Rostock – aktuell im “Atlas der Wut”
Lächerlich! Die Tatsache, dass mit Krisen auch verstärkt Unruhen wachsen, dürfte Jedem von uns bekannt sein. Das unsere Regierung auch für diesen Fall Vorkehrungen trifft ist anzunehmen. Jedoch die Erfassung bzw. Definierung der eventuellen Brandherde läßt mich am Grips der sogenannten “Kompetenzpersonen” zweifeln. Nebst Hamburg, Bremen, Berlin, Frankfurt, München und Hannover werden insbesondere Orte in den Neuen Bundesländern benannt. Und nun ratet mal, welches Fleckchen Erde in einem Atemzug mit Leipziger Stadtteilen Leutzsch und Kleinzschocher und in Dresden-Prohlis und -Pieschen, sowie in Hoyerswerda und Chemnitz-Kaßberg erfasst wurde. Genau: “ROSTOCK-LICHTENHAGEN”. Einmal in den Medien -Immer in den Medien. Mehr zum Thema und dem “Atlas der Wut” findet Ihr hier!


1. Juli 2009 um 13:15
ROSTOCK-LICHTENHAGEN, uahh gefährlich! ein Hort der Marginalisierten und Gewaltbereiten.
Der geneigte Bürger fragt sich natürlich, warum das in Groß Klein, Evershagen, Rostock ganz allgemein, anders sein sollte.
Tja, die Journalie ist auch nicht mehr das was sie mal war.
1. Juli 2009 um 20:39
Ich komme aus Lichtenhagen und Groß-Klein (gegenüber von Lichtenhagen). Auf unserem Hof haben sie mal einen Kneipier erschossen. Ansonsten hatte ich eine glückliche Kindheit.
5. Juli 2009 um 17:54
unruhen gibt es doch erst, wenn rtl und sat1pro7 ne woche ausfallen…
5. Juli 2009 um 22:11
Ist das geil. Man stelle sich vor, wie der aufgebrachte Rentnermob in Lichtehagen an Gehhilfen bewaffnet das eigene Viertel brandschatzt um angesichts des verhängten Ausnahmezustands und den damit verbundenen Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs 5 Tage später den Weg bis zum Neuen Markt geschafft zu haben, wo die friedlichen Einwohner der KTV Sitzblockaden veranstalten um den aufgebrachten Lichtenhäger Rentnermob an der Erstürmung des Rathauses zu hindern.
Vielleicht findet sich ja jetzt schon ein begnadeter Hollywood-Regisseur um so ein Zukunftsszenario auf die Leinwand zu bringen. Das wird ein Kassenknüller. Oder aber ein RTL-Team begleitet LIVE die sich anbannende Gewaltschlacht, um sie als „Rostock sucht den randalierenden Super-Rentner“ für die Fernsehschauenden Einwohner von Dierkow und Toitenwinkel auszustrahlen. Geile Sache.
8. Juli 2009 um 23:23
“Der wilde Mob zog eine Spur der Verwüstung durch den Lichtenhagener Boulevard. Von den Anwohner wird dies aber völlig ignoriert. ‘Ne, eigentlich sieht hier alles aus wie immer’, gibt eine Anwohnerin zu denken.”
9. Juli 2009 um 07:48
… auch aus Franzbrandwein können pyrotechnische Wurfgeschosse hergestellt werden. Und eine Gehhilfe im Kreuz kann sehr schmerzhaft sein. Man sollte die Größenordnung eines Rentnermobs nicht unterschätzen. Kinder haben wir nur wenige, aber alte Menschen unheimlich viele.
9. Juli 2009 um 09:01
… und wütend sind Letztere zu recht! Immerhin zahlen sie mittlerweile Steuern auf ihre hart verdiente Rente, deren Einzahlung ebenfalls schon besteuert wurde. Als Ausgleich gibt man ihnen Rentenerhöhungen, die keiner Erwähnung wert sind. Das ist letztlich der Grund für die Wut und nicht dagegen die geografische Lage. Rentnern ist dies in etwa ebenso so wichtig wie die aktuelle Simpsons-Staffel. Denen geht es um Heimat. Und die ist da, wo sie sich heimisch fühlen – im Zweifel auch und gerade in Lichtenhagen.
20. Juli 2009 um 16:27
Lichtenhagen soll ein Brennpunkt sein? Lachhaft, selbst mein westdeutscher Vater mit hübschem, geschmackvollem Landsitz fand es dort sehr nett! Was ist denn bitte dann mit Toitenwinkel und anderen Winkeln?