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Bahnfahren ist eigentlich etwas feines. Man braucht das Fahrzeug nicht zu lenken und der Kutscher kennt den Weg. Während der Reise kann man durchs Gehäuse promenieren oder seinen Gedanken nachhängen. So denke ich mir das jedenfalls.

Doch bei den meisten Ausflügen auf Schienen, die ich in den vergangenen Jahren tätigte, hatte ich Pech. Entweder waren die Züge plötzlich defekt oder die Anschlüsse weg, die Gänge verstopft oder das Personal desorientiert.

Besonders lebhaft erinnere ich mich an eine Nachtfahrt per Schienenersatzverkehr in einem altersschwachen Gelenkbus vom Rostocker Hauptbahnhof zum Flughafen Frankfurt. Stunden verbrachten ich und meine Frau in kurzen Urlaubshosen an den vollurinierten ÖPNV-Haltebuchten Mecklenburgs. Die Autobahn ist vielleicht doch besser als ihr Ruf!