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Amerikaner kenne ich! Als Jugendlicher fand ich ihr Land unschlagbar: Lächelnde Mädchen mit brauner Haut und dicke Hamburger mit roter Soße! Dazu Fernseher, groß wie andernorts Wandschränke und Autos im Format europäischer Einfamilienhäuser.

Wir: Nazis, Bier und Burgen

Was früher auch immer stimmte, war die Offenheit der Amerikaner. Es reichte eigentlich, auf dem Hinflug schriftlich zu bestätigen, kein Mitglied der NSDAP oder Kommunist zu sein. Vor Ort interessierte dann niemanden, wo Du herkommst, sondern eher, wie es Dir in »God´s Own Country« gefällt! Das mit den Nazis fand man rückblickend nicht so gut, aber das Bier und die Burgen in Deutschland – just great!

Die: Fahnen, Filme und Kartons

So lebte ich naiv dahin! Doch mit dem Erwachsenwerden wuchs der Zweifel: Ist es wirklich so toll, bei Arbeitsplatzverlust in einem Karton zu schlafen oder sich zur Army melden zu müssen? Auch die Amerikaner wirken verändert. Als ich zuletzt da war, erschien mir das Land irgendwie feindselig und seltsam gleichförmig. Man ist halt im Krieg! Fahnen, Fahnen, Fahnen und dazwischen Fast Food-Läden, Kirchen und Sexshops. Schön ist immer noch die glorreiche Popkultur – aber Hollywood und Hamburger genieße ich vorläufig lieber daheim, werte Gemeinde.