Schönes Schiff: Krusenstern
Eine Seefahrt, die ist lustig: Am Samstag gegen sieben Uhr abends ging die Fahrt auf der »Krusenstern« los, um von weiter See aus das jährliche Höhenfeuerwerk anlässlich der Hanse Sail über der Silhouette Warnemündes zu beschauen.

Die Krusenstern, voll im Stoff und fern der Heimat.
Das russische Segelschulschiff ist eine Kaliningrader Viermaststahlbark, die nach dem deutsch-baltischen Kapitän und russischen Admiral Adam Johann von Krusenstern benannt ist. Ein schönes Schiff, auch wenn die Waschgelegenheiten offensichtlich seit der Belagerung Königsbergs nicht mehr inspiziert wurden.
Geladen hatte Rostock Business, der Wirtschaftsförderer der Region. An Bord war allerhand geboten: Liebenswerte Gäste, Leckereien für Magen und Leber sowie verwegene russische Matrosen, die wild entschlossen Segel setzten und wieder einholten. Das Wetter hielt sich auch, was alle glücklich machte, hatte es doch während des Tages reichlich geregnet und gestürmt. Wenn Engel reisen!

Blaumänner in Reih und Glied: Ein Anblick, den man gerne sieht.


11. August 2008 um 11:46
Die Gorch Fock lag am Kai übrigens direkt neben der Krusenstern. Auch ein ganz feines »Tall-Ship«, wie es der Autor der Werbebroschüre zum Schiff benannt hat. Da würde man gerne mit hinaus fahren – vielleicht sogar in ferne Länder!
12. August 2008 um 10:22
Für mich haben solche Ausfahrten, ebenso wie Bootstouren auf dem Rhein, den Beigeschmack der Freiheitsberaubung. Wenn man Pech hat, kann man sich nicht mal vernünftig hinsetzen und kommt womöglich später als gedacht wieder Richtung Festland und sieht das Höhenfeuerwerk nur am Horizont.
Naja, aber dafür zugegebenermassen viel frische Luft.
12. August 2008 um 10:26
Das hast du wirklich sehr treffend subsummiert. Man könnte fast meinen, Du wärest dabei gewesen! Aber nein, das hätte ich sicher gemerkt.
12. August 2008 um 10:49
Das ist alles eigene, bittere Erfahrung. ‘Geiselnahme auf dem Rhein’ sage ich nur. Auf offenem Deck bei Regen, grausiger Musik und Leute mit denen man nun wirklich nicht in einem Boot sitzen will! Und auf dem Rhein gibt’s nicht mal frische Seeluft.
12. August 2008 um 10:56
Tja, das impliziert die alte und rein rhetorische Frage: Warum ist es am Rhein so schön? Wahrscheinlich, weil man noch nicht sehr viel rumgekommen ist. Gilt aber auch nahtlos umgekehrt für die Ostseeanrainer.
12. August 2008 um 11:56
Ursprünglich lautete die Frage ja auch ‘Ist es am Rhein so schön??’. Das sinnentstellende ‘Warum’ wurde später in einem Akt rücksichtsloser Verbrämung vorangestellt. Perception is reality!
14. August 2008 um 17:28
@ Viermaststahlbark
den begriff jibts nich herr bäuerle, als mann aus geestemünde (stichwort tecklenborg/ padua) sollten sie das wissen
15. August 2008 um 08:04
Dann habe ich wohl falsch kopiert. Ich entschuldige mich für den laienhaften Duktus unsd schiebe alles auf Wikipedia.
8. August 2010 um 23:16
Yep, mit der russischen Mannschaft hätte’ma och wahrscheinlich mehr Spa0 haben können, als mit’m Großteil der Gäste. Zumindest die selbsgemachte Musik, welche’se zupften, war eine sehr angenehme Alternative zu den Schallwellen von vorne.
Urlaub gecancelt, ab auf den Stepper
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9. August 2010 um 07:46
Alles Roger in der Kombüse!