Stadthafen: Dem Meister eine Gasse!
Er war ein Griesgram, vielleicht ein Genie und auf jeden Fall der größte Autor Rostocks: Zum Gedenken an den 2007 verstorbenen Schriftsteller Walter Kempowski hat seine Geburtsstadt jetzt ein Stück vom Rostocker Stadthafen auf den Namen »Kempowski-Ufer« getauft und ein kleines Denkmal für ihn aufgestellt – drei Edelstahl-Säulen. Seine Witwe freut sich besonders über den Standort, da kein anderer Ort in Rostock so eng mit seinem Werk verbunden ist. Kempowski hat die Stadt durch seine Bücher in ganz Deutschland bekannt gemacht. Sauber, Waldi!
»Das Einzige, was mich am Tod wirklich traurig macht, ist, dass man als Toter keine Musik mehr hören kann.« Walter Kempowski, 2007.
»Wenn die Welt noch Augen hat, zu sehen, wird sie, um es in einem Wort zu sagen, in “Echolot” eine der größten Leistungen der Literatur unseres Jahrhunderts erblicken.« Frank Schirrmacher.

30. April 2009 um 16:54
oh, wo steht denn das Kunstwerk – und ist es so grausam wie ich hofffen darf?
30. April 2009 um 17:06
Es sind drei Metallstelen, die m. E. Masten eines Segelschiffes darstellen. Zugleich sind auf ihnen Auszüge des Werkes angebracht.
30. April 2009 um 17:16
Stelen?! Nichts gegen die Idee des Denkmals an sich – ich bin ja bekennender “Tadellöser & Wolf” Fan – aber Stelen haben in Rostock irgendwie Konjunktur: Lange Straße, Steintor, Kempowski Denkmal… alle paar jahr die gleiche Idee von einem Kulturschaffenden aus der – vorpommerschen (nur da finde ich zu mir..) Provinz
4. Mai 2009 um 08:23
Nach Erkenntnissen eines Germanisten, der in der Ostsee-Zeitung berichtete, war Kempowski nach dem 2. Weltkrieg als Spion für die Amerikaner tätig. Das verblüfft mich schon. Andererseits war er ja sein Leben lang ein fleißiger Datensammler.