsehen. Trotzdem war die Zeit schön übersichtlich: Reagan contra Breschnew, der Rest schaute zu. Wer könnte denn heute alles, wenn er wollte? Russen, Pakistani, Amis, Inder, Israelis, Engländer, Franzosen, hab ich wen vergessen?

Eine Zeitlang waren Atomwaffen ziemlich out, bis Putin, Bush und die Mullahs merkten, wie langweilig Diplomatie und Kompromisslösungen sind. Jetzt wird wieder gerüstet und gebummst, wie zu besten Zeiten. Habe ich alles richtig verstanden?