Games: Pro Evolution Soccer 2009
Nicht nur, dass Vati die teure Playstation 3 ins Kinderzimmer stellen muss, jetzt soll das Biest auch noch gefüttert werden – zum Beispiel mit »Pro Evolution Soccer 2009«. Schon wieder ein Fußballspiel für über 50 Euro im Abverkauf! »PES 2009« kann Luftwiderstände, realistische Ballphysik und vermutlich auch Ronaldos Harndrang simulieren. Noch mehr tolle Neuigkeiten?
Im »Become a Legend«-Modus kann es der Stubenhocker mit Ballgefühl als Einzelspieler zum Superstar der Konsolenwelt bringen… Ich dachte immer, Fußball wäre ein Mannschaftssport, oder sollen wir alle mal wie die Brasilianer enden – elf selbstverliebte Künstler auf dem Platz, ohne jeden Sinn für Teamgeist? Fragen über Fragen: Wieso gehen die Kinder heute eigentlich nicht mehr zum Bolzen in den Garten? Die handgenähte Pille kostet 19,90 Euro nach Steuern und hält bis zum Abi. Viel Spaß!


25. Oktober 2008 um 16:52
Mit 50 Euronen kommt Vati aber nicht weit. Es sind wohl eher 60-70 Punkt auf den Tisch zu legen.
26. Oktober 2008 um 17:15
Warum nicht mehr soviel draußen gebolzt wird? Weil die Fraktion jener Spießer, denen lachende Jugenliche und Kinder ein Leid sind, stark zugenommen hat, und fast eine Mehrheit stellt. Die Minderheit Jugend hat jedenfalls keine Chance.
27. Oktober 2008 um 09:37
Tragisch, das alles. Spätestens im Januar gibt es das Spiel dann für 40 Euros im Grabbeleckchen. Die Minderheit Jugend braucht wirklich Schutz – allerdings nicht in Form von 999 neuen Medienformaten pro Woche, sondern durch Geld und vielfältige Möglichkeiten. Interessenvertreter von ADAC, Beamtenbund und Seniorenverbänden pullern ein, sobald sie auch nur eine Mark weniger sehen. Der Nachwuchs hat leider keine so schlagkräftige Lobby. Ursula von der Leyen kann ja nicht überall sein!
27. Oktober 2008 um 11:27
Vor der Frau hab ich Angst.
27. Oktober 2008 um 12:31
Brauchst Du nicht! Sie vermehrt sich zwar wie durch Pollenflug und ernährt sich ausschließlich von kinderlosen Yuppies, aber ehrbare Kindsväter wie Du und ich stehen unter ihrem ministeriellen Aufprallschutz.
28. Oktober 2008 um 13:24
Peng peng.
29. Oktober 2008 um 10:35
@ Vlaic: Stimmt, habe ich auch beobachtet. Sieht man heute noch Kinder »auf der Straße« spielen, oder mit Kreide malen? Selten. Ein Bordsteinkantenspiel, bei dem man den Ball auf den gegenüberliegenden Bordstein wirft, kennt heute niemand mehr. Geht übrigens auch nicht mehr, da die Bordsteine abgesenkt sind oder gar ganz fehlen, weil für einen Gehweg kein Geld mehr da war und stattdessen das preisgünstigere Schild »Verkehrsberuhigter Bereich« installiert wurde.
Ich schlage vor: wetterfeste Gameboys fest am Holzwachturm auf dem Spielplatz installiert, kann für eine gewisse Belebung sorgen und hat den angenehmen Nebeneffekt der Gesundheitsvorsorge für unsere lieben Kleinen.
29. Oktober 2008 um 10:52
Gute Idee, dann aber bitte gleich ein richtiger Media Overkill: Einen PREMIERE-Bundesligaterminal am Elternbänkchen, mit Touchscreen und Schlitz für EC-Karteneinzug. Dann noch Wii-Konsolen statt echten Rutschen und fertig ist der virtuelle Lack!