Jedes Jahr gehen die Clio-Awards von Miami aus an die weltbesten Werber. Die Deutschen sind fast immer groß im Geschäft – so auch in diesem Jahr. Neben den üblichen Verdächtigen von Ogilvy & Mather und Jung von Matt reüssierte auch die Agentur Nordpol+. Im Gegensatz zu den Old Schoolern kamen die Nordpolisten aber gar nicht zur Party nach Florida, sondern blieben schön daheim im deutschen Büro: Präsentationen schrubben für die kommenden Clios. Brav so!
Wer sich übrigens über das Paradoxon mittelmäßiger deutscher Fernsehwerbung und die zeitgleichen Erfolge kreativer Spots aus deutschen Landen im internationalen Wettbewerb wundert, der sei hiermit aufgeklärt: Es sind schlicht andere Spots, als jene aus dem Werbefernsehen, die hier siegen. Denn was Unternehmen und Konsumenten wirklich sehen wollen, hat oft nur wenig mit den Geistesblitzen auf Cannes-Rolle & Co. zu tun. Schade aber auch!

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