Goodbye, DJ Mehmet!

Im Herzen des Bösen: Allianz Arena, München.
Ex-Fußballer Mehmet Scholl hat es nicht immer leicht gehabt: Während seiner gesamten Karriere von mehr oder weniger schweren Verletzungen geplagt, stellte die Musik für den sensiblen Karlsruher einen ständigen Quell von Trost und Energie dar. In München und Umgebung ist er seit vielen Jahren auf Gigs auch kleiner und noch unbekannter Bands anzutreffen, die er stets nach Kräften unterstützte.
Kein Wunder also, dass zum Ende von Scholls aktiver Spielerlaufbahn eine Doppel-CD mit seinen Lieblingsliedern erschien. Die Release Party fand übrigens anlässlich der Kinopremiere eines halbdokumentarischen Films statt, der Scholls Leben eindrucksvoll in Szene setzt.
Der dienstälteste und mit fünfzehn Titelgewinnen erfolgreichste Spieler des FC Bayern stellte den Soundtrack des Streifens zusammen. So entstand eine Compilation, die von viel Fachkenntnis auch abseits des Platzes zeugt: Rare Insidertracks von Beirut und den HushPuppies, aber auch Mitsingtaugliches von Hildegard Knef und ein Kultklassiker von Velvet Underground haben es in den Mix geschafft.
Die Sportfreunde Stiller reüssieren mit »Dem Fritz sein Wetter«, The Decemberists stellen ihre »Sons and Daughters« vor und Peter, Björn and John entführen uns nach »Amsterdam«. Zurück im verregneten München heißt es dann Abschied nehmen von unserem Mehmet. Da kommt beinahe so etwas wie Wehmut auf und fast könnte einem der FCB jetzt sympathisch werden: Fast!

10. September 2007 um 15:38
Um Umsatz zu generieren ist manchen Leuten alles Recht. Pfui Spinne!
10. September 2007 um 15:40
Naja, auf jeden Fall besser, als sich von den Puhdys besingen zu lassen. Burps!
11. September 2007 um 09:35
Es gibt eine Menge Bands mit denen im Nachhinein keiner etwas zu tun haben möchte. Die Puhdys gehören sicherlich auch dazu. Schlimmer finde ich aber noch Herrn Engler und seine Puristen.
11. September 2007 um 09:42
Komm mit mir ins Abenteuerland, auf eine kleine Reise, sie kostet den Verstand… Der Hartmut Engler ist Schwabe mit Vokuhila und Häuschen im Neubaugebiet – äußerlich mittlerweile nicht mehr, aber mental garantiert weiterhin!
11. September 2007 um 14:02
…kostet den Verstand.
das sagt doch alles.
11. September 2007 um 14:09
…diese Mentalität erinnert mich etwas an den typischen Fantasy-Rollenspieler meiner Jugendzeit: Kassenbrille, Bausparvertrag, aber im Nibelungenwald den wilden Watzmann spielen! Quasi das Spiel zur CD.