Outback Dobi
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Sperrgebiet Dobi Bild: (c) erysipel, pixelio
Der Doberander Platz verkommt nach der neuesten Verkehrsberuhigungsmaßnahme einer unserer Stadtlenker immer mehr zu einem Platz, zu dem man sich allenfalls noch verirren kann. Am Friedhofsweg hat man Poller aufstellen lassen, die den geneigten Autofahrer im Kreis durch noch schmalere Straßen fahren lassen.
Den Platz erleben oder überhaupt zu Gesicht zu bekommen – das wird immer schwerer. Sollte man dieses Abenteuer dann doch wagen wollen, müsste man sein Fahrzeug wohl irgendwann am Ortseingang abstellen und per pedes oder mit den Öffentlichen die lange Reise antreten. Erklärtes Ziel scheint es also zu sein, diesen Platz stillzulegen. Ein Meilenstein ist geschafft. Weiter so, liebe Planer!

21. Juli 2009 um 11:47
Doberaner was? Ach ja, ich kann man dran erinnern. Da war ich schon ewig nicht mehr. Komm ja kaum hin da.
21. Juli 2009 um 11:52
Ich war im Urlaub im Farelli frühstücken, das Straßencafé liegt schön ruhig. Der Doberaner Platz ist zurzeit nicht vorhanden, aber irgendwann wird das schon wieder. Spätestens nach der Wiedereinführung des bösen, bösen Individualverkehrs.
21. Juli 2009 um 12:39
Klar, Individualverkehr in der Stadt – unerhört! Die Menschen wollen doch tatsächlich selbst entscheiden, wo sie hinwollen.
Das Problem Dobi lässt sich letztlich wahrscheinlich nur so klären, dass man statt des Individualverkehrs die Nutzung der Öffentlichen zur Pflicht erklärt und einen obligatorischen Halt inkl. Umsteigezeit von 30min verordnet.
21. Juli 2009 um 13:41
Für mich ein schon fast klassisches Problem von Politkversagen.
Vor der “Parteiendiktatur” wurden öffentliche Plätze, Bauten & Infrastrukturprojekte meist von Profis oder ambitionierten Laien geplant.
Manchmal geschah dies etwas weniger gelungen, aber es waren eben nicht Lehrer & Frauenbeauftragte mit einer SPD Parteikarriere, die auf einmal Stadtplanung machen durften.
Was mich zutiefst nervt – auch in meiner Wahlheimat Hamburg – ist das Mittelmaß, diese teilweise erschreckende Unprofessionalität der Entscheidungsträger. Da werden öffentliche Plätze gestaltet/ beleuchtet, begrünt, etc. und das Ergebnis geht komplett am gesunden Menschenverstand und dem ästhetischen Empfinden Bürgers vorbei.
Stadtraum ist ja auch Lebensraum. Das sich der Doberaner Platz so entwickeln würde, war doch klar: Die Grundfarbe des Platzes ist grau, es ist nix los außer nachts an der Dönnerbude und in der Mitte diese verkackten bunten „Aschenbecher“. Also was soll das?
21. Juli 2009 um 13:49
Aaaaaschebescheer! Siehe auch hier: http://www.blog-8.de/stadtbildratsel-fur-dobis oder hier: http://www.blog-8.de/doberaner-dinger
21. Juli 2009 um 14:43
Also ich weiss nicht was Ihr habt.
Der Doberaner Platz fügt sich doch wunderbar in die bereits geschaffenen verkehrsberuhigten Zonen ein: Wismarsche Strasse, Barnstorfer Weg, Doberaner Strasse. Da kann man nun wunderbar leben – wenn man dort wohnt. Oder war etwa mehr vorgesehen ? Frag’ doch mal die Stadtplaner – die müssten es doch wissen. Oder wohnen die dort schon garnicht mehr ? Ist schon irgendwie blöd so eine Stadtplanung aus der Google-Earth Perspektive.
21. Juli 2009 um 15:35
Google Earth hätten die Herrschaften mal zu Rate ziehen sollen. Dann hätten sie die lustigen Kornkreise, die die Fahrzeuge auf der Suche nach dem Ausweg erstellen, auch einmal sehen können.
Mit dem Wohnen ist es ja so eine Sache. Wenn diejenigen, die in der KTV leben, auf einmal dörfliche Atmosphäre schnuppern wollen, denn ist ihnen das jetzt schon ansatzweise gelungen
21. Juli 2009 um 15:53
@Mike: Wenn erst mal der Brückenschlag zum nunmehr verkehrsberuhigten Warnowufer gezogen wird, müssen am Ende alle – und sei die Fahrt noch so kurz geplant – den Warnowtunnel durchqueren. Jetzt ist auch klar, woher der Wind weht … Verschwörung!!!
24. Juli 2009 um 11:57
@ Verschwörung
Würde das schon “Planung” nennen, Herr Hals, denn so spirituell ist die Nummer nicht. Die Hundertfünf am Strande konnte man bisher nur zu Bürozeiten überlasten. Die Argumente fürs Rüberschieben eines 30-Millionenaufrages an die TalpaAG sind also noch zu dünn. Nichts als logische Konsequenz, sehe ich hinter der Schließung des Doberaner Platzes.
24. Juli 2009 um 13:39
Warum schließen wir nicht gleich die ganze Stadt. Is eh bald dunkel
Am Ende sinkt die Belastung der Straße am Strande vielleicht ja schon deshalb, weil immer weniger Werftbeschäftigte von außerhalb in die Stadt müssen. Endlich ist dieser “Schandfleck” frei für weitere Nobelwohnungen. Wann kommen endlich die doofen Kräne da weg?
Ja, ja, doll was los hier in der Stadt!