>>NEW: NAKED BISON INSIDE!

Der Rostocker Zoo hat ein bezauberndes Image: Schicke, poppige Plakate, frugales Fundraising, ulkige Animationsfilme und ein charismatisches Management. Gestern war ich zum ersten Mal da. Der Zoo ist wirklich gewaltig groß: Die Fläche hätte auch für eine Filiale des Hardy-Krüger-Nationalparks gereicht, wenn unsere frei laufenden Tauben und Igel nur nicht so furchtbar langweilig wären. Zum Glück gibt es hier ja allerhand eingeflogene Elefanten, Eisbären und Affen. Besonders gefiel mir ein zweihundert Pfund schwerer Bonobono-Primat mit Zwölfer Dioptrin aus den mecklenburgischen Urwäldern, der in einem kleinen Kiosk untergebracht ist. Herrlicher Bursche!

Grundsätzlich stimmen mich Tiere in Zoo und Zirkus ja eher melancholisch, doch der Rostocker Zoo hat weit mehr zu bieten: Einen Weihnachtsmarkt mitten im Februar! Unter dem Motto »Winterzauber« waren hier Glühwein- und Geschenkbuden rund um einen leuchtenden Christbaum drapiert, der in einem illuminierten Stern von Bethlehem gipfelte. Im Hintergrund hörte man die romantischen Instrumentalversionen von bekannten Weihnachtsliedern. Glühweinselig und Bratwurst kauend standen wir um den prachtvollen Baum.

Bis zum 18. Februar lief diese Aktion, also leider nur bis gestern. Kein Grund zum Trübsal blasen, denn eine rustikale Hütte zur Ostereierbemalung gibt es ja zum Glück auch schon: The Show must schließlich go on!

P.S.: Noch ein Nachtrag – unten stehendes Bild wurde mir von einem Leser zugesendet, der gestern ebenfalls im Zoo war und zufällig am Bisongehege seine Familie fotografierte, als Folgendes geschah:

Wisent