Anno 1404: Diplomatie mit Schiffchen

Gibt es auch in analog: Strategiespiele.
photo credit: cannykev
Deutsche bevorzugen Strategiespiele und das mit großem Abstand vor anderen Games. Die »Sims« müssten eigentlich Schulzes heißen, würde man ihre größte Zielgruppe angemessen berücksichtigen.
Der Rest der digitalen Welt ballert, dallert und sportelt am Bildschirm, jumps & runs & cheats. Deutsche dagegen bauen Flotten auf, gründen Familien, siedeln Dörfer an und erschaffen Imperien – virtuell, wohlgemerkt! Auch der vierte Teil der erfolgreichen Strategiesaga »ANNO 1404«, ein »Aufbauspiel« von Ubisoft, verkauft sich deshalb in der begeisterten Community wie geschnitten Brot.
Dank »Digital Rights Management« handelt es sich allerdings um eine zweifelhafte Brotsorte mit Zentralverriegelung an der Tüte, denn das System setzt die Registrierung am Lizenzserver voraus. Die Fachpresse musste sich offenbar nicht so umständlich anmelden, denn sie lobt die Pappschachtel mit dem Holzboot drauf über den Klee.
Wofür bleibt unklar, geht es doch hier zum 10.000 Mal um dasselbe Thema: Mit dem Schiffchen herumkutschieren, Diplomatie betreiben, Städtchen bauen und Geld verdienen. Herrgott, wie langweilig!

22. Juli 2009 um 16:26
… ist ja auch anno 1404! Da war die Welt eben noch langweilig
Diese DRM-Geschichte überholt die Internetüberwachungspläne der Bundesrepublik ohne viel Aufsehen zu erregen. Am Ende müssen die Herrschaften in unserem Parlament nur die Daten vom Lizenzserver abschreiben und fertig! Tolle Sache das. Ich kaufe so einen Schrappel jedenfalls nicht … obwohl … meine teuer bezahlten CS-Pakete sind auch schon registriert. Also Jungs und Mädels, ihr müsst bei Adobe abschreiben gehen, eine Hausnummer weiter.
23. Juli 2009 um 15:10
Wie gut das ich solche Spiele nicht verkaufen muss – es wäre mir nicht recht, den Datensammlern Futter für ihre Server zu liefern.
Da spiele ich lieber ‘ne Partie Schach, dann weiß ich wenigstens gegen wen ich verloren habe.