RoRoBe
Nach den nun ausreichend illustrierten Mühen der Ebene möchte ich meine (blauen) Augen und euern Blick auf die Erhebungen in dieser Stadt lenken. Bei einem offenbar durch das vermehrte Auftreten von Schnee beeinflussten Partygespräch letzten Sonnabend kamen wir darauf, die Rostocker Rodelberge (RoRoBe) aufzuzählen – und kamen nicht sehr weit. Wer hilft?
Hier ein Einstieg:
- der Wall in exklusiver Stadtinnenlage, sehr beliebt bei Eltern mit Kindern zwischen drei und dreizehn, da fußläufig zu erreichen
- ehemalige Freilichtbühne am Kastanienplatz, die dank abmontierter Sitzgelegenheiten das Rodeln mit Arenagefühl ermöglicht
- Jemand meinte sich an einen immens hohen Berg in Evershagen zu erinnern, den er in seiner Kindheit berodelt hat – wusste nur nicht mehr genau wo. Möglicherweise steht inzwischen das Treppenhochhaus auf dem Berg? Kann sich noch jemand an diesen Felsen erinnern?

30. Januar 2007 um 13:27
Ich berodelte den gleichnamigen Berg in der Südstadt. Mit zunehmendem Alter dann die Todesbahn. Dieser Berg befindet sich südlich des Kringelgrabens (zwischen Bezirkskrankenhaus und 45. POS).
30. Januar 2007 um 13:32
Zählen denn auch die letzte Woche noch mit Schnee bedeckten Dünen in Warnemünde? Hier fröhnte ich früher im Sommer gerne dem Sonnenbaden, beglückt über die Ruhe abseits des Chaos eines überbevölkerten Strandes.
Schließlich wurde ich aber im Jahre 2003 mit einem »Runter da, Freundchen, Sie wissen genau, dass das verboten ist!« unsanft aus meiner Nische gescheucht. Ein Strandkorbmieter hatte beim Aufsichtshäuschen gepetzt. Die beiden redeten mir ordentlich ins Gewissen. Tränenblind fuhr ich heim. Vielleicht kehre ich mit meinem Schlitten zurück!
30. Januar 2007 um 14:34
ja, an den Berg in der Südstadt erinnere ich mich schmerzhaft – und an das Eishockeyspielen auf vereisten Straßen, ebenfalls in der Südstadt und auch sehr schmerzhaft
Die Kösterbecker Berge fallen mir noch ein. Ist natürlich nicht ganz Rostock.
30. Januar 2007 um 14:50
wir haben uns fast todesmutig den berg neben der damaligen lütten-kleiner poliklinik heruntergestürzt, der mir unglaublich steil und groß vorkam. als mädchen haben wir dann aber doch den gleitschuhen den vorrang gegeben und der schlitten lag traurig neben dem eingemachten und winterkartoffeln im keller.
30. Januar 2007 um 14:55
Also der Berg in Evershagen wird der am Mühlenteich sein, den ich ebenfalls öfters berodelt habe. Ist in der Nähe von soner ehemaligen Bowlinghalle und einigen Schulen. Nach Sievershagen gehts da irgendwie rein! Kann ich nur empfehlen wenn ordentlich Schnee liegt! Die eine Seite ist eher entspannt aber die andere Abfahrtsseite ist die Hölle. Wenn man Pech hat landet man mit viel Geschwindigkeit auf dem zugefrorenen Teich der direkt angrenzt. Zu diesem Berg gehört einiges an Mut!
30. Januar 2007 um 15:07
Gleich bei mir umme Ecke konnte man schön einen Hügel runter rauschen. Unten hatte man dann ca. 2 Meter Zeit zu bremsen bis man die viel befahrene Straße erreichte. Nicht jeder hat’s geschafft.
30. Januar 2007 um 15:09
ich kenne nur die todesabfahrtsbahn aufm kösterbecker berch. aber wie schon erwähnt, dat is nicht wirklich rostock.
30. Januar 2007 um 15:19
Obacht, Ihr Berghasen, es gibt auch noch den gewellten Pflasterhügel am Hopfenmarkt, Stadtmitte. Gipfelkreuz auf etwa 0,85 Meter – rote Piste in allen vier Abfahrtsrichtungen. Meine Tochter – zehn Monate – hat ganz schön groß geguckt, oben auf der Bergkuppe!
30. Januar 2007 um 15:21
Kösterbeck hatte sogar einmal einen Skilift! Wer kennt ihn noch? Ich!
Naja, ansonsten kenne ich auch den langen Berg im Evershäger Fischerdorf mit Auslauf direkt in den Schwaanenteich, ebenso der (andere) Schwaanenteich in Reutershagen, direkt am damaligen Pionierhaus. War seehhrr gefährlich, insbesondere mit Gleitschuhen.
Den Berg in der Südstadt haben wir letzten Winter in Vorfreude auf unseren Winterurlaub spaßenshalber sogar mit dem Snowboard bereist. Wie Außerirdische wurden wir angeschaut! Das machte es besonders schwierig. Patzer darf man sich dann auf keinen Fall leisten.
30. Januar 2007 um 15:53
Verstehe! Übrigens kein Scherz: Das Liftschwungrad, oben am Berg, war sogar noch zu meiner Rostocker Zeit zu besichtigen. Nach Angang 1999 muss es noch da gewesen sein.
30. Januar 2007 um 16:07
Also bist Du doch einer von UNS! Willkommen im Osten lieber Ekkard B.
30. Januar 2007 um 17:14
Hinterm Rathaus auf eine Plastetüte setzen und kräftig anschieben lassen. Die Ecke um die Petrikirche müsste auch geeignet sein.
30. Januar 2007 um 18:24
Evershagen noch mal zusammemgefaßt: 1. Steiler Berg am Mühlenteich – zwischen Evershagen und Sievershagen. 2. Berg mit langer Abfahrt zu einem Schwanenteich und diversen steilen Abfahrten zur Seite – zwischen Evershagen und Lütten Klein. Existiert das Fischerdorf überhaupt noch?
Die besten Berge gibt es selbstverständlich nur bei mir um die Ecke: zwischen Beselin und Kösterbeck (was natürlich ideell zu Rostock gehört. Es ist schließlich die “Rostocker Schweiz”). Außer dem berühmten Skiliftberg, der übrigens auch Star bei “Außenseiter Spitzenreiter” war, gibt es noch diverse Insiderspots. Ich stehe zu einer Führung bei mindstens 20 cm Schneehöhe bereit. Lieber Ekkard, die Überreste der Liftanlage kann man immer noch besichtigen. Ich würde den Lift ja persönlich wieder in Betrieb nehmen, wenn Ihr die Schneekanone kauft und eine Genehmigung besorgt.
Ach, das wäre toll: mein Job als Lift-Girl auf den Höhen der Rostocker Schweiz.
30. Januar 2007 um 21:45
Als gebürtiger Alt-Dierkower erinnere ich mich noch gerne an den guten alten Rodelberg zwischen dem Lewarkweg und dem Zwölkenweg in Dierkow-Ost. Die Rodelbahn hat eine Länge von fast 100m und einen Höhenunterschied von gut 10m. Wobei der größte Höhenunterschied auf den ersten 20 m bewältigt werden musste. Es gab zudem eine Todesbahn die in die normale Rodelbahn einbog und eine Bahn mit wenig Gefälle aber einer langezogenen Linkskurve deren seitlich Begrenzung ein furchtbar langer Maschendrahtzaun war. Diese Bahn verlief parallel zur Hauptrodelbahn.
Ein besonderer Nervenkitzel war es mit den guten alten Gleitschuhen den Abhang hinab zu sausen.
Nur fliegen war schöner – meist flog man auch, immer schön aufs Gesäß oder das Gesicht.
22. Oktober 2007 um 22:34
Der Skilift in Kösterbeck… Ja ich kenn den noch. Meine Mutter war die »Chefin« des Ski- und Schlittenverleihs hier in Kösterbeck (HO-Betrieb). Noch heute ist die alte Freundschaftshöhe beliebtes Ausflugsziel, nicht nur zum Rodeln.
28. Dezember 2010 um 16:18
heehee, den skilift in kösterbeck lasse ich immer wieder in erzählungen aus der “guten alten zeit” einfliessen. war ne toll sache. als kleiner knirps erinnere ich mich noch an ihn in betrieb! wenn jetzt öfter solch toller schnee ist, dann könnte man ja wieder investieren… und gut rodeln durch den wald ging da auch!
ansonsten war mein oben schon genannter heimat”berg” in dierkow ost natürlich erste sahne. (haben wir übrigens auch im sommer mit dem rad überwunden – aber downhill-biking nannten wir das damals noch nicht!)