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Gestern stieg das Finale von “The Next Uri Geller”. Ich muss zugeben, mich interessieren durchaus übernatürliche Phänomene, nur deshalb habe ich nicht diese Sendung geschaut. Ja – ich habe sie gesehen, aber nur, weil ein Protagonist namens Ully Loup es mir angetan hat. Eine Mischung aus Klaus Kinski und Thomas Gottschalk – nur ohne Haare – erzeugte beim Zuschauer regelmäßig Unbehagen bis hin zur Abscheu, was einen sogar vermuten lässt, dass dieser Mann, sollte er nicht gewinnen, alle übrigen Kontrahenten auf wundersame Weise irgendwie beseitigen werde.

In der Hoffnung auf eine tolle Show schaltete ich also ein. Die Vorführungen allerdings verschlugen selbst dem hartgesottensten 9Live-Junkie die Sprache. Es werden dem zahlenden Publikum derart dümmliche Tricks, die nur über Schnitttechnik und eingeweihte Beteiligte funktionierten, die so offenkundig den Verdacht der Manipulation nahelegten, zum Fraß vorgeworfen, dass einem die Nackenhaare nur so zu Berge stehen. Die “Sportart” Wrestling habe ich bereits als Macho-Theater abgehalfterter Spätpubertierender abgemacht, aber diese Sendung schlug dem Fass sprichwörtlich den Boden aus.

Da wird einem C-Promi über 16000 Volt-Blitze eine gedachte Geschichte “entlockt”, über die nie vorher gesprochen wurde. Einer Kassiererin wird durch scharfes In-die-Augen-Sehen suggeriert, dass der Papierfetzen, den sie gerade annimmt, ein Geldschein sei …

Ich bin gespannt, wann die ersten Mentalisten um Blitzüberweisungen auf ihre Schweizer Konten bitten, spätestens dann ist eines klar: Unser Land steht vor der absoluten Verdummung!

Nur gut, dass zeitgleich auf einem anderen Privaten die Tricks der richtigen Illusionisten erklärt wurden. Damit konnte dieses Ungleichgewicht ein wenig in die Waage gebracht werden.

Das sagt die Welt dazu.