Hansas Höllenfahrt
Ist es tatsächlich möglich, dass Hansa Rostock demnächst gegen Dorftruppen à la Sandhausen und Konsorten spielen muss? In einem offenen Brief fordern Hansa-Fans jetzt den Rücktritt der Herren Grabow, Gawlack und Skambraks, denen sie einen Großteil der Verantwortung an der Krise zuweisen. Hansas neuer Manager Rydlewicz – nach dem Rauswurf Maronns – hat inzwischen Trainer Eilts ein Ultimatum gesetzt, ohne es auszusprechen: Das Spiel am Freitag gegen St. Pauli ist das Endspiel für Eilts. Hopp oder Topp!


3. März 2009 um 09:50
Duisburg hat gestern abend wieder gezeigt, wie man eine Talfahrt umkehrt. An ihrem Tiefpunkt haben die konsequent eine starke Truppe zusammengestellt (und keine Vorruheständler reaktiviert), einen tollen Trainer geholt, der durchgreift, und die Fans hatten zur rechten Zeit den rechten Druck gemacht… Die jüngste Provinzposse in Rostock ist doch nur beinlich, aktionistisch wird mal der Manager ausgetauscht, wenn nix besseres einfällt. Vielleicht liegt es ja auch am Platzwart, Busfahrer oder Kartenabreißer… Meine Segel sind schon auf Halbmast gesetzt. Reise, Reise, Hansa!
3. März 2009 um 10:44
An mir liegt es jedenfalls nicht.
Was heutzutage immer für wesensfremde Konsequenzen gezogen werden ist bezeichnend für diese Zeit. Manager rausschmeißen (mit Abfindung natürlich), Trainer entlassen ….
Wie soll eine Mannschaft, die keine ist, zu einer werden, wenn man ihr nicht die Zeit lässt, zusammenzuwachsen, wenn man sie nicht motiviert und wenn man außerdem keinen Druck ausübt. Ich weiß leider nicht, welchen Druck die Jungs überhaupt “aushalten” müssen, immerhin gelten die meisten Verträge vermutlich nur für die 2.Liga. Das Risiko ist eben überschaubar, gleich dem eines Lehrerberufes. Einmal drin, wirst Du herumgereicht. Raus aus dem System kommst Du nur im äußersten Notfall. Dass sie ein wenig Verantwortung tragen, ist denen sicherlich nicht bewusst oder einfach nur egal.
3. März 2009 um 11:40
Recht hat er! Wieso sollen Söldner Verantwortung für einen Verein übernehmen? Die kennen höchstens Verantwortung für Ihren Gehaltszettel, das ist der einzige Ansatz: Leistungslohn bzw. Erfolgshonorar zu jedem Spieltag, sonst nix!!!
“Manager rausschmeißen” ist auch ein gutes Stichwort. Ist ja zurzeit neben “Verstaatlichung” der Gedanken-Hit. Ist HANSA der Zeit also voraus? Ich habe noch von keiner heruntergewirtschafteten Bank gehört, dass die mal fix den Manager gegen einen ehemaligen “Kundenbetreuer” ausgetauscht hätten. So gesehen ist mir HANSAs innovatives Vorgehen sogar wieder sehr sympathisch. Was allerdings, wenn der in Frage gestellte Manager schon früher hinterm Schalter gesessen hat? – Ach, das führt jetzt zu weit…
3. März 2009 um 18:56
Wieso is’ n die 3. Liga die Hölle? Ist es da nicht viel netter und gemütlicher? Treffen sich da nich noch Fußballer die Spaß am Spiel haben?
3. März 2009 um 20:01
Auch wieder wahr! Obwohl ich gehört habe, dass es da richtig zur Sache gehen soll. Die Fanschlägereien sind zumindest um einiges interessanter
Von den Herren Spielern scheint davor aber niemand Angst zu haben.
4. März 2009 um 09:30
Es müsste schon ein kleines Wunder geschehen, wollte man das Steuer noch herumreissen. Und natürlich sind die Fans in der dritten Liga wohl hauptsächlich klassische Fußballfans – in den Ligastadien dagegen geht es ja mittlerweile gutbürgerlich zu – dahin kann man inzwischen auch Kinder mitnehmen.
4. März 2009 um 10:45
Dieses Spiel verkommt immer mehr. Früher ist man noch ins Stadion gegangen, um ein wenig Ruhe vor der Familie zu haben, heute dagegen nimmt man sie mit. Wo soll das nur hinführen? Das grenzt ja an Selbstkasteiung. Werden wir irgendwann auch keine Schlachtrufe mehr hören, sondern leise Bitten aus Reihe 10, Platz 6? Der Herr hat schließlich den Gesprächsball gefangen. Werden die Spieler anfangen zu heulen und auf dem Rasen zusammenbrechen, wenn man so etwas sagt wie: “Nun lauf doch endlich Du Flasche!”? Ich versteh die Welt nicht mehr
4. März 2009 um 13:37
Meinen G-Jugend-Jungs sagen wir immer, dass es gar nicht darauf ankommt zu gewinnen, sondern Spaß am Fußballspielen zu haben. – Wenn das bei den großen Hanseaten auch in den Köpfchen steckt sollten sie bei der nächsten Pleite doch wenigstens lächeln.
5. März 2009 um 09:38
Man wird sehen. Originalzitat Eilts zur Bedeutung des Freitagsspiels: »Siegen oder Fliegen!« Ohne ihn ging es aber meiner Erinnerung nach auch nicht besser. Bin etwas beleidigt ob der Ehrverletzung meines ehemaligen Spieleridols Dieter »Staubsauger« Eilts, der fast fünfzig Jahre für Werder Bremen den rückwärtigen Raum aufrollte. Du bist ein Guter, Dieter!
9. März 2009 um 19:06
Hopp oder Topp?
Bitte nicht Topp. Und schon gar nicht Möller!
Immo hat es Hansa wahrlich schwer.
Die Führungsriege hat weder Arsch noch Eier.
Die Spieler kennen sich teilweise kaum ein paar Monate und haben auch bei den Positionen ein paar Probleme.
Und die Fans? Und nicht ganz bei sich.
Beim letzten Heimspiel gegen Ahlen standen dem Vernehmen der Hälfte der “Besucher” nicht nur 11 Ahlener in der gegnerischen Hälfte, sondern auch die Pauli-Stammelf. Nur so ist es zu erklären, das es ein halbstündiges Konzert der Hassfans ähh… Hansafans gab, die das einzeilige Lied “Scheiß Sankt Pauli” sangen.
Nicht schön, weder fürs Auge noch für Ohr.
Aber ansonsten ist doch alles toll.
PS: Habe gerade eine Person gesehen, die ihren Regenschirm weggeworfen hat. Und nach jedem Regenschauer entdecke ich etliche Schirme in Mülleimern. Warum entsorgen die Menschen meist ihre Schirme wenn es regnet? Weil sie nass sind? Hat jemand schon mal Hunde in Mütttonnen gesehen? Oder Autos? Oder Boote? Bei Booten bitte melden, vorzugsweise mit Segel. Danke