Kein Niveau, keine Pflichten

Ein Morgengruß an die schweigende Mehrheit.
Wie mir immer wieder zu Ohren kommt, haben wir viele liebenswerte Leserinnen und Leser, die rein rezeptiv an unserem Blog teilnehmen. Zunächst: Dass sie bei uns sind und unsere Ergüsse von schwankender Konsistenz schweigend konsumieren, freut und ehrt die Schreibenden gar sehr!
Immerhin, es muss ja nicht immer ein jeder zu jedwedem Thema etwas zu sagen haben. Ganz im Gegenteil, auch wenn es sich in vielen Lebensbereichen leider nahtlos umgekehrt vehält: Gerade in der Kommunikationsbranche wird man mit Menschen vertraut, die grundsätzlich zu jedem Gegenstand eine genaue Meinung vortragen müssen, ohne sich jemals zuvor mit ihm befasst zu haben.
Zugleich sollte an dieser Stelle kein Mensch aus Angst schweigen: Angeblich schreibt hier nämlich manch einer nicht, weil er sich einbildet, das Niveau nicht halten zu können oder vielleicht irgendeine imaginäre Verpflichtung einzugehen. Beides ist natürlich hanebüchen. Hier gilt allein, dass glücklich ist, wer vergisst, dass er nicht zu retten ist. In diesem Sinne!

19. April 2007 um 08:17
Erster! Puhhh Pflichtkommentar erledigt. Weiter zu Tagesordnungspunkt 2.
19. April 2007 um 08:57
“…unsere Gedanken fallen wie der Schnee, bald können wir rodeln gehen” S.W.
Zweiter!
19. April 2007 um 09:37
So lange der Schnee nicht aus der Nase fällt, ist alles gut.
19. April 2007 um 09:45
Koksain? Da steht man ganz schnell am Bahnhof, oder? Bin froh, dass bei uns nur Aubi und Gothano in der Nadel ist, alles andere gehört hinter Gitter oder so ähnlich.
19. April 2007 um 10:01
Kokain gibts doch nur auf silbernen Spieglein, goldenen Waschtischen und auf der Bluse von Kate Moss. Oder sollte es etwa noch mehr Menschen geben, die Rauschgiftdrogen nehmen? Nanana!
Was ist eigentlich Aubi? Bestimmt sollte ich das wissen, aber ich weiß es doch nun mal nicht.
»Alkohol macht verrückt und schadet der Gesundheit.« (Fischmob)
19. April 2007 um 10:04
Bei vielen Zeitgenossen ist es tatsächlich so. Die gehen zum Fußballspiel “Zwietracht Bützow” vs. “Barfuß Jerusalem”, trinken Alkohol, werden verrückt, und das schadet dann der Gesundheit anderer Fans, vornehmlich der der Gäste.
19. April 2007 um 10:11
»Aubi« ist eine Wortbildung aus «Autofahrer« und »Bier«. 1972 wurde es auf der Leipziger Messe als erstes alkoholfreies Bier vorgestellt. Das war in der DDR mit ihrer Null-Promille-Grenze bestimmt was Feines. Später gelangte es auch unter dem IM-Decknamen »Pilot« in den Zonenhandel.
19. April 2007 um 10:16
Mit Drogen habe ich schon wirklich lustige Sachen erlebt:
In einen »Blubber« habe ich als junger unwissender Mensch zum Entsetzen des Eigentümers mal tatsächlich reingeblubbert, so dass all seine Schätze klitschnass waren. Die Empörung war groß!
Jahre später habe ich bei einem Kameradenbesuch aus Ordnungsliebe flux ein Spiegelchen weggeräumt, auf dem der grimmige Besitzer sich gerade sein Arbeitlosengeld in Puderform verteilt hatte. Reinlichkeit kann auch nerven!
19. April 2007 um 10:33
Gesundheit? Macht eigentlich nicht alles krank? Außer Zucker. Zucker ist gut gegen Zähne.
19. April 2007 um 11:42
@ Uschi – nix silbernes Spieglein, goldener Waschtisch etc.
sorry aber diese 60 sec. müssen hierher (schon älter)
http://www.youtube.com/watch?v=Eh1EzAwg7oc
19. April 2007 um 12:27
Aus welchem Zusammenhang stammt eigentlich der folgende Satz:
»Zucker? Nein danke, Zucker brauche ich nicht, habe ich selber!«
19. April 2007 um 12:59
headline war ja kein Niveau
>>Zucker?Nein danke ich bin suess genug! Zitat aus SNATCH
19. April 2007 um 13:03
Dieser Satz stammt aus dem Knigge für Diabetiker.
Es gibt da noch so einen ähnlichen Satz, der mir aber nicht mehr vollständig einfällt. Auf jeden Fall guckt da, glaube ich, einer in seinen Schlüpfer und sagt sinngemäß: »Wenn du Zucker hast, hab ich Zimt.«
19. April 2007 um 13:11
oder ist es eine Liedzeile von Zukero ?
19. April 2007 um 13:13
@Uschi:
Öha! Das klingt aber etwas bedrohlich. Die richtige Antwort an dieser Stelle lautet »waschen, nicht kratzen«, gell.
19. April 2007 um 13:42
Ja, schön ist es nicht. Aber ich hab mir das ja nicht ausgedacht. Entschuldigung.
19. April 2007 um 13:47
und der Back-Ground Chor von Zukero sind die Zuckerfreien Zücklie’s, denk ich, obwohl der weibliche Singular von Zücklies auch schick klingen würde, denn dann singt dor eine: xxx?
19. April 2007 um 13:53
Mal was anderes Herr Tomski: Heisst es eigentlich »Potentiale erfolgreich nutzen« oder »Potenziale erfolgreich nutzen«?
19. April 2007 um 14:33
ahhaa da war wer stöbern,
ehrlich ? – keine Ahnung, Duden sagt: po|ten|zi|al, potential [spätlat. potentialis = nach Vermögen, tätig wirkend]: 1. (bildungsspr.) (nach den Gegebenheiten) .
19. April 2007 um 14:46
Ja schon, aber nur weil Sie neu sind!
Aha, da war ich wohl zu nassforsch, der Duden erlaubt also alles? So eine Wischiwaschihaltung hätte es zu meinen Aufsatzzeiten nicht gegeben. Andererseits: Eine gute metaphorische Vorbereitung der Jugend auf die Ambivalenz des Erwachsenendaseins.
19. April 2007 um 14:50
Es heißt ja auch nicht Potenziometer, Herr Bäuerle, sie Verfechter der neuen, alten und wieder neuen Rechtschreibung.
Furchtbar, diese Portmonéés (oder wie wird Portemonaie jetzt geschrieben?) der deutschen Sprache!
19. April 2007 um 14:58
und ist nassforsch nicht naßforsch oder gar naßfrosch – obwohl der auch trocken ist dann wohl eher nassdorsch – jepp das isis der is nie trocken
19. April 2007 um 15:18
Liebesgrüße aus Oberbayern:
Der Nassdorsch muss zum Trockendoc,
der nachforscht unterm Schottenrock!
19. April 2007 um 15:29
@Herr Bloehe:
Das heisst Brieftasche oder Geldbeutel, Sie frankophiler Steuerflüchtling!
20. April 2007 um 08:45
Guten Morgen!
Ich gehöre zu den Leuten, die hier fast regelmäßig reinschauen, aber sich noch nie aktiv beteiligt haben. Der Grund ist tatsächlich die Angst davor, das Niveau nicht halten zu können. Glaubt mir, es würde diesem wirklich sehr schönen Blog, der mir immer wieder ein verschmitztes Lächeln auf die Lippen treibt, tatsächlich nicht gut tun. Hier noch ein Video, von dem ich meine, dass es hier irgendwie rein passt…
http://www.youtube.com/watch?v=ztzVf54r46Y
20. April 2007 um 08:55
Sehr schöner Film, habe herzlich gelacht – Abitur! Herr Hightower, Sie waren doch immer der Größte in der Police Academy und auch sonst, lassen Sie doch bitte öfter von sich hören, Ihr Realschüler Mahoney!
20. April 2007 um 09:41
zawischen Abitur und Realschule – gibt es noch reichlich Variationen z.B. habe isch Notabitur, das hat den Vorteil, man darf am Tresen stehen bleiben, und es sei auch auf den Blog zum Film verwiesen [s gibt gleich neues] denn die warn auch nur am schaffe.