Epilog: Vom Sinn des Osterfestes

Vomitorium, Metapher für Tod und Auferstehung
Der spirituelle Ostergedanke ist vielen Rostockern wohl bei Meter-Bratwürsten und Diddl-Mäusen verloren gegangen. Doch in so manchem Detail steckt auch die frohe Botschaft. So sind Osterfeiern in rustikalen Landgasthöfen mit illustren Namen wie »Jägerkrug« oder »Fun-World« untrennbar mit oben abgebildetem Gimmick verbunden.
Dieses klassisch-weiße Feature kommt im gastronomischen Sanitärbereich zum Einsatz und hat etwas eigenartig Befreiendes. Bitte nicht vergessen: Das österliche Kernthema sind Tod und Auferstehung. Kein anderes Gerät lässt den rituellen Todeskampf und die erleichterte Auferstehung am eigenen Leibe so lebensnah nachvollziehen. Mund abwischen, weitermachen!

10. April 2007 um 07:57
Stimmt. Habe bisher auch nur Sanitärfanfaren gesehen, die Himmelwärts gerichtet waren…
10. April 2007 um 08:05
Soso! In der Ulmenbar verzichtet man übrigens leichtfertig auf solch keramischen Wandschmuck. Der Inhaber vertraut wohl auf die Zielsicherheit der Gäste – sozusagen ein verstecktes Kompliment an Sie, Herr Lück!
10. April 2007 um 08:28
Kotzen nicht keckern.
10. April 2007 um 08:56
ihr müsst es ja wissen … Solche Armaturen brauche ich net und werde sie nie brauchen, es sei denn ich werde mal alt (was durchaus passieren kann) und muss mich wandseitig einklinken, um nicht die Zielentfernung zum Zahnputzbecken zu verlängern und dann ein Chaos in meiner betreuten WG anzurichten.
Haltet euch fest Jungs! Auf Ostern!
10. April 2007 um 09:03
Benutzt habe ich besagten Gegenstand selbst in Sturm- und Drangzeiten nie. Entweder war es mir durch schieres Versagen aller physischen Grundfunktionen nicht mehr möglich – oder aber ich zog mich diskret in ein Chambre Separée zurück, um still Buße zu tun.
10. April 2007 um 09:30
Weiche Satan, Dämon, Du Höllengeburt … WEICHE. Ein Stoßgebet in Richtung Keramikschüssel soll ja reinigend wirken. Aber dieser fahle Geschmack auf der pelzigen Zunge von Unzüglichkeit und Sünde bleibt.
10. April 2007 um 09:32
Naja – reinigend … da müssen wir noch mal drüber reden. Die Klofrau/der Klomann wird das möglicherweise anders sehen.
10. April 2007 um 09:37
Oho, Herr/Frau Bloehe, sogar die sexuell korrekte Definition der Toilettenbewirtschaftung wird hier berücksichtigt. Soviel Zeit muss sein!
10. April 2007 um 10:04
Hat hier jemand sexuell gasagt?
10. April 2007 um 10:07
Sorry, aber ich kann leider nicht mit der korrekten Berufsbezeichnung aufwarten. Ein Hausmeister soll ja wohl ein Facility Manager sein. Hört sich auch super an!
http://de.wikipedia.org/wiki/Geb%C3%A4udemanagement
Was macht eigentlich ein “Front Officer”? Er hat jedenfalls nichts mit den Tornado-Einsätzen der letzten Tage zu tun und zumeist auch keine Sternchen auf den Schultern.
Die Antwort findest Du hier:
http://www.privatschule-eberhard.de/interessant/berufeeng.htm
10. April 2007 um 10:09
Nanu? is mein Kommentar im SPAM gelandet?
10. April 2007 um 10:15
Wie belieben? Ich hab nix gemacht!
Schicke es bitte noch einmal, wenn was verloren ging.
10. April 2007 um 10:20
Sorry, aber ich kann leider nicht mit der korrekten Berufsbezeichnung aufwarten. Ein Hausmeister soll ja wohl ein Facility Manager sein. Hört sich auch super an!
Was macht eigentlich ein “Front Officer�? Er hat jedenfalls nichts mit den Tornado-Einsätzen der letzten Tage zu tun und zumeist auch keine Sternchen auf den Schultern.
Die Antwort findest Du hier:
http://www.privatschule-eberhard.de/interessant/berufeeng.htm
P.S: Hatte vorher 2 Links drin, daher wurde der Beitrag ausgeblendet …
10. April 2007 um 10:27
Sauber. Daheim bin ich ja der »Youth Coordination Manager« (ziehe morgens das Kind an), »Programm Designer« (suche das Fernsehprogramm aus) und »Consumer Goods Provider« (mache den Wocheneinkauf).
10. April 2007 um 10:32
@ Sorry, aber ich kann leider nicht mit der korrekten Berufsbezeichnung aufwarten:
Infobroker ist das Stichwort, Herr Bloehe.
10. April 2007 um 10:50
Wie wärs mit “Dejectioninstructor” oder “Excremetal Supervisor”?
10. April 2007 um 11:15
Besser: Serviette Fraicheur détenteur
10. April 2007 um 11:17
ups, hier naturellment in english:
Refreshing towel holder
10. April 2007 um 11:50
@Gunnar:
Neuer Heavy Metal-Stil EXCREMETAL – We rock this shit real hard!
10. April 2007 um 13:17
Um nicht zu sagen: Mal richtig auf die Ka#*e hauen! Workout im Exkrematorium …
10. April 2007 um 14:46
Jetzt muss ich mal nachfragen: Gibt es solche Vorrichtungen wirklich? Ich habe sowas noch nie gesehen, also nicht auf Damenklos. Dabei spucken Frauen heutzutage viel öfter als Männer und meistens nach dem Essen. Schlimmschlimm. Macht zwar schlank, riecht aber nicht gut aus dem Mund.
Damenkloß – komisches Wort, fällt mir gerade auf.
10. April 2007 um 14:50
Jaja, sowas gibt es! Meine Einlassungen sind durchaus realistisch gemeint. Ich habe die Apparatur schon früher häufig in ländlichen Grünkohl- und Pinkel-Lokalen und Großraum-Diskotheken gesehen. Zuletzt übrigens meine ich im »Alten Fritz« am Stadthafen solche Gerätschaften geschaut zu haben. Trau, schau, wem!
10. April 2007 um 15:01
Laut folgendem Bericht ist das Gerät im Nordwesten Deutschlands mit Schwerpunktverbreitung in Ems- und Sauerland daheim. Niedersachsen möchte ich noch hinzufügen. http://www.bizarre-radio.de/index.php?p=cd&id=6017
10. April 2007 um 15:14
Mit Blumen geht alles besser:
http://www.stoffinet.de/www/fotos/kneipen/tour1/kotzbecken.JPG
10. April 2007 um 15:22
Meine Herren .. im Bidet die Füße waschen, am Kotzbecken nach einem Wasserhahn suchen … ich sehe nicht mehr durch. Wo mache ich denn nun was?
10. April 2007 um 15:31
Ich habe mir das gerade nochmal durch den Kopf gehen lassen. Die verständlichste Bezeichnung – außer der von Herrn Baeuerle und mir bevorzugten (Vomitorium) ist wohl: »Das Speibecken«. Bekannt ist der keramische Gedankenleser aber auch als »Brüllbecher« oder »großes, weißes Telefon«, kurz »Kotzophon«. Andere sagen sie müßten »mit Villeroy&Boch telefonieren« oder nacher gleich »Porzellanbus fahren«. In der DDR war das Ding als »ZK-Fernsprecher« bekannt, wobei man laut nach Walther Uuuulbricht rufen konnte (ZK = Zentralkomitee, zum kotzen). Wieder andere nennen es »Pabst« (pabsten = hochwürgen) oder »den Porzellangott anbeten«. Richtig bunt wird’s in der »Umkleide« beim »Rachenfasching«…
10. April 2007 um 15:40
Sehr schön Herr Lück! Ich bin begeistert. Jetzt kann ich mitreden und stehe nicht immer so dämlich da, wenn jemand mal eben eine Gruppe Feiglinge durch die Keramik boxen möchte. Sehr schön.
10. April 2007 um 15:40
Porzellanbus fahren, Rachenfasching, Brüllbecher –
großartig, Herr Lück, ich erkläre den Tag für fröhlich!
10. April 2007 um 16:06
Man ulft wo man kann, die Herren! Einen schönen Feierabend…
3. Oktober 2007 um 17:30
ja, ja, wer zuerst kotzt hat gewonnen!!!
4. Oktober 2007 um 07:49
Grüß Gott, Herr Rhino, Sie Brechbohne!
15. Mai 2009 um 18:52
Interessanter Artikel!