Rostock bald Mekka der Zocker?
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©Steffi Pelz/Pixelio/www.pixelio.de
Heute in der Ostseezeitung zu lesen: Im Erdgeschoss des Studentenwohnheimes in der Rostocker Südstadt eröffnet die erste Poker Lounge.
Zwei BWL-Studenten wollen scheinbar das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und eröffnen nun das Eldorado der Zocker. In gemütlicher Atmosphäre mit studentenfreundlichen Preisen soll nun ein Jeder in Rostock die Möglichkeit haben, sein Glück am Pokertisch zu versuchen. Den Weg ins hiesige Casino nach Warnemünde muss nun keiner mehr für den Reiz des Spieles auf sich nehmen werden. Auch das obligatorische Sakko nebst Krawatte ist in der Poker Lounge wohl nicht Pflicht.
Ein bisschen Las Vegas in Rostock. Mann, liegen wir im Trend…

5. Oktober 2007 um 11:02
In meiner Studentenzeit war Pokern auch ein verbreiteter Spaß. Bei uns hatte allerdings jeder nur einen Sack Pfennige als »Bank« dabei. Wenn nach fünf Stunden erregten Spiels um zwei Uhr morgens vielleicht auch nur 2,50 Euro im Pott waren, so kam es doch zu größten Verwerfungen und Auseinandersetzungen. Der Einsatz erschien riesig und das Verlieren als Katastrophe! Auf jeden Fall ein aufregendes Spiel.
Der momentane Medienhype nervt allerdings. Alles, was mal Underground war, ist jetzt mehrheitsfähig und hochglanzpoliert: Harley fahren, Zigarre rauchen, sich tätowieren lassen, pokern… schade!
5. Oktober 2007 um 11:06
Deswegen greifen wir jetzt ja auf die ganz gemeinen Sachen zurück.
Kinderwagen schieben, Sandmann gucken!
5. Oktober 2007 um 11:27
»…tuck you in, warm within, keep you free from sin – till the sandman he comes…« (»Enter Sandman«, Metallica).
5. Oktober 2007 um 11:37
Nicht auf das Spiel kommt es an, sondern an die richtige Mischung der Elemente.
5. Oktober 2007 um 12:02
@: »Der momentane Medienhype nervt allerdings«
Das vergeht, Herr Bäuerle, das vergeht. So wie das Arschgeweih. Mittlerweile macht es mir großen Spaß, im Beisein meiner arschtätowierten Kolleginnen diesen Körperschmuck als Unterschichten- bzw. Prekariatsdekor zu bezeichnen. Herrlich, diese Gesichter der blonden Minifahrerinnen. Bald verzocken Marcel und Leon ihre Hartz-4-Alimente beim Pokern, bald!
5. Oktober 2007 um 16:21
Süßer die Namen nie klingen: Marcel und Leon. Warum nicht Hans und Franz? Weil es die Wahrheit wäre und die lässt keinen Raum für Kitsch. Sic Transit Gloria Mundi.