Die Wettervorhersage: Sturmwarnung!
Donnerstag, 18. Januar 2007: Heute stürmt es in Rostock. Ein waschechter Orkan ist im Anmarsch, der uns richtig den Draht aus der Mütze pusten wird. Also kein so zartes Lüftchen, wie man sie sonst an der Ostsee gerne mal als Stürme verkauft – ein richtiger Pustefix ist unterwegs, Marke »Nordseeküste vom Feinsten«, hachja.
In der Praxis sieht das so aus: Das Tief »Kyrill« kommt mit Windstärke Zwölf angeblasen und soll spätestens am Abend dafür sorgen, dass Berufspendler morgen früh ihre Autos suchen müssen. Auch an der Waterkant in Warnemünde heißt es ab mittags schnell die Zeitung zahlen, denn die nächste Welle nimmt den Kiosk vielleicht mit nach Dänemark. Kommenden Montag ist dann angeblich Winter. Der Laie ist gespannt!


18. Januar 2007 um 12:43
Ich liebe apokalyptische Vorhersagen! Danke!
18. Januar 2007 um 12:50
Ich och. Tach Martin.
18. Januar 2007 um 12:58
Jaha, nur dass es dieses Mal richtig raucht, nicht so lauwarm wie sonst. Zieht mal schön die Pudelmütze über und holt die Kinder rein. Ein glasharter Orkan pfeift Richtung Küste. Ich binde vorsichtshalber meinen Kleinwagen an der Laterne fest!
18. Januar 2007 um 12:59
…wir werden alle sterben!
18. Januar 2007 um 13:07
Er ist tot, Jim.
18. Januar 2007 um 13:12
Weniger die Vorhersagen als apokalyptische Zustände faszinieren auch mich. Ob sie aber auch geliebt werden, hängt vorrangig von der eigenen Beziehung ab, insbesondere, wenn die zu einem Abhängigkeitsverhältnis mutiert.
Über den Untergang Karthagos lässt sich gut schwätzen, solange die Lanze nicht in der eigenen Brust steckt. Ergo: schon mal am nächsten dicken Baum festketten und hoffen, dass deren Äste einem nicht auf den Kopf fallen.
18. Januar 2007 um 13:23
Ja, die Eschatologie – der Glaube an eine Endzeit – findet sich bei den alten Germanen und Azteken ebenso wieder, wie bei den Christen. Sic Transit Gloria Mundi!
18. Januar 2007 um 13:56
Harry, fahr schon mal den Wagen vor.
18. Januar 2007 um 14:03
„Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“. Na wer hats gesagt?
18. Januar 2007 um 14:08
Seit ich den Dönerstand am Bahnhof ausprobiert habe, ist bei mir auch Sturm…
18. Januar 2007 um 14:22
Neues von Kyrill. Scandlines hat die Abfahrten der 19- und 21-Uhr-Fähren von Rostock nach Gedser abgesagt, weil der Sturm aus Nordwest das Wasser aus dem dänischen Hafen presst. Für unsere Leserschaft: Schiff nix fahren ohne Wasser!
18. Januar 2007 um 14:45
Notstandsbericht: Am Doberaner Platz regnet es schon und ich konnte genau beobachten, wie eine beleibte Dame nach vorne umkippte. Das kann nicht allein an ihren kastenförmigen Brüsten gelegen haben. Das war der Sturm!
18. Januar 2007 um 14:53
Kyrill, der Sadosturm, hat zugeschlagen. Wenn holt er sich noch? Flachbrüstige Frauen? Männer mit Brüsten – auch Fernfahrer genannt?
18. Januar 2007 um 15:20
Du meinst unsere Freunde mit der Thermoskanne voll Hack. Pfui!
HAUDI
Sind wir nicht alle irgendwo
wie Brummis in der Nacht
Auf der Fahrt nach Nirgendwo
Zweifelhafter fragt
Ist unter uns die Autobahn
nicht wie schönes Bein
So kurvenreich und anschmiegsam
so wie ein nackter Leib
Ist das Leben ist das Sein
nicht wie ein Country Song
einmal raus einmal rein
und hart wie Spannbeton
Denn wo Lastwagen brummen
wo Country Musik läuft
da sitzen gern die Dummen
weil Dummeit gerne säuft
Ich scheisse auf Frank Williams
ich scheiss auf Jonny Cash
ich scheiss auf Dolly Parton
bei Country wird mir schlecht
Das ist der anti Country Song
das anti Country Lied
jeder der gern Country hört
hat ein kurzes Glied
Wer Country hört ist Kommunist
und treibt es gern mit Schweinen
doch weil er so feige ist
auch nur mit den ganz Kleinen
Ich scheisse auf Frank Williams
ich scheiss auf Jonny Cash
ich scheiss auf Dolly Parton
bei Country wird mir schlecht
Das ist der anti Country Song
das anti Country Lied
jeder der gern Country hört
hat ein kurzes Glied
(c) Walter Moers
18. Januar 2007 um 15:25
Bin sehr gespannt, wer, und wenn, wie ich wen wann morgen zu Gesicht bekomme. Zur Sicherheit werde ich morgens selbst mal in den Spiegel sehen. Wenn da niemand ist oder wenn ein Ast durch mich durch gesteckt wurde, dann sage ich schon mal: Viel Spaß euch noch. Haltet den Blog sauber (für Marco: den Block).
18. Januar 2007 um 15:26
@Marco: Du bist wohl kein Countryfan? Auch nicht von deutschsprachiger Countrymusik? Truck Stop, Johnny Hill, Tom Astor… Ich liebe Jeanshemden mit Fransen!
18. Januar 2007 um 15:29
Mein Blog, meine Postings, meine Kommentare…
18. Januar 2007 um 15:30
Tatsächlich , Ekki, ich erwarte eine Trachtenvorführung von Dir. Den Hut würde ich heute nachmittag aber lieber in die Hand nehmen, wenn Du noch eine frei hast.
18. Januar 2007 um 16:11
Jeanshemd mit Fransen und dazu eine Cowboy-Krawatte. Leider kenne ich die korrekte Bezeichnung nicht. Ich meine diese Lederbändchen mit Silberbrosche oder Kunststofftürkis. Das Hemd muss richtig spannen überm Bauch und der Kopf schön durchblutet sein – mit Stich ins Violett. Erotik auf hohem Niveau.
18. Januar 2007 um 16:20
Yeah, righty-right, gemeint sind die traumhaft schönen Bolo-Ties, die daheim in dem Schrank mit der lustigen Saloontür gleich neben meinen Fransenhemden hängen. Gibt es eigentlich noch richtig urig-rustikale Jeans Shops?
Bolo Shopping USA: http://www.bolotie.com/
18. Januar 2007 um 16:30
Hundertmark auf der Reeperbahn in HH, da kannst Du dich auch gleich westernmäßig gewanden.
http://www.hundertmark.de/
18. Januar 2007 um 16:36
Ja dankeschön, ich benötige aber im Winter Hosen, die auch die Gesäßbacken bedecken. Es kommt sonst möglicher Weise zu schlimmem Gefrierbrand!
18. Januar 2007 um 16:49
Kurze Durchsage: Der Wind hat hier – im steuerbefreiten Roggentin – auf Südwest gedreht und kräftig aufgebrist. Life begins @ 5 bft.
18. Januar 2007 um 16:53
Hoffentlich fliegen die schönen Scheiben nicht aus dem Informatik Center! Das Autokino hat dann heute abend wohl auch zu. Ach Roggentin, deine durchbrausten Industriegebiete schauen mich geheimnisvoll an…
18. Januar 2007 um 17:01
Das InformatikCenter (watch the Binnenmajuskel!) soll man ruhig die Fenster verlieren. Sähe pittoresk aus und würde den Architekturpreis endlich rechtfertigen!
18. Januar 2007 um 18:04
So ein SIV da draußen! … Soeben ist mein Fahrrad weggespült. Es müsste in ca. 10 min am Dobi v erbeischwimmen, dürfte sich da aber aufgrund der geringen Anzahl der Hindernisse wohl kaum länger als 4 min aufhalten … Sollte es jemand sehen, bitte Bescheid sagen.
@ Ekki: Einen Bolotie habe ich auch noch zu Hause (aus meiner Sturm und Drang Zeit), ebenso Stiefelspitzen und Sporen … Yeahhh!
18. Januar 2007 um 18:21
@Gunnar
Wie sieht denn dein Fahrrad aus? Ist es grau (im Dubnkeln) und hat zwei nasse Reifen, dann ist es gerade über die Kröpi geschwommen. Wo hast Du es denn verloren? Da der Wind dreht, kommt es vielleicht wieder zu dir zurück.
Ich würde den Ort der Verlorenheit aufsuchen und einfach warten. Langweilig wird es bestimmt nicht. Es kommen vielleicht noch andere Dinge vorbei auf dem Weg nach Hause.
18. Januar 2007 um 18:25
Ich halte die Augen offen am Doberaner Platz. Bis jetzt kamen nur Straßenbahnen und dicke Frauen vorbei geschwommen.
Bei Paul Hundertmark auf der Reeperbahn habe ich übrigens mal ein Springmesser gekauft. Das zerfiel in meiner Jackentasche urplötzlich in 43 Einzelteile. Seither benutze ich nur noch Löffel oder AK 47.
19. Januar 2007 um 10:19
»Paul Hundertmark« hatte meine schweigsame Nachbarin im Lüneburger Studentenheim immer auf einem Plastebeutel stehen, den sie spazieren führte. Sie trug auch gern bodenlange Staubmäntel und Cowboystiefel. Einmal hat sie mich mitten in der Nacht um zehn Aspirin gebeten. Ich hoffe, es war nichts Schlimmes.
19. Januar 2007 um 12:21
Bei Bedarf kann ich Kontakt zur hiesigen Line-Dance-Gruppe herstellen.
19. Januar 2007 um 12:24
Janee!
19. Januar 2007 um 15:38
[...] Obwohl es an apokalyptischer Vorhersage nicht fehlte, hat Rostock “Kyrill” weitestgehend unbeschadet überstanden. Lediglich ein paar dicke Frauen sind am “Doberaner Platz” vorn übergekippt. [...]
19. Januar 2007 um 15:46
Guten Tag, Herr Czarkowski. Vielen Dank für die Kenntnisnahme! Ihr Buch »Generation Jetta« liegt daheim stets parat und ist immer noch ein Gewinn. Gute Verrichtung und schönes Wochenende.