Terminator Salvation
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Jetzt im Kino: Terminator – Die Erlösung. Wir befinden uns im Jahre 1984. Helmut Kohl hat die Volkszählung gewonnen und George Orwell´s Buch, das mit der Jahreszahl betitelt wurde, ist in aller Munde. Ganz Westdeutschland hat Angst vor dem drohenden Computerstaat, doch ein 15-jähriger Gymnasiast sitzt mit offenem Mund im Kino und ist sehr glücklich: der Terminator ist da. So einen düsteren, aufregenden Film hat der Junge mit dem Kassengestell noch nie gesehen!

25 Jahre später kommt Terminator 4 in die Lichtspielhäuser. Ein Opus voll von ohren- und augenbetäubender Action, in dem einem die Menschmaschinen, Kampfmaschinen und Nähmaschinen nur so ins Gesichtsfeld krachen. Aua!

Noch schmerzhafter sind allerdings die im Film verarbeiteten, wesentlichen Baustoffe. Sieht man von perfekten Endzeit-Animationen ab, dann bilden hölzerne Dialoge, die häufig unfreiwillig komisch sind und nur von einem seltsam beliebigen Handlungskuddelmuddel getragen werden, den nicht vorhandenen roten Faden.

Sämtliche Klischees aus den voran gegangenen Teilen werden wahllos aufgetürmt: Kinderrettungen, zarte Roboter-Mensch-Liebesbande und am Ende platter Kitsch!

Um es deutlich zu sagen: Diese Art von humorloser, eschatologischer Massenware für pubertierende Kinogänger kennt man von halbseidenen B-Darstellern à la Vin Diesel zu genüge – das darf vorkommen!

Ärgerlich ist aber erstens, dass mein Kinomythos vom Terminator immer weiter zerstört wird und zweitens, dass sich Schaupieler Christian Bale für dieses lautstarke, undurchdachte Desaster hergibt. Hasta la vista, Baby!