©hofschlaeger/Pixelio

©hofschlaeger/Pixelio/www.pixelio.de

Was gibt es Schöneres, als ein frugales Mahl, dazu kühles Export und eine Zigarre hinterdrein? Wenig, wenn man mich fragt. Doch mittlerweile dominieren die Gesundbeter und Vitaminjunkies den öffentlichen Raum mit ihrer langweiligen, ewig gleichen Botschaft von der heiligen Volksgesundheit.

Spargeldürre Bleichgesichter, denen die Lebensfreude gänzlich abhanden gekommen zu sein scheint, melden sich überall mit religiösem Eifer zu Wort. Sie bestimmen anhand von Tabellen, Blutwerten und Indexen, was gut und was schlecht für uns ist.

Da steht Passivrauchen plötzlich auf einer Stufe mit einem Giftgasunfall und wer selber raucht, wird zum Giftmörder auf Raten. Fett- und Zuckerhaltiges gilt bei uns als ebenso schädlich, wie im Morgenland der außereheliche Geschlechtsverkehr. Alkohol- und Tabakwerbung sollen aus dem öffentlichen Raum genauso verschwinden, wie die Konsumenten dieser lebensgefährlichen Genußmittel.

Was bleibt uns noch, wenn alle Restrisiken aus der Vollkasko-Republik verbannt sind? Am Ende steht der sterile Vernunftmensch, dessen ganze Leidenschaft seinem schier endlos erscheinenden Leben gilt. Langweilig!