Kabul und Liebe
Gerade war Johnny Gads „Mandelaugen am Hindukusch“ noch ein Gerücht, schon soll es auch erscheinen. Der Redaktion von Blog8 wurde soeben – aus den Reihen eines großen Verlages – ein Entwurf für den künftigen Buchtitel zugespielt. Offenbar ist auch eine DVD mit dem Burkasexfilmklassiker »Burkaholic Lasziv« beiliegend. Bereits zu Weihnachten soll das Werk von Gad im Handel sein. Wir dürfen also gespannt sein!


15. Juni 2007 um 16:10
Wenn ich ehrlich bin, habe ich das Buch tatsächlich für ein Gerücht gehalten. Es war nirgendwo zu bekommen und den Autor kannte auch niemand. Aber der Einband überzeugt mich nun völlig. Dieser herrlich gewebte Kelim mit den niedlichen kleinen Burkagespenstern und den putzigen Kalaschnikows passt wie der Daumen zur Panzerfaust. Und die beiliegende DVD schenke ich meinem lieben Mann zu Weihnachten.
15. Juni 2007 um 18:39
Leider weiß man beim Herrm Lück nie, wat nun Montage ist und wat nicht.
15. Juni 2007 um 18:54
Schätze auch dass es eine Montage ist, die uns da zugespielt wurde. Es soll weitere Covervarianten geben, der Erscheinungstermin ist aber unter Dach und Fach. Leider war unser Kontaktmann im Verlag heute nachmittag nicht mehr zu erreichen…
15. Juni 2007 um 22:24
@ Es war nirgendwo zu bekommen und den Autor kannte auch niemand.
Autor und Bücher sind schon sehr speziell. Die kurze Biografie hab ich mit einiger Mühe gefunden.
Johnny Gad (sprich Gäd, 09.05.1969 in Rostock) ist ein ehemaliger Berufssoldat der als Schriftsteller und Weltreisender eine gewisse Berühmtheit erlangte.
Frühe Jahre
Johnny Gad wurde in Rostock als drittes Kind einer deutsch-polnischen Familie geboren. Sein Vater gehörte dem niederen polnischen Landadel an. Seine Mutter entstammt einer bekannten Mecklenburger Kaufmannsfamilie. Nach Abschluss der 10.-klassigen polytechnischen Oberschule in Rostock begann Gad eine Ausbildung zum Zimmermann die er aber nach wenigen Monaten abbrach. Es folgte der Versuch einer weiteren Ausbildung, diesmal zum Tänzer. Dieses ebenfalls nicht erfolgreiche Vorhaben führte dann zu einem Engagement beim DDR Rundfunk. In der Sendung “Rund” gestaltete J. G. in den Jahren 1984 bis 1986 die Rubrik “Breakdance”. Die sehr erfolgreiche Rubrik begründete auch seinen Ruf als Sexsymbol – ein Ruf, der sich auch in der homosexuellen Szene der DDR verfestigte. Aus dieser Zeit stammen auch die nie verstummenden Gerüchte um eine angebliche Homosexualität. Nach Aussage seines Verlages entbehren diese Gerüchte aber jeder Grundlage. 1986 flüchtete J. G. aus der DDR.
Militärische Laufbahn
Nach seiner Flucht aus der DDR holte J.G. auf dem Berlin Kolleg das Abitur nach. Ein Schulausflug nach Straßburg bei dem J. G. ein dort ansässiges Rekrutierungsbüro der franz. Fremdenlegion besichtigte, führte dann zu der Entscheidung eine militärische Laufbahn einzuschlagen.
Am 18.12. 1989 trat J.G. trotz nicht vorhandener militärischer Vorkenntnisse (fehlender Wehrdienst) in die Fremdenlegion ein. Die Grundausbildung absolvierte J. G. in franz. Guayana. Von 1991-1994 war J. G. in Afrika stationiert wo er an zahlreichen militärischen Einsätzen (u. a. in Ruanda) beteiligt war. Für seine außergewöhnliche Tapferkeit würde J. G. mehrfach ausgezeichnet. Johnny Gad ist u. a. Ritter der Ehrenlegion und Träger des britischen Distinguished Service Cross (DSC).
Karriere als Schriftsteller
Nach Beendigung der militärischen Laufbahn folgten nach eigener Aussage die “Jahre der Wanderschaft” in denen J. G. durch Asien, Afrika und Asien reiste. Die Erlebnisse dieser Zeit aber auch die Erfahrungen in der Fremdenlegion verarbeitete J. G. in einigen ersten Kurzgeschichten. Es folgten einige Romane und Essays, die sich nach Kritikermeinung aber nicht durch besondere Tiefe auszeichnen.
Bibliografie
Der einsame Legionär
Mandelaugen am Hindukusch
Liebe am Mekong
Liebe am Ganges
Liebe am Nil
Liebe am Amazonas
16. Juni 2007 um 13:36
Unser Kontaktman überreichte mir heute Nacht einen Zweitentwurf für das Cover des schon jetzt legendären Reisebuches Gad’s. Nach heftigen Protesten soll das Burkamuster mit MG-Motiven, Eierhandgranaten und Frauen in der Landestracht einer »freundlicheren« Abbildung mit spielenden Kindern weichen. »Zu brutal« war das Fazit der verlagsinternen Diskussion…
18. Juni 2007 um 07:04
Liebe Kinder, ich habe mal etwas ganz ähnliches erlebt, als ich zur Weihnachtszeit bei meiner Mutter durchs Küchenfenster lugte. Wie Herr Lück, so war auch mein Vati damals auf Montage in der Ostzone und konnte mir nicht die Räuberleiter machen.
Ich musste deshalb schlingernd auf die zum Glück dick zugefrorene Wassertonne steigen, um einen Blick durch das beschlagene Butzenfenster unseres schneebedeckten Berghauses zu erhaschen. Drinnen werkelte die Mama in Schwarzwaldtracht über blubbernden Töpfen und zischenden Pfannen an ihrem legendären Heiligabendschmaus. Was genau es gab und alle Originalrezepte erhaltet Ihr für nur 17,99 EUR in Goldlamée und Einband:
»Mandelmännchen im Ofenrohr«/200 Seiten/Von Ekki Schleck/ISBN 1234 5 6789
unter schwarzwaldverlag.de
18. Juni 2007 um 11:31
das ist ja hier wieder völlig sinnfrei heute
gruß
annette
18. Juni 2007 um 12:08
Liebe Annette,
das kann man so nicht sagen. Mandelau… Ach egal.
Hätten Sie denn Interesse an den Ergebnissen der »KUBB OPEN 2007« auf dem Rostocker Kastanienplatz? Gewonnen haben völlig überraschend » Les Trois« vor »Team Arschkeks« und »Fortschritt 99«. Die Holzmedaille ging an »Division Horst Kübbert«, die zum ersten Mal dabei waren. Glückwunsch!
18. Juni 2007 um 12:08
Ich glaube, die Herren sind wieder mit ihrer Parallelwelt durcheinandergekommen. Das geht wieder weg … hoffe ich.
18. Juni 2007 um 12:11
Division Horst Kübbert habe ich aber schon desöfteren erleben dürfen. Wenn mich nicht alles täuscht, waren sie letztes Jahr auch schon dabei.
P.S: Es heißt “KUBB”, lieber Herr Lück!
Siehe heutige Ostseezeitung!
18. Juni 2007 um 12:22
Apropos Studentengemurkse, viel interessanter ist doch wohl die großartigste asiatische Filmreihe aller Zeiten, die hier keiner kennt: LONE WOLF AND CUB
18. Juni 2007 um 12:30
Für mich waren Sie es!
PS: Das »B« ist angefügt worden. Vielen Dank! Schauen Sie doch einmal nach wie »desöfteren« geschrieben wird, Herr Blöhe.
18. Juni 2007 um 12:33
Apropos »Desöfteren«, viel interessanter ist doch wohl die großartigste deutsche Dessousfabrik aller Zeiten, die hier keiner kennt: DESSOUS
18. Juni 2007 um 12:37
»Alle Teile wurden neu abgetastet und |…| und anamorph.« Ist dieses Werk damit eine »Anamorphot«?
18. Juni 2007 um 12:38
Apropos »Dessousfabrik«, viel interessanter ist doch wohl die großartigste deutsche Wurstfabrik aller Zeiten, die hier keiner kennt: MEICA
18. Juni 2007 um 12:38
Descartes hat schon desöfteren desorientiert und desillusioniert desaströse Deskussionen entfacht. ….
18. Juni 2007 um 12:43
Jupp! Da sind wir wieder:
https://www.dessous.de/sources/images/h5_1056.jpg
Tiefgang ist mit Ihnen eben einfach nicht zu machen, Herr Bäuerle. Es ging um Kubb nicht »Couple« – oder um Afghanistan.
18. Juni 2007 um 12:43
@ Gunnar: Das nenne ich fortgeschrittene Wortwahl-Diarrhö.
18. Juni 2007 um 12:43
»Anamorphium« zählt zu jenen schillernden Designerdrogen der Diskoära, die auf Grund ihrer wenig stimulierenden Wirkung den Weg aller unwirksamen Endorphin-Synhese-Stimulanzien gegangen sind: Sie erfreuen sich großer Beliebtheit in exquisiten Filmzirkeln, erreichen aber niemals mehr den Mainstream der Faßbierfraktion.
18. Juni 2007 um 12:49
Fassbinder
18. Juni 2007 um 12:51
Bindeglied
18. Juni 2007 um 12:52
Gliedschatten
18. Juni 2007 um 12:53
Schattenparker
18. Juni 2007 um 13:19
Gerade wurde ich per eMail gefragt was »Kubber« sind. Könnte man sagen, dass sich Leute für Kubb begeistern, die nicht richtig Boule spielen können und sich deshalb gern hinter der Zufälligkeit eines – sagen wir – Würfelspiels verstecken?
18. Juni 2007 um 13:23
Zufälligkeit? Boule? Boule trinke ich gelegentlich, kann man das auch spielen? … Oder wars Bowle? ich weiß net.
Nein Peter – Kubber sind jüngere Leute, die, bevor sie die Murmeln werfen, die Wurftechnik mit schwer zu beherrschbaren kantigen Hölzern üben. Im Alter später werden sie für gewöhnlich gesetzter und spielen mit Murmeln, weil die nicht weghüpfen können, also einfacher zu handeln sind. Daher kann ich derzeit, was die Murmelschn angeht, nicht so dolle mitreden, sorry.
18. Juni 2007 um 13:26
Der Hof steht voller Returkutschen.
18. Juni 2007 um 14:26
Boule habe ich schon gespielt, da war ich halb so alt wie Sie es sind, Herr Blöhe! Ausser Mikado spielte man damals keine Kantholzspielchen. Stahlkugelpräzision statt Brennholzeffet! Rum statt Cidre.
18. Juni 2007 um 14:42
Ein “Rum statt Cidre” kenne ich nicht? Ich liebe beides. Nur nicht zur selben Zeit. Es gibt nix Schöneres, als ein kühles Gläschen Cidre (lieblich), zur Erfrischung. Und mit lecker Rum macht man jede Menge schmackhafte Mixe like Cuba Libre oder Mojito.
Kurz um, macht Boule nicht zum Weisheitsspiel und Kubb nicht zu Brennholz. Seid friedlich und spielt ne Runde “Mensch ärgere dich nicht”.
18. Juni 2007 um 14:46
Dann schon lieber Schach und Cuba Libre am Kamin.
18. Juni 2007 um 15:28
Nur dass mir dafür wiederum die Murmeln ungeeignet erscheinen. So ein Kubbspiel brennt eben auch besser.
19. Juni 2007 um 07:10
Buhlspielen, saufen und den ganzen Tag nur schräg rumsülzen: Geht doch nach drüben! Nach Frankreich meine ich.
19. Juni 2007 um 07:24
Wer hat was von Saufen gesagt? Cuba Libre ist Peters Zweitfreundin. Mit der sitzt er gern am Kamin! Sie ist übrigens die Schwester von Cuba Gooding Junior.
19. Juni 2007 um 09:10
Die Zweitfreundin von Peter Lück heißt Cuba Libre? Die machich fertich, die Schlampe!
19. Juni 2007 um 11:06
Oh – verdammt! Hab ich etwa zuviel gesagt?
19. Juni 2007 um 11:16
@ »Die machich fertich, die Schlampe!«
Ja bitte! Und dann im Garten servieren: mit Eiswürfel und Limette.
19. Juni 2007 um 12:08
Au fein. @ Uschi: Mach mal bitte gleich einen Zweiten mit fertsch. Ich komm RUM!
19. Juni 2007 um 14:29
bitte drei
http://www.3art.de/hanse_hotel/webcam_3/webcam_3.jpg
19. Juni 2007 um 15:11
Werte Herren, es würde mich sehr glücklich machen, Sie bewirten zu dürfen. Leider zeigt die Webcam vom Hansehotel nicht die bittere Realität. Die sieht nämlich so aus, dass ich am Schreibtisch festgebunden bin und lauwarmen Früchtetee trinke. Cuba Libre, Schiffe und Meer sind weit und breit nicht in Sicht. Aber wir schaffen das irgendwann mal. Und dann aber: Hoch die Tassen!
19. Juni 2007 um 15:27
Ja ja, so sind´se die Frauen. Erst heißmachen und dann kalt abservieren. Im Übrigen zeigt die Webcam auch unseren Strandkorb bzw. den vom Herrn Zimmermann aus unserem Büro. Nur der sonnt sich nie, daher nehmen wir den Korb immer in Beschlag. Es ist der Dunkelblaue in der obersten Reihe rechts neben dem Roten. (Wer diesen Post nachts liest hat Pech gehabt). Also einfach mal “Hallosagen”, wenn ihr dort rumstreunert und ein paar Walrösser in der Sonne braten seht.
19. Juni 2007 um 16:01
Wollte es gerade anschneiden, das knackweiße Hühnchengefrierfleisch, dass Ihr Burschen Eure Haut nennt. Zeigt es nicht der lieben Sonne, viel zu schnell ist das geduldige Fleisch verderbt.
20. Juni 2007 um 06:00
@ Peter: Nach dem neusten BlogKopp wohnst Du ja auch direkt am Strand was.
21. Juni 2007 um 08:59
Und wer ist der nette Herr links neben Peter, der Dank der großzügügen Unterstützung unseres gutherzigen Herrn Lücks überhaupt erst aufrecht scheint stehen zu können?
21. Juni 2007 um 11:05
Aufrecht? Still sollte der Mann stehen, da die Szenerie mir etwas unterbelichtet erschien und drohte, zu verwackeln.
26. Juli 2007 um 14:34
[...] Vor einiger Zeit besprachen wir an dieser Stelle ein Reisebuch mit dem klingenden Titel »Mandelaugen am Hindukusch«. Nun gab dessen Autor, Abenteurer und Farmer Johnny Gad unserem Hamburger Co-Autoren Martin Richter [...]