Marketing: Von führenden US-Getränkeherstellern nicht empfohlen.
Derzeit verziert eine neue Plakatkampagne auch unsere Stadt. Knackig, leicht kopflastig, zielgruppenerreichend und zum schmunzeln – gefällt mir gut. Nachdem BIONADE im vergangenen Jahr erstmals bundesweit und sehr erfolgreich im Radio und auf Plakaten warb, starten die Rhöner nun eine neue Plakat-, Anzeigen- und Kinokampagne. Die Hamburger Agentur Kolle Rebbe entwickelte dafür über 50 verschiedene Motive. Die Idee: BIONADE streut Botschaften – quer durch Deutschland und quer durch alle Zielgruppen. Mal sind die Botschaften frech, mal feinsinnig, mal humorvoll. Immer aber sind sie intelligent, unwerblich und überraschend.
Das Besondere an der Kampagne: Im Gegensatz zum üblichen Gießkannenprinzip stehen die Botschaften immer im direkten Kontext zum Umfeld. So trägt beispielsweise das Motiv vor Schulen die Botschaft »Gut in Bio. Schlecht in Chemie.« Und auf der Reeperbahn verkündet ein Riesenplakat die Botschaft „Hab dich selbst lieb.“ Auf einen Packshot oder Claim wird bewusst verzichtet. Einzig der Kronkorken steht für die Marke.
Die Kampagnenidee stellte auch die Mediaplanung vor eine besondere Herausforderung. Denn die verantwortliche Agentur pilot Media aus Hamburg musste jeden einzelnen Standort und dessen Umgebung prüfen.
Im Laufe des Sommers werden außerdem ein Kinospot, der BIONADE-Leuchtbotschafter und weitere ungewöhnliche Aktionen zum Einsatz kommen. Die bundesweite Kampagne läuft bis Oktober, die ersten Motive werden ab der ersten Juli-Woche zu sehen sein.
Peter Kowalsky ist Geschäftsführer von BIONADE. Er erklärt die Beweggründe für die neue Werbeoffensive so: »Nur wenn wir kontinuierlich wachsen, können wir als Familienunternehmen unabhängig bleiben und nach unseren eigenen sozialen und ökologischen Ansprüchen arbeiten. Wachstum erfordert aber stetige Investitionen, und zwar nicht nur in Produktion und Logistik, sondern auch ins Marketing.« Ach so!
Stefan Kolle, GF Kreation bei Kolle Rebbe, wird etwas deutlicher: »Kaum ein anderes Produkt erlebte in so kurzer Zeit so viele Nachahmer. Unsere Strategie lautet daher: Werde bekannter und bleibe besonders.«
BIONADE verkaufte in 2007 rund 200 Mio. Flaschen. Inzwischen ist die Marke in 16 Ländern Europas sowie in Australien, Japan und in den USA vertreten. Die Kampagne schmeckt mir jedenfalls auch!
Quelle: Kolle Rebbe Werbeagentur GmbH






22. Juli 2008 um 13:44
Ja, schicke Ideen und vor allem eine Marketingabteilung, die sich was traut!
22. Juli 2008 um 14:20
Mir fehlt in der Story der Hinweis auf die 33% Preiserhöhung.
79 cent für ein Limonade? Umgerechnet und infaltionsbereinigt wären das etwa DM 1,35. Kein so schlechter Kurs.
22. Juli 2008 um 14:30
Wen interessiert denn schon der Preis? Siehe i-Technik!
22. Juli 2008 um 15:42
Ach nee, in Bergedorf stößt man sich wohl plötzlich am freien Spiel der Kräfte? Die Nachfrage regelt den Preis, dachte ich immer. Mir egal, ich trinke eh lieber Schlemmerschorle mit Schuss!
22. Juli 2008 um 15:58
Bergedorf…also wirklich Herr Bäuerle
Ich bin einfach nur etwas skeptisch, ob die Begründung für die Preiserhöhung: “Wir sind das Original. Und das Original muss immer am teuersten sein.� auch wirklich den preisbewußten Deutschen ankommt.
79 cent für ne Limo, wenn das ebenfalls gut schmeckende Me too Produkt nur 49 Cent kostet, kann ins Auge gehen.
22. Juli 2008 um 16:13
Cognac: Hennessy Richard 40% – 0,7l Flasche – 1.428,00 EUR
Das ist teuer!
22. Juli 2008 um 16:20
Ich kann mir den Hype nur schwer erklären. So ging es mir allerdings auch schon mit Herbert Grönemeyer, Bioprodukten, Elektrosmog und Traumfängern. Macht ja nix, die Welt ist bunt!
22. Juli 2008 um 16:36
Aber Herr Richter, steht es denn gar so schlecht in der Stadt mit den meisten Millionären? Wenn ichs recht bedenke, sah ich Sie bislang immer nur teuerstes Mineralwasser auf der Tankstelle beziehen, nie aber auch über Prickelbrause sinnen….
22. Juli 2008 um 17:46
@steht es denn gar so schlecht in der Stadt mit den meisten Millionären?
Wie kommen Sie denn darauf? Mein Thema war eigentlich dieses hier > http://www.wiwi-treff.de/home/mlexikon.php?mpage=beg/preisel.htm
Ich seh schon, nur geschlafen in den Vorlsungen von Schreyögg. Immer schön aufpassen
22. Juli 2008 um 18:01
@ Johnny
Wenn du beim guten Georg Schreyögg nicht nur geschlafen hättest, dann könntest Du durchaus den einen qualifizierten Kommentar zum Thema “Preiselatizität der Nachfrage – Chancen & Risiken einer Preiserhöhung von 33%”, abgeben. Aber ich wußte schon warum ich in deiner Biografie auf “Sexsymbol der Homosexuellenszene” abgestellt habe und mir den Weltökonom geklemmt habe… hi hi
23. Juli 2008 um 21:35
öööhhhmmm, also ich mag die Werbung … und die Bionade.
Man muss sie ja nicht täglich trinken, sondern nur wenn der Hennessy Richard gerade mal alle ist und das Tankstellenwasser nicht gekühlt…
25. Juli 2008 um 08:53
Ups. Der Hersteller darf nicht mehr mit den Magnesium- und Kalziumgehalt seiner Getränke werben. Per Gerichtsentschluss müssen diese Hinweise ab dem 1. August verschwinden. Grund: Es muss eine gewisse Mindestmenge enthalten sein. Schade schade.
Quelle
25. Juli 2008 um 19:41
Ich bekenne: in mir befindet sich die gesetzlich geforderte Mindestmenge BIONADE: 0,2 Liter auf 175 cm.
…hoffentlich halte ich das bis zum 1. August….
31. Juli 2008 um 18:33
Von alle den überflüssigen Bio-Produkten am Markt ist mir Bionade noch am liebsten. Ich denke die Werbung bringt es auch recht deutlich auf den Punkt. Nicht ein Lebensgefühl sondern eine Lebenseinstellung wird verkauft.
Frisch – fruchtig – weiter so
2. August 2008 um 10:35
… wie gut das ich eine Einstellung zum Leben habe, die es nicht nötig macht, mir eine Lebenseinstellung mit Hilfe einer Biobrause zu kaufen…
2. August 2008 um 14:49
Allemal ein geringeres Übel, diese Werbeaktion.
16. Oktober 2008 um 19:07
[...] die Bio – Limonade und kommt auch viel Output raus. Sehr erfrischend und prickelnd. Via horizont / blog8. October 16, 2008 | abgelegt unter 1 Folgende Artikel könnten für euch auch interessant [...]