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Rostock ist für manches kritisiert worden: Nazis, gedopte Radfahrer und hohe Mieten. Der Weihnachtsmarkt, größer als jeder andere im Norden, blieb bisher ungescholten. Nun erfuhr er einen argen Rempler durch einen gewissen “Edo”, der für die Frankfurter Allgemeine Zeitung bundesweit Meinungen zum Besten gibt. In seiner Glosse vom 20. Dezember rügt der den Markt für die angebliche Mißachtung der guten Sitten.

Am Totensonntag, so bollert der Journalist, “…fraßen und soffen die Leute…” auf Rostocks Weihnachtsmarkt, “…was das Zeug hielt”. Eine glatte Falschmeldung, denn der war an diesem Tag selbstverständlich geschlossen. Wahrscheinlich konnte “Edo” diese Tatsache aber aus Zeitgründen nicht mehr verifizieren, geschweige denn den eigenen Text lektorieren, so sehr drückte ihn wohl die Tinte. Der letzte Satz des Artikels lautet entsprechend verwirrt: “…Aber es muss aber ein sehr vernünftiger Mann gewesen sein.” Vielleicht, vielleicht auch nicht.