Starporträt: Schnurrbart mit Dusterpuster

©Stralsund/Pixelio/www.pixelio.de
»Ich sehe aus wie ein Steinblock, den man in die Luft gesprengt hat«, sagte Charles Bronson über sich selbst. Eine gute Kritik hat der leidenschaftliche Schnurrbartträger mit dem Arsenal im Mantel wohl sein ganzes Leben nicht bekommen. Macht nichts, fand er: »Wir machen keine Filme für die Kritiker, denn die bezahlen keinen Eintritt.«
In Frankreich, wo man ihn besonders liebte, trug der politisch unkorrekteste und fieseste aller Actionstars den Beinamen »das heilige Monster« – vermutlich weil Chuck Norris und Clint Eastwood neben dem fleischgewordenen Panzerfahrzeug wie bessere Betschwestern wirkten. Zu Zeiten von »Spiel mir das Lied vom Tod« galt der litauische US-Emigrant als der bestbezahlte Schauspieler der Welt.
In den Neunzigern verglühte sein Stern, doch er wurde zum Kultobjekt der Popkultur: Bronson-Fan Quentin Tarantino widmete ihm seinen Doppelwhopper »Kill Bill« und die Simpsons verweilten eine komplette Folge in der schweigsamen, aber gut bewaffneten Kleinstadt »Bronson«. Am 30. August 2003 verstarb der Mime mit dem Dusterpuster im Alter von 81 Jahren nicht etwa an Bleivergiftung, sondern an ganz banaler Lungenentzündung. Man bleibt halt Mensch.

27. November 2007 um 12:54
Gunnar Blöhe nimmt die Straßenbahn. Das ist viiieeel gefährlicher!
Nein – im Ernst. Der Herr Bronson ist mir sehr sympathisch. Einen solchen Meschenschlag in die Sportlehrerschaft oder den Polizeidienst zu befördern, sollte Anliegen einer jeden Staatsmacht sein. Nur liebe Bälger und staatstreue Bürger wären die Folge. Naja – man kann nicht alles haben. R.I.P., Mr. B.!
27. November 2007 um 13:13
Persönlich bin ich ja im allgemeinen auch eher ein liberaler Mensch mit Neigung zur individuellen und soziologischen Betrachtung jedes klinischen Einzelfalles. Wenn nachts vor meiner Tür gebölkt wird, würde ich mir allerdings wünschen, das Höllenfeuer käme über den Störenfried! Bronson, hilf!
27. November 2007 um 13:48
Tschuljung, Herr Beutele. Dann werde ich demnächst vor einer anderen Tür bölken. Sorry.
27. November 2007 um 13:52
Sie waren das wohl mit Ihrer dicken Triumph, der nachts um 3 den Burnout in unserer Einfahrt hingelegt hat? Zieh blank, Bursche!
27. November 2007 um 14:04
Burnout? Bist Du des Teufels? Ich will mein Baby doch nicht vergewaltigen. Die muss gestreichelt werden!
27. November 2007 um 14:07
Verstehe, vermutlich sind Sie ein Garagenparker! Kommt der PS-Bolide etwa jeden Abend in sein herziges Futteral mit Teddyfüllung oder darf er nachts auch schon mal draussen ticken?
27. November 2007 um 14:46
Futteral ist richtig! Böseschwarz, beheizt und wasserdicht. Könnte ja auch ne Simmi drunter sein. Man muss ja nicht gleich Begehrlichkeiten wecken. (siehe Bundeswehr: Verleitung zum Kameradendiebstahl)
Der Ekkard sabbert doch schon wieder.