Segeln – Americas Cup
Warnemünde oder Kiel? Welches der beiden Segelreviere sich am besten für eine Verteidigung des Americas Cups eigenen würde, ist eine müßige Diskussion, denn bevor der Cup verteidigt werden kann, muss er erst einmal gewonnen werden. Für das deutsche Boot das derzeit in Valencia um das Recht kämpft, den aktuellen Halter des Americas Cups herauszufordern, sieht es dabei eher schlecht aus. Aktuell segelt das deutsche Team mit 0 Siegen und 3 Niederlagen der Konkurrenz deutlich hinterher.
Seit 1851 wird der Americas Cup, die älteste Sporttrophäe der Welt, mit verschiedenen Bootsklassen ausgesegelt. Zwischen 1958 und dem Ende der 80er Jahre kamen hier auch die sog. 12 Meter Yachten zum Einsatz.
Diese Yachten entstanden ab 1906 als sog. Einheitsklasse, dabei gibt die Bezeichnung 12 Meter nicht die Länge des Bootes an, sondern sie ein Begriff für die Vermessungsformel, die Boote selber sind ca. 20 Meter lang. http://de.wikipedia.org/wiki/Meter-Klasse
Von diesen sehr schönen und schnellen Jachten wurden seit 1906 nur 170 erbaut, davon 4 auf der Neptunwerft in Rostock.
Die Rostocker 12er entstanden aber nicht für den Americas Cup, sondern ein schleswiger Holzhändler namens Henry Horn ließ sie zwischen 1908 und 1912 für die Regattabahn bauen.
Es war die Zeit der „Herrensegler“ und man traf mit vor Kiel, um gegen Kaiser, Krupp und Co. zu segeln.
Die in Rostock für Horn gebauten Yachten trugen daher auch den schönen nordischen Götternamen Skeaf. (Skeaf II bis V)
Über den Verbleib der Boote ist nicht viel bekannt: Skeaf II wurde in de 30er Jahren abgewrackt, die Nummer III verschwand im April 1945. Wahrscheinlich wurde sie auf der Flucht von Rügen in den Westen versenkt.
Die Nummern IV und V gingen irgendwann nach England, ihre Existenz lässt sich je nach Quelle bis in die 60 & 70er Jahre nachweisen. Vielleicht gammeln sie heute noch in irgendeinem Hafen vor sich hin.
Bon Voyage!
http://www.americascup.com/en/

23. April 2007 um 13:23
Der Rostocker Stadthafen mit der Schweinebucht eignet sich hervorragend als aus Austragungsort für den Cup. Spaziergänger mit dem Blick fürs Detail wird dies beim Flanieren bereits aufgefallen sein. Für alle anderen hier ein Tip: http://www.ac-rc.de/
Ahoi!
23. April 2007 um 13:36
Ja, sowas fällt mir ständig auf, Ihr Segelflegel! Und noch was macht mir zu schaffen: Der Stadthafen, der langsam aussieht wie die Fußgängerzone von Hannover, hat bald ausgedient. Das Ganze kriegt in kürze einen Plexiflur bis Gehlsdorf, damit endlich alles mit bankrottierenden Restaurants endverspachtelt werden kann. Dilettanten olé!
23. April 2007 um 14:43
bankrottierenden Restaurants?
Ist schon eigetreten was ich immer vermutet habe? Das wäre schön und eine gerechte Strafe.
23. April 2007 um 14:48
Da haben schon mehrere durchgewechselt, ist ja auch so üblich in MV:
Stufe 1
Gelder und Grundstücke in Sahnelage raushauen an alle »Investoren« mit Mercedes-Schlüssel und halbseidenem Konzept auf schniekem Laptop.
Stufe 2
Heulen und Zähneklappern über die Bösigkeit der Menschen und die Verlogenheit des kapitalistischen Systems. Das hätte es früher alles nicht gegeben.
23. April 2007 um 14:59
@ Stufe 1:
Zu dem Thema gabs gestern von Christiane Sabinsen eine Propagandasendung mit Videotriaden gegen den Osten. In der Diskussion wurde öffentlich-rechtlich als für ihren jeweiligen Standort repräsentativ Dresden mit Duisburg verglichen. Hats jemand gesehen? Ich sage nur Wochenschau!
23. April 2007 um 15:05
Ist immer Wochenschau, kann ich mir nicht ansehen.
Die Frage die da aufgeworfen wurde, hat aber ihre Berechtigung.
23. April 2007 um 15:09
@ » , hat aber ihre Berechtigung.«
Herr Richter, Martin, keine Grungesetzdebatte unter Strandpinklern bitte! Bis 2019 wird gezahlt, verstanden!
23. April 2007 um 15:19
Christiansen guck ich auch nicht so gerne, der Dame ist mittlerweile die Haut im Gesicht zu eng. Duisburg ist übrigens nicht so schlecht wie sein Ruf: Schimanski ist doch von da und die blauweißen »Zebras«… Naja, vielleicht ist es in Dräsdn doch besser – so lange keiner was sagt!
23. April 2007 um 15:26
Man hat dem (zukünftigen Rechts-)Wähler dort den typischen Freizeitossi auf einer sonnigen Parkbank inmitten von 200 Rosenarten (beziffert) gezeigt. Zum Vergleich wurde eine wasserlose Schwimmhalle mit zerbrochenen Fliesen gezeigt und über Kindergärten berichtet, die im Ruhrpott geschlossen werden müssen weil das Geld nach Dresden geht.
23. April 2007 um 15:28
@ Bis 2019 wird gezahlt, verstanden!
Man wird den ostdeutschen Kuckuck doch mal zur Raison rufen können…
23. April 2007 um 15:48
@Peter
Rechts wählen hilft gegen Ossis? Ich dachte, das hilft nur gegen die fremdländische Flutwelle, die unser schönes Mecklenburg zu rund einem Prozent überflutet! Weicht zurück, islamische Horden!
@Martin
Nicht ärgern, sieh es lieber buddhistisch: Manfred Krug singt weiter Chansons, bis er bricht. Und der Staatsrat hat immerhin die Autobahn, äh Kita gebaut. Nicht ärgern, nur wundern!
23. April 2007 um 16:00
@ Rechts wählen hilft gegen Ossis?
Gegen Ossis? Nein, aber Armut macht bekanntlich böse, braun oder ladisch.
23. April 2007 um 16:09
Ui, jetzt frage ich nicht mehr nach. Mir schwant juristische Korrespondenz. Vade retro!
23. April 2007 um 16:16
Stimmt.
23. April 2007 um 17:24
Noch mal kurz zur Haut von Sabine Christiansen. Die hat sich auch die Beine machen lassen, das habe ich genau gesehen. Die bestehen jetzt komplett aus Schienbeinknochen. Eine liebe Freundin hat mal gesagt: Es gibt Frauen, die riechen nach saurer Milch und es gibt Frauen, die riechen nach Fisch. Eigentlich klappt diese Einteilung ganz gut. Veronica Ferres zum Beisspiel ist die typische Saure Milch-Tante und Hannelore Elsner der Fisch. Aber bei Frau Christiansen weiß ich gar nicht…
Übrigens saß in der gestrigen Sendung Ute Freudenberg als kompetente Talkpartnerin. Hochkarätige Besetzung, neutrale Berichterstattung, ergebnisorientierte Disskussion – eine Sendung, die begeistert!
24. April 2007 um 07:02
Ja das passt schon: Ich glaube, »blondierte Stewardess mit Kommunikations-Know-how« ist der prototypische mediale Frauenzuschnitt, während »ernst dreinschauende Gesellschaftskritikerin mit Tränensäcken« typisch für das andere Spektrumende ist. Passt schon!
24. April 2007 um 09:09
DIE Ute Freudenberg?!?! Uhhh….
Naja, für die Bremerhavener Fraktion hier der Text der beliebtesten Ostschnulze aller Zeiten – und noch der Hinweis auf den Artikel zum Thema OST vs. West Sex in der letzten Vanity Fair.
Er sprach von Liebe
dabei waren sie noch nicht mal fünfzehn Jahr
Schwor große Worte
und er küsste sie und streichelte ihr Haar
Sie sprach von Träumen
und wie gerne würde sie ihm alles glauben
Malte mit ihm Bilder
von dem Leben, das sie sich dann beide bauten
Jugendliebe bringt
den Tag wo man beginnt
alles um sich her ganz anders anzusehn
Ha ha – Lachen trägt die Zeit
die unvergessen bleibt
denn sie ist traumhaft schön
Er traf sie wieder
Viele Jahre sind seit damals schon vergangen
Sieht in ihre Augen
und er denkt zurück, wie hat es angefangen
Jugendliebe bringt
den Tag wo man beginnt
alles um sich her ganz anders anzusehn
Ha ha – Lachen trägt die Zeit
die unvergessen bleibt
denn sie ist traumhaft schön
dabei waren sie noch nicht mal fünfzehn Jahr
Schwor große Worte
und er küsste sie und streichelte ihr Haar
24. April 2007 um 09:43
Oho, Vanity Fair! Noch so ein metrosexueller Fußkettchenträger wie ich. Endlich nicht mehr alleine… P.S.: Habe gerade erfahren, dass die Juristen jetzt schärfer hinsehen, was so ausführliche Textzitate angeht. Vielleicht mal künftig auf kürzere Auschnitte beschränken, danke dir.
24. April 2007 um 10:24
Hier die juristisch einwandfreie Version.
E. s. v. L.
d. w. s. n. n. m. 15 J.
S. g. W.
u. e. k. s. u. s. i. H.
S. s. v. T.
u. w. g. w. s. i. a. g.
M. m. i. B.r
v. d. L., d. s. s. d. b. b.
J. b.
d. T. w. m. b.
a. u. s. h. g. a. a.
H. h. – L. t. d. Z.
d. u. b.
d. s. i. t. s.
E. t. s. w.
V. J. s. s. d. s. v.
S. i. i. A.
u. e. d. z., w. h. e. a.
J. b.
d. T. w. m. b.
a. u. s. h. g. a. a.
H. h. – L. t. d. Z.
d. u. b.
d. s. i. t. s.
d. w. s. n. n. m. 15 J.
S. g. W.
u. e. k. s. u. s. i. H.
24. April 2007 um 10:41
Jürgen Drews hatte auch mal so einen Hit. Auch hier muss man sehr vorsichtig sein, wenn man beim zitieren zuviel über das Lied verrät:
»Ein Brett im Kornzelt,
zwischen Stube und Klo…«
24. April 2007 um 10:46
günstig abzugeben, Jahrgänge 00-06:
Architetural Digest
Bunte
Gala
Schöner Wohnen
Vogue
24. April 2007 um 12:16
Hihi! Nur komplett gegen Gebühr:
PS-Magazin (Jg. 1987-2006)
St. Pauli Nachrichten (300 Expl., unsortiert)
Offroad-Jahrbuch 2001
Werben & Verkaufen, 1/1977-9/2007
24. April 2007 um 13:01
Und von mir:
439 Ausgaben St-Pauli-Nachrichten, Hustler, und Pustler, (zT. starke gebrauchtspuren)
24. April 2007 um 13:11
30 jahre w&v hätten ja was.
bestimmt schön zu lesen, wie sich die branche schon immer um sich selber drehte
24. April 2007 um 13:49
Wirklich? Ich packe bisher bei jeder auf eBay vertickerten Ausgabe »St. Pauli Nachrichten« zehn geknüllte »w&vs« als Dämmstoff mit rein! Vielleicht ein Riesenfehler.
24. April 2007 um 15:04
endlich: vor valencia fährt team germany seinen ersten sieg ein – gegen china
24. April 2007 um 17:05
Segelnde Chinesen? Sowas gibts doch gar nicht. Ich sage: Myanmar gewinnt!
25. April 2007 um 08:50
By the old Moulmein Pagoda, lookin’ lazy at the sea,
There’s a Burma girl a-settin’, and I know she thinks o’ me;
For the wind is in the palm-trees, and the temple-bells they say;
“Come you back, you British Soldier; come you back to Mandalay!”
Come you back to Mandalay,
Where the old Flotilla lay;
Can’t you ‘ear their paddles clunkin’ from Rangoon to Mandalay?
On the road to Mandalay,
Where the flyin’-fishes play,
An’ the dawn comes up like thunder outer China ‘crost the Bay!
25. April 2007 um 09:33
Der Sieg über die Chinesen ändert nix am Fakt, dass a.) das deutsche Boot ein ganzes Stück langsamer als die AlinghiPradaOracle-Konkurrenz ist, und dass b.) Herr Dommermuth der nächste Mr. (Sir?) Lipton ist.
25. April 2007 um 09:56
Der Deutsche strebt nach Seeherrschaft, ein Platz an der Sonne soll es bis heute stets sein. Der verspätete Eintritt in die Weltgeschichte traf aber auf Seemächte, die den Kuchen längst verteilt hatten. Die Weltmeere dürfen kein bodenloser Abgrund bleiben. Seefahrt tut not!
25. April 2007 um 10:10
genau!
http://de.wikipedia.org/wiki/Schaumweinsteuer
25. April 2007 um 10:35
Wer viel säuft, der kann auch viel Schiffen!
Ich bin für eine Segelohrsteuer.
PS: Zu Zeiten des Ostasiengeschwaders hatte der Deutsche halt noch andere Interessen als Sextourismus.
25. April 2007 um 10:58
Naja, laut Freud ist das Ziel in Liebe, Krieg, Job und Fußball eh immer dasselbe:
Muddis Schlübbi!
16. Mai 2007 um 22:24
Eine kurze Geschichte des America’s Cups…
(Die America. Bilder: New York Yacht Club) Auf der Liste der reichsten Menschen der Welt belegt er mit einem geschätzten Vermögen von 8,8 Milliarden US-Dollar immerhin Platz 76. Damit liegt Ernesto Bertarelli freilich noch ein ganzes Stückchen hinte…
17. Juni 2007 um 19:46
Hallo zusammen!
Ich habe zum Americas Cup folgendes Angebot entdeckt: Unter http://www.primetix.com gibt es ein so genanntes „Amercia’s Cup Race Day“Angebot , was wohl das gleiche Angebot vom Umfang her ist, wie das von Team United Internet (also Teambase Besuch, mit einem Spectator Boot dann raus auf’s Meer, etc.). Klingt ganz interessant. Was meint ihr zu solchen Angeboten?
Segellilie