Wahlkampf
Soll ich »Die Linke« wählen? Nach dem Einzug in die Landesparlamente von Hessen und Niedersachsen (hat jemand die dortige Spitzenkandidatin gesehen, Wahnsinn!) stellt sich diese Frage in vier Wochen einem Teil der Wähler in Hamburg und schon im nächsten Jahr wird über diese Frage auch auf Bundesebene entschieden.
Dabei ist die Antwort auf diese Frage recht simpel: sie lautet ganz einfach nein oder natürlich nicht. Auch das »Warum« ist recht einfach, verbindet sich mit dieser Partei doch ein Verständnis von Demokratie, dass mit »mangelhaft« freundlich umschrieben ist.
Bei wem dieser Satz Irritationen auslöst, dem empfehle ich einen Blick auf die Themen Meinungsfreiheit und Gewaltmonopol. Letzteres liegt, wie man weiß, immer beim Staat und nicht bei gewaltbereiten linken Spinnern, mit dem Teile der »Linken« (und deren Wähler) sympathisieren. Der Artikel 20 Abs 4 der Verfassung greift eben nur dann, wenn freiheitliche Grundordnung kippt und die legalen Mittel zum Erhalt derselbigen ausgeschöpft sind.
Ein »das ist sozial ungerecht, die Scheißreichen, G8 ist Kacke« reicht da nicht aus.
Zum Thema Meinungsfreiheit nur so viel: die gerne für sich reklamierte Freiheit Andersdenkender hört dort auf, wo die Linke die Futtertröge der Macht erreicht hat. In Berlin lässt sich beobachten, was mit Staatsanwälten und Sozialarbeitern passiert, wenn sie die ideologische Argumentationslinie der demokratischen Sozialisten verlassen. In diese Aufzählung gehört ebenfalls die mangelnde Bereitschaft des Ex-PDS-Blocks, sich mit der Stasivergangenheit auseinander zusetzten. Was zählt, ist immer die richtige Ideologie und nicht der Pluralismus.
Nun mag man einwenden, dass auch die anderen Parteien mit unbotmäßigen Angestellten nicht anders verfahren, was durchaus richtig ist. Allerdings finden sich ideologische Mauern, mit denen der »Stein der Weisen« verteidigt wird, nur bei den Linken und bei dem einen oder andern CSUler.
Am besten wird es aber, wenn die Linke mit Satire bedacht wird, so etwas kommt gar nicht gut an. Die dann einsetzende Empörung hat schon fast religiöse Züge, man ist ja für Gerechtigkeit und hat die Wahrheit auf seiner Seite…


28. Januar 2008 um 14:20
Sehr lustig fand ich die Auseinandersetzungen um Familie Lafontaine, die gerne auch mal Gutbürgerliches bis Rechtspopulistisches in punkto Kindererziehung oder »Fremdarbeiter« von sich gibt. » PR-Aktion hessischer SPD-Frauen gegen PDS-Lafontaine
28. Januar 2008 um 14:51
Ob nun Satire oder auch nicht – ich fand das Entsetzen der CDU über den Einzug der Linken in einen »westlich der Elbe gelegenen« Landtag sehr erheiternd. Allein das machte den Wahltag für mich mal wieder interessant.
28. Januar 2008 um 15:03
@ »Soll ich »Die Linke« wählen?«

Gebe Dir ja Recht! Aber Ausnahmen bestätigen die Regel:
28. Januar 2008 um 15:41
Erheiternt sind immer diese Kandidatenrunden. Wenn denn immer so egozentrische Individuuen versuchen mit ihrem rhetorischen Krautsalat den anderen in die Enge zu drengen, obwohl der eigentlich den gleichen Bockmist vertritt. Da werden aus gestandenen Erwachsenen schnell mal Kinder die sich um die blaue Erbeerform stänkern. Doch auf wessen Kosten?
28. Januar 2008 um 17:26
» PDS-Spitzenkandiatin
29. Januar 2008 um 08:03
Ja, ich habe die Dame aus Niedersachsen mehrfach im Interview gesehen. Eigentlich keine überraschenden Einsichten. Allerdings hatte sie einen sehr durchdringenden Blick. Aber King Kochs hessische Zauberbrille bannt die Laseraugen der Demokratischen Sozialistin. Und Super-Yps mit ihrem Ghostwriter* lässt sich auch nicht foppen.
*Ist noch jemandem aufgefallen, dass die Frankfurter Ypsilantin ständig direkte Regieanweisungen von ihrem Berater bekommt? Also, ausgehen darf der böse Rolli jedenfalls schon alleine.
29. Januar 2008 um 12:02
Irgendwer sagte einmal, die Politik ist nur der Spiegel der Gesellschaft. Das fing nicht erst beim Dicken an und hört bei unserer FDJlerin nicht auf. Vielleicht ist aber die Gesellschaft auch nur ein Spiegelbild der Politik. Dann kann man sich eventuell noch mit Reflexionscreme schützen… Die hilft dann sicher auch gegen Laseraugen der Madame Y. und der Zauberbrille des Dr. Scarface.
31. Januar 2008 um 14:30
@ Ist noch jemandem aufgefallen, dass die Frankfurter Ypsilantin ständig direkte Regieanweisungen von ihrem Berater bekommt? Also, ausgehen darf der böse Rolli jedenfalls schon alleine.
http://de.youtube.com/watch?v=SxY3zEzOksg