Jean-Claude van Damme!

photo credit: bluelephant
Jean-Claude van Damme ist Belgier, Kampfsportler und ein fast erloschener Hollywoodstar mit übler Drogenkarriere: Schlimmer kann es kaum kommen, möchte man meinen! Sein filmisches Gesamtwerk zählt wohl zum Trashigsten und Engstirnigsten, das die Traumfabrik je hervorgebracht hat.
Van Damme´s legendären Kinoerstling »Bloodsport« variierte er sein ganzes berufliches Leben lang in unzähligen Versionen, die mal im Weltraum, mal im Gefängnis und mal im Wilden Westen spielten. Er kämpfte auf der Leinwand – oh Wunder – um seine Ehre, seine Frau oder sein Leben. Dabei benutzte er stets nur einen einzigen Gesichtsausdruck.

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Damit ist nun offenbar Schluss: In »JCVD« (Jean-Claude van Damme) zeigt sich der große Einzelkämpfer plötzlich von anderen, gänzlich unerwarteten Seiten. Mal ist er frustriert und selbstironisch, dann wieder traurig, desillusioniert, entnervt, verzweifelt oder sogar reflektiert…
»JCVD« ist ein toller Film voller Rückblenden, Farbfilter und Finten. Er besitzt einen bisher im Kampfsportgenre völlig unbekannten Realismus. Ach so: Gekämpft und böse geguckt wird natürlich trotzdem. Das gehört schließlich dazu!

12. August 2009 um 09:26
Der Trailer verspricht viel! Ob er das auch halten kann?
JCVD
12. August 2009 um 09:35
Der amerikanische Trailer ist extrem auf Action getrimmt, der Film selbst ist viel melancholischer und vielschichtiger. Lohnt sich wirklich, gibt es seit längerem auf DVD.
12. August 2009 um 14:24
Muss ich unbedingt schauen! Danke für den Tipp!
12. August 2009 um 17:23
Offizielle Homepage des Films:
http://www.jcvd-derfilm.de/
12. August 2009 um 20:02
@ Ekkard: Ein dickes Dankeschön für Deine dufte Filmempfehlung. Ich bin gerade mit Anschauen fertig. Und auch wenn man so kurz nach dem Abspann die Eindrücke erst sacken lassen sollte, komme ich um einen fixen Kommentar nicht drumrum.
Ist ja wohl der absolute Hammer der Film. Der kommt gleich mit in meine persönliche Bestsellerliste. Am Genialsten finde ich die Stelle, in der JCVD diesen Move in Sitzposition hoch über die Kulisse macht. Zuerst dachte ich, was soll den der Scheiß. Aber das Ganze hatte so viel Tiefgang und es hat die Handlung keineswegs unterbrochen oder gar zerstört. Für mich war JCVD bis heute gleichgesetzt mit dem Jack Norris. Das bezieht sich auf die Schauspielkunst und die daraus resultierenden endlosen Witzearien. Sprich, nicht gerade einer meiner Lieblingsschauspieler. Hierfür allerdings hat er sich meinen Respekt verdient. So – Fertsch. Nächster!
13. August 2009 um 13:48
@Maddin: Der Typ heißt Chuck Norris! Wenn der mitbekommt, dass Du ihn meintest … bekomme ich Deinen neuen Rechner?
13. August 2009 um 15:02
ups … Chuck off … ich meine Fuck off.
13. August 2009 um 15:06
Ja, das war auch so einer: »Invasion U.S.A., McQuade – Der Wolf, Cusack der Schweigsame…« Alles echte Genre-Highlights!
14. September 2009 um 01:46
Ich finde den Film auch sehr gut. Habe deinen Blog über Google gefunden, als ich JCVD und Blog eingegeben habe.
Jetzt habe ich ihn mir auch angeschaut und bin echt begeistert.
Danke!
Beste Grüße,
Henning
14. September 2009 um 07:43
Hallo Henning, freut mich, dass er Dir gefallen hat. Ich erwarte nun auch sozialkritische Autorenfilme von Chuck Norris und Michael Dudikoff. Mal abwarten, ob es was wird.
1. Oktober 2009 um 16:44
witzig ist er schon, dieser film. der “über sich lachen”-humor zieht auch. story ist ein bisschen einfältig finde ich, aber zum glück nicht zu stark über den leim gezogen.
ein sozialkritischer autorenfilm ist das aber nicht.
1. Oktober 2009 um 16:47
Das wäre ja auch schrecklich, oder? Nichts gegen den wichtigen, sozialkritischen Autorenfilm – aber alles zu seiner Zeit und am rechten Ort.