Signals on the Rail
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Frohes Neues, liebe Leser! Die schlechte Nachricht zuerst? Im Jahr 2009 geht endgültig die Welt unter. Das kommt so: Geschüttelt durch die Weltwirtschaftskrise bricht die Berliner Republik zusammen. Powerdrone Merkel greift nach der Weltherrschaft. Als einzig mögliche Reaktion der Alliierten erfolgen nukleare Gegenschläge, die das jüngste Gericht auslösen. US-Präsident Obama gibt vor der interplanetarischen Gerichtsbarkeit endlich die Existenz der Aliens in Area 51 und die weltumfassenden 9/11-Verschwörung zu.
Vielleicht. Vielleicht löst sich aber auch alles mal wieder in urgemütliches Wohlgefallen auf – so wie die Klimakatastrophe, die ja wohl auch erst einmal verschoben ist. Zur werten Erinnerung: Noch im vergangenen Sommer kündigten Medien von Anne Will bis BILD-Feuilleton das erwärmungsbedingte Armageddon an. Konjunktur geht eben vor Weltuntergang!

Allen, die dennoch ungetrübte Freude an Endzeitvisionen, gepaart mit diffusen zivilisatorischen Schuldzuweisungen haben, sei der aktuelle Kinofilm »Der Tag, an dem die Erde still stand« empfohlen. Zur Rettung der Erde planen hier Außerirdische die Ausrottung der Menschheit. Keanu Reeves guckt deshalb ganz schön ernst und ein Roboter mit Kid-Auge in der Stirn hilft ihm bei der Projektabwicklung. Meine Frau und ich haben übrigens selten so gut geschlafen!

El día que la tierra se detuvo
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Fazit: Im Lande des Käsesprays aus Erdöl ist die moralische Mehrheit also zumindest auf der Leinwand und im Oval Office endlich zurück! Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang selig an den BRD-Standard-Volvo-Aufkleber der achtziger Jahre: »Wir gehen mit der Erde um, als hätten wir noch eine zweite im Kofferraum«… Da ist allerdings mittlerweile wirklich kein Platz mehr für Globen, denn dort hat der risikobewusste Bundesbürger heute schon das Warndreieck, den Erste-Hilfe-Kasten, die Aids-Handschuhe, die Überlebensfolie, den Ersatzreifen, den Werkzeugkoffer, den Benzinkanister und die Schmutzdecke untergebracht. Man weiß ja nie!

Kidnap
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Was bleibt zu tun? Mehr frischen Fisch essen zum Beispiel: Die Einwohner des Küstenlandes Mecklenburg-Vorpommern zählen laut aktueller Erhebung beim Verzehr von Meerestieren bundesweit zu den ernährungsphysiologischen Schlusslichtern. Der Grund dafür liegt ja wohl auf der Hand! Mal frisch von der Leber weg: Zu Fisch passt maximal Weißwein, während Schlachteplatte und Eisbein sich viel besser mit Rostocker Pils und Doppelkümmel vertragen – und wie bitte soll man ohne diese Zutaten den finalen galaktischen Kollaps 2009 würdevoll überstehen?

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