Deutschland-Argentinien: Semifinale!
Ich habe ein Spiel gesehen, wie es einem Fußballfan nur einmal in seinem Leben live zuteil wird. In einem Hexenkessel von 72.000 Gauchos und Germanen erlebte ich, was beim Worldcup möglich ist.
Glaube, unermüdlicher Einsatz und die nötige Portion Glück haben dem deutschen Team in einem schier endlos erscheinenden Spiel gegen überlegene Spielkultur und internationale Erfahrung der Argentinier zum Sieg verholfen.
So kannten wir uns noch gar nicht
Das 5:3 im ausverkauften Berliner Olympiastadion ist wohlverdient: Nicht wegen der Genialität von Einzelspielern, sondern durch eine überzeugende Symbiose von Teamgeist und Fansupport, die es so in Deutschland noch nicht gab.
Die Zuschauer haben den Sieg förmlich erzwungen: Jeder argentinische Ballkontakt oder Verschleppungsversuch durch den Torwart ging in einem ohrenbetäubenden Pfeifkonzert unter. Jeder deutsche Torschuss wurde von orkanartigem Jubel begleitet.
Der Sozialismus siegt!
Jedes deutsche Tor führte zu extremsten, orgiastischen Gefühlsäußerungen: Vorstände von Weltunternehmen lagen sich mit Dosenbierproleten in den Armen und sangen: »Schwaaaazund waaaaaaiß… Wiestehnaufeuräseitee!!!!!«
Der Sozialismus siegt, zumindest solange Deutschland beim Fußball siegt. Das Ende war ein Triumph ohnegleichen, ein Taumel vom Glück gezeichneter Gesichter auf dem Platz und auf den Rängen. Das hat so Spaß gemacht, das kann so weiter gehen!

3. Juli 2006 um 10:01
livefußball kann schon drogenähnlich wirken oder?
3. Juli 2006 um 10:43
Vielleicht meintest Du es ja als Scherz, lieber Maddin, aber es ist tatsächlich so! Das Meskalin der argentinischen Pampaskakteen passte ausgezeichnet zum deutschen 120-Minuten-Pils! Eine sportliche Bewußtseinserweiterung ohne Kater!
3. Juli 2006 um 11:08
Das habe ich mir auch gedacht – für mich war es die wohl die wertvollste Eintrittskarte dieses Turniers. Du wirst Deinen Ur-Ur-Enkeln noch davon berichten. ..
(Mit der ersten Generation angefangen hast Du ja schon … )
3. Juli 2006 um 11:24
Ja, die Enkelchen werde ich schön nerven. Ich höre sie schon stöhnen: »Oahnee, Opa schon wieder mit seinen WM-Geschichten…«
3. Juli 2006 um 12:02
Ich glaube ja, dass das schon Deiner Tochter ziemlich auf den Rüssel gehen wird. Von Silke mal ganz abgesehen…
3. Juli 2006 um 14:11
Ekki, will ja nix sagen, aber der Herr Weidner spricht mir doch etwas zu oft von Silke….was ist denn da los?
3. Juli 2006 um 14:16
weidner … kurt ???
3. Juli 2006 um 14:17
Charmeur der alten Schule, würde ich sagen! Ich weiß schon, warum ich im 5. Stock ohne Aufzug wohne! Rapunzelschloss!
3. Juli 2006 um 14:27
@Maddin: Nana! Nun bist Du schon so lange dabei! Wie heisst der Weidner mit Vornamen? Kuck mal bei den Autoren, gell!
3. Juli 2006 um 14:39
war nur eine szenecheck. kucken wer schläft?
3. Juli 2006 um 15:14
Die Kurve haste ja gerade noch bekommen, hat aber mächtig gequietscht!
3. Juli 2006 um 15:35
NO SLEEP TIL OLYMPIASTADION, 9TH OF JULY, my dear!
3. Juli 2006 um 16:02
Sorry, war mal kurz weggenickt. Wurde über mich gegsprochen???
3. Juli 2006 um 16:28
Nee, leg Dich wieder hin, bekommen wir alleine geregelt.
3. Juli 2006 um 19:23
Worum gehts hier überhaupt? Habt ihr noch net mitbekommen, dass die Italiener eine ganz andere Taktik fahren?
Das funktioniert ähnlich, wie im Rahmen ihres hauseigenen Schiri-Skandals.
Den Frings diffamieren, ohne dabei gewesen zu sein, die dt. Abwehr schwächen und dann rein ins Tor. Der Schiri ist bestimmt auch schon eingenordet worden …
DAS SIND PROBLEME!!!
4. Juli 2006 um 08:57
Also, liebe verängstigte Gemeinde: Frings Leistung ist nicht der Grund für den deutschen Teamerfolg, sondern nur ein Beitrag zu diesem. Er kann aber durch Borowski oder Kehl gut ersetzt werden. Zur Erinnerung: Keiner der elf Herren ist ein Stammspieler der alten Schule. Noch vor vier Wochen hätte keiner einen Pfifferling auf das damals furchtbar schwache Team gegeben und nun ist es die Katastrophe, wenn einer der elf Jungens fehlt. Also: Locker bleiben! An Frings wirds nicht scheitern.
4. Juli 2006 um 17:15
Stimmt. Der spielt ja auch nicht mit …
25. September 2007 um 10:19
[...] Mutti, wo kommt eigentlich der nette Herr Agali her? >> Olympiastadion 2006: Deutschland vs. Argentinien [...]
28. Juni 2010 um 08:11
[...] Die Begegnung Argentinien-Deutschland ist ein wahrer Klassiker: unvergessen bleibt das große Elfmeterduell des Sommers 2006, das mit einem 5:3 für Deutschland endete und als eines der besten Spiele aller Zeiten Fußballgeschichte machte. Ihr bescheidener Autor war übrigens – im Gegensatz zum erkrankten Diego Maradona – damals live dabei! [...]