TV: Bundespräsident Schimanski?
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Duisburg, heute morgen: Götz George alias »Horst Schimanski« zeigt es allen. Der beliebteste Tatortkommissar im ganzen Westen zieht noch einmal die Schimanskijacke an, um im Kampf um das Präsidentenamt gegen Peter Sodann anzutreten, der als »Kommissar Ehrlicher« die Nummer 1 im nahen Osten war.
Die Handlung: Kein einfacher Fall für die Kripo – zunächst scheint es sich nur um geistige Inkontinenz zu handeln. Doch dann kommt ein neues Motiv an die Oberfläche: »Der normale Mensch geht mit 65 Jahren in den Ruhestand… Ich bin aber nicht im Ruhestand«, so der quicklebendige Sodann beim Kandidateninterview im Deutschlandfunk. Und: »Können Sie mir sagen, wer noch über Herrn Zumwinkel spricht?«, schiebt er etwas später kryptisch-bedeutsam nach.
Da lässt der begeisterte Deutschlandfunkhörer Schimmi den Rasierpinsel ins Becken fallen, springt in seinen Wagen und rast mit quietschenden Reifen zum Berliner Sendestudio. »Mensch, Ehrlicher, ich dachte, wir wären Kumpels« schreit das gefühlsduselige und unrasierte Rauhbein den bescheidenen Ostkollegen verkatert an. Der richtet ruhig seinen Kragen und erwidert: »Ich sag mal so: Möge der bessere gewinnen, Herr Schimanski.« Ganz großes Kino!

15. Oktober 2008 um 14:45
Während dessen denkt Amtsinhaber Köhler bei einem Glas Champagner: »Jawohl! Geschichte wiederholt sich eben doch, die Linke marschiert getrennt und verliert gemeinsam… so sind sie, die Genossen.«
15. Oktober 2008 um 14:57
Ja, damit kann die Linke in Deutschland, sollte sich die Sozialdemokratie unter diesem Dache wohlfühlen, wohl jede Hoffnung auf einen neuen Präsidenten aus ihren Reihen fahren lassen. Für die Partei »Die Linke« dürfte der kauzige Sympathieträger allerdings weitere Punkte bedeuten.
15. Oktober 2008 um 17:44
Trotzdem, das Thema zieht vielleicht nicht ganz bei der politisch-cineastisch interessierten Bloggemeinde. Herzlichst, Ihr Götz Schimanski
16. Oktober 2008 um 08:08
Das ist ja eben das herrliche, Dr. Richter, dass dieses Medium vom gemeinen Gewerbetreiben unterscheidet: Man kann hier ruhig auch einmal in Schönheit sterben. Denn schon in der nächsten Folge erwarten den Verbraucher dann ja wie seit 2000 Jahren erneut Fußball, Sozialneid und bunte Bilder. Schon raucht der Kommentarkamin wieder!
20. Oktober 2008 um 15:40
@ »Für die Partei »Die Linke« dürfte der kauzige Sympathieträger allerdings weitere Punkte bedeuten.« Aber sicher! Zumal er mit seinem »…würde ich Herrn Ackermann, den Chef der Deutschen Bank, verhaften« endlich in der linken populisten Ecke angekommen ist. Was kommt eigentlich nach verhaften? Irgendwie kommt mir das alles bekannt vor.
20. Oktober 2008 um 16:55
Tja, das ist wenigstens ehrlich. Schön verhaften! Der feine Herr Banker, uns kleine Leute schröpfen, damit wer dann Schluss, jawoll, wenn nur der »Kommissar« das Sagen hätte. Sauber, sag ich!
21. Oktober 2008 um 13:45
Also Ekkard, gerade Sie mit Ihren Millionen in Liechten … ups, das sollte ich doch nicht verraten. …hagen