Gegen Rostocker September

Sieht gut aus, aber die anderen klingen einfach besser.
Lalala, Bacardi Rahamm… Bacardi steht bereits seit einigen Jahren nicht mehr nur für allerfeinsten Rum – hallo, Havana Club-Fans – sondern auch für eine Serie besonders geglückter Musikcompilations. Jetzt beschenkt uns die traditionsreiche Distille mit der B-Live, einem edlen Doppelalbum, das mit einem furiosen »Best of« internationaler Clubsounds aufwartet.
Berühmtheiten aus Latin und House gaben sich im Studiokeller der Bacardiwerke ein Stelldichein, um ihre schönsten Tracks zwischen den dampfenden Abfüllanlagen einzuspielen. Dabei muss der schwarze und weiße Rum in Strömen geflossen sein, denn jede der beiden CDs sorgt für echte Hochstimmung!
Für CD Nummer Eins zeichnet Chrissi D verantwortlich – übrigens weder verwandt noch verschwägert mit Deutschlands Detlev D. Sie liefert ein äußerst fluffiges, rundes Produkt ab, das sofort richtig gute Bacardilaune verbreitet.
CD Nummer Zwei wurde von House-Spezialist Fedde le Grand kompiliert, der mit süffigen Housetunes organisch an Chrissis geschmeidige Vorlage anschließt. Auch visuell und haptisch ist B-Live ein rechter Volltreffer: Der goldbraune Doppelwhopper mit Riffeloptik ist ein Augenschmaus im Regal und sei schon deshalb jedermann empfohlen.

11. September 2007 um 14:21
Tja, viele Dinge die Ihren Ursprung auf Cuba haben, sind haptisch und visuell ein Volltreffer.
12. September 2007 um 13:45
Mit Cuba assoziiere ich eine Menge Klischees. Karibisches Klima, schöne klassische Autos, noch schönere Frauen und immer ein Glas Rum in der Hand. Herrlich. Doch die Realität sieht anders aus. Devisenbeschaffung durch Massentourismus. Und nachdem ich Fidel im Adidas Jogger gesehen habe sind auch die letzten romantischen Hoffnungen verflogen.
Da schenke ich mir doch lieber ein Glas ein, lege die CD ein und schließe die Augen. Jetzt ist Cuba wieder so wie ich es mir erträumte.
12. September 2007 um 14:01
Was hattest Du denn für romantische Hoffungen, dass Herr Castro ein Che Guevarra T-Shirt drunter hat? Der Onkel muss wohl mal ernst werden? Kuba hat vor allem einen brutalen Geheimdienst und unterdrückt alle freiheitlichen Bestrebungen. Amnesty International ist ständig mit dem Land befasst, das komischer Weise immer noch diesen romantischen Revolutionsmythos besitzt. Ende der reaktionären Predigt. Aber die Leute da müssen einfach nett sein: Zigarren, Rum, schöne Musik und Sonnenschein, juchee!