Force Attack unter Beschuss
Force Attack, das größte Punkfestival Europas, findet Jahr für Jahr ganz in der Nähe Rostocks statt. Jetzt versuchen die dörflichen Gemeindevertreter, dem internationalen Großereignis der besonderen Art endgültig den Garaus zu machen.
Landwirt Blendermann, dem der Klingendorfer Grund gehört, auf dem das legendäre Festival in diesem Jahr stattfinden soll, versteht die Welt nicht mehr. Immerhin verkauften die Dorfbewohner Behnkenhagens – dort fand das Event bisher statt – den vielen Punks, die aus aller Welt anreisten, auch gerne mal Bier und Gulaschsuppe über den Jägerzaun!
Eigentlich geht es den Würdenträgern, die selbst während der letzten Weihnachtsmesse in der Dorfkirche mit ihren Unterschriftenlisten gegen das Festival Druck machten, wohl nur ums liebe Geld: Veranstalter Sonnevend soll nach einer gerade für ihn ganz persönlich erlassenen Vergnügungssteuer zusätzliche 20 Prozent seines Gewinns in den Gemeindesäckel abführen. Daneben wurde eine ganze Kanonade weiterer amtlicher Forderungen auf ihn abgefeuert – wohl in der stillen Hoffnung, dass er die nicht alle erfüllen kann.


25. Juni 2009 um 08:54
Und wenn die Bunten erst einmal wech sind und nicht wiederkommen, dann heulen sie rum.
25. Juni 2009 um 09:00
Dann kann alles seinen gewohnten Gang gehen: Fördermittel vom Land anfordern, eine Kulturgründungsinitative mit bestalltem Haushalt einsetzen und ein Punkmuseum mit Senioren- und Behindertenparkplatz einrichten. Man muss doch was tun für die jungen Leute, ist ganz wichtig!
25. Juni 2009 um 10:17
moin moin,
da hat der autor aber ein paar sachen völlig in den falschen hals bekommen. das festival fand die letzten jahre in behnkenhagen statt, dieses jahr soll es aber in klingendorf, nahe kavelsdorf stattfinden! und dieses neue gelände in klingendorf gehört bauer blendermann. und auch die gegenaktionen wie oben angeführt z.b. die weihnachtsmesse, fanden in klingendorf bzw. kavelsdorf statt.
egal: bauernland in punkerhand ;O)
25. Juni 2009 um 10:24
Uuups, danke für den Hinweis! Finde es jedenfalls sehr tragisch, immerhin eine echte Institution, wenn auch nicht im Sinne des Deutschen Beamtenbundes.
25. Juni 2009 um 18:28
@ soll nach einer gerade für ihn ganz persönlich erlassenen Vergnügungungssteuer zusätzliche 20 Prozent seines Gewinns in den Gemeindesäckel abführen.
So ist das, wenn Politiker darüber entscheiden, was denn nun die richtige Jugendkultur ist. In Hamburg wurde vor Jahren der G Move (so na Art Love Parade) mit dem Satz untersagt, “Diese Verantaltung paßt nicht zu Hamburg”.
Witzig finde ich es trotzdem, das ein paar oft muffig riechende und gerne schnorrende Bürger der Europäischen Union abgezockt nun werden. Mhh, wirklich gemein, gerade für diese Klientel.
25. Juni 2009 um 18:34
Tja, Herr Richter: Egal, ob ein Atomkraftwerk gebaut oder ein Punkfest geplant wird – unternehmerische Eigeninitiative, die sich staatlicher Planungswut entzieht, sorgt in Deutschland für Misstrauen bei der Verwaltung ebenso wie bei einem Gutteil der Bevölkerung. Ungesteuerte Aktivitäten werden hierzulande stets gerne mit dem Gesetzbuch erschlagen. Sicher ist sicher!
25. Juni 2009 um 21:49
Klingendorf/Kavelstorf braucht kein Force Attack Festival! Wo liegt denn euer Problem wenn die Menschen der Gemeinde gegen dieses Festival sind und Unterschriften sammeln? Wenn die Mehrheit gegen so ein Festival ist sollte man dies respektieren und sich ein anderes Gelände suchen ! Hätte dort eine Veranstaltung der rechten Szene stattgefunden (wie geschehen 2007 auf Blendermanns Grundstück) dann hätte keiner von euch etwas gegen eine Unterschriftenliste gehabt, diese sogar befürwortet ! Allerdings kann ich es jetzt schon wieder hören ” Das ist ja auch was ganz anderes , da geht es ja um Nazis und sowas muß man ja auch nicht haben”. Richtig, Nazis muß man auch nicht haben, aber da wäre eine Unterschriftenliste bzw. ein da gegen sein gerechtfertigt und im Fall Force Attack wiederum nicht?!
26. Juni 2009 um 08:00
Soweit ich es aus eigener Erkenntnis sagen kann (ein einmaliger Besuch im Jahre 2008, der leider mit einer schweren Lebensmittelvergiftung endete), geht es beim Force Attack Festival zwar asozial, stockbesoffen und völlig chaotisch zu, aber im wesentlichen gewaltfrei. Diese Leute sind nicht im entferntesten meine Freunde, aber sie haben ein Recht auf ihren Lebensstil.
Im vergangenen Jahr fiel ein Punk von einem Traktor vor diesen Traktor und wurde überfahren. Das ist ein großes Unglück, aber kein Akt der Gewalt…
Das Problem der rechten Szene ist ihre massive Gewalttätigkeit. Es geht mir um die Tatsache, dass sie sich durch ihren Hass auf andere definieren und ihr Tun politisch legitimieren. Wer so etwas – links oder rechts – tut, gehört ins Loch!
Beamtete Wohlstandsanarchisten, geistloses Prekariat und autoritär sozialisierte Pseudonazis muss eine liberale Gesellschaft einfach ertragen oder, wenn möglich, eingemeinden. So lange sie außer sich selbst niemanden schädigen!
3. Juli 2009 um 15:42
Es ist immer ein zweischneidiges Schwert, die Besucher der Force Attac sind natürlich ein eigenes Völkchen, aber wie auch in vorherigen Kommentaren schon erwähnt keinesfalls gewalttätig.
Als Bürger von Klingendorf hätte ich natürlich auch bedenken, aber man kann etwas ja nur verurteilen wenn man es kennt.
Es gibt viele Beispiele da freuen sich inzwischen die kleinen Orte schon auf die Veranstaltungen, man denke da nur an Waacken in Schleswig Holstein, welches weltweit berühmt und inzwischen sogar mit eigenem Kinofilm bedacht wurde.
Als Einwohner sollte man erstmal positiv dem Gegenüber stehen und versuchen das Beste daraus zu machen. Es ist 1 Wochenende auf dem mal vieles neue Kennenlernen kann und vielleicht auch ein lukratives Geschäft tätigen kann.
Seit einfach mal offen und entdeckt das Neue.
4. August 2009 um 19:16
Blendermann, Du bist der letzte Bauer, ich weiß noch deine Sprüche, was Punks angeht, dass sie der letzte Abschaum seien, son Pack würdest Du dir nie aufen Hof holen und dann der Spruch, nur Deutsche kommen auf mein Hof, erst lässt Du Kategorie C bei dir spielen, laut Medien Naziband, Du wolltest noch mehr rechte Bands auf deinen Hof lassen, Blendermann, kann man von heut auf morgen seine politische Meinung ändern, aber Hauptsach, Geld in der Tasche, egal von wem, rechts oder links wa, Deine Sprüche, jetzt kommen sie alle, Scheißzecken, Ausländer raus, Punks sind Abschaum, und du wählst die NPD hast Du gesagt, Affe. Was hast zu den Linken gesagt, bestimmt das Gegenteil. Verpiss dich, Du ASSI!