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Teil III, wenn ich richtig gezählt habe.

Gestern fiel der offzielle Startschuss für Mecklenburgs derzeit größtes Bauprojekt. Anwesend waren neben dem einheimischen Bauunternehmer, welcher dieses Bauwerk errichten darf, auch ein größeres Presseaufgebot und eine etwas kleinere Vorhut der zu erwartenden Protestbewegung. Bezeichnenderweise hatten Letztere die Befestigungen für die Protestplakate vergessen und so standen sie nun vor den ersten paar Metern Zaun mit ihrem Banner und entblödeten sich nicht, diesen Fauxpas auch noch vor der Presse zuzugeben.

Ich bin ich für diesen Zaun, das möchte ich gleich bekennen. Nicht das ich Bush, Angie, dem lupenreinen Demokraten Putin, etc. irgendetwas abgewinnen könnte, aber ich halte es für völlig legitim, das die Großkopferten dieser Welt sich gelegentlich mal treffen und überlegen, wie sie uns weiter bei Laune halten. Das gab es schon immer in der Zivilisationsgeschichte. Völlig klar ist mir, dass diese Veranstaltungsreihe nicht umsonst zu haben ist und dies schon gar nicht, wenn »draußen« ein paar Leute mit den Hufen scharren und Konferenztische stürmen wollen.

Ich kann es daher verstehen, das die Damen & Herren dabei lieber unter sich bleiben möchten und sich entsprechend abschotten. Entsprechend heißt in diesem Fall eben ZAUN. Die Alternative wäre ein rot-weißes Absperrband und damit noch mehr Polizisten und wahrscheinlich noch mehr Gewalt.

Mir ist auch die Diskussion um die 80 (?) Mio. Euro, die dieses Spektakel kostet, völlig egal. Eigentlich finde ich, dass der Bürger nur eingeschränkt legitimiert ist, um sich über Kosten und Inhalt dieser Veranstaltung zu beklagen. Warum? Ich habe noch keine Großdemonstrationen für vernünftige Bildung/Kinderbetreuung, eine verständliche Gesundheitsreform oder Steuerreform usw. usw. erlebt. Dabei sind dies alles Notwendigkeiten, die nicht weniger wichtig sind, als beispielsweise die Probleme der Globalisierung oder die Einhaltung des Kyoto Protokolls.

Auf mich wirkt das ganze TamTam daher völlig überzogen, etwa so wie die Klage über fehlende Radkappen an einem kaputten Auto. Was werde ich also am 8. Juni tun? Ich denke, ich gehe an den Strand, trinke mir einen an und schau mir den Abflug der Weltherrscher an. Technisch wird das bestimmt interessant: Sikorsky, Eurocopter, Bell, Westland, Augusta und dazu noch ein paar Eurofighter… Vielleicht fahr ich aber auch zum Bahnhof und schau mir die Abfahrt der Aufrechten und Ehrlichen an. Das könnte schön werden.