Wo steht hier die Milch, bitte?
©Alchemie/Pixelio/www.pixelio.de
Shopping in Rostock bleibt oft ein surreales Erlebnis. Trotz mittlerweile glitzernder Fassaden hat man häufig noch immer den Eindruck, mit dem Betreten eines Geschäfts die Privatsphäre eines schwer beschäftigten Menschen zu stören.
Verkäufer schrecken verstört hoch, wenn man sie etwas fragt und junge Servicekräfte fahren sich bei Sonderwünschen (»Wo finde ich hier die Milch, bitte?«) genervt durchs Haar. Ehrlichkeit (Unfreundlichkeit) steht hier hoch im Kurs, Oberflächlichkeit (Freundlichkeit) wird häufig wohl als Schwäche angesehen. Kein Wunder, glaubt doch die Mehrheit der Azubis im Einzelhandel offenbar, eigentlich zum Superstar bei DSDS zu taugen und nur vorübergehend im Alltag Station zu machen.
Dass sie dafür öffentlich von Herrn Bohlen auf links gedreht werden, ist zwar vielleicht traumatisch, aber auch logisch. Wer hat Schuld: Eltern, Schule, Gesellschaft, Medien, Politik? Ja, ich glaube schon.

1. Oktober 2008 um 09:36
“Wenn’s nicht im Regal steht, haben wir’s auch nicht.” Ja das hört man doch gerne.
1. Oktober 2008 um 09:44
»Und wenn ich Dir dein Verkäuferjäckchen über den Ohren zusammenbinde, kriegst du auch nicht weniger mit«, müsste man antworten. Tut man aber nicht.
1. Oktober 2008 um 10:14
Mhh, dies ist aber kein Rostocker Phänomen, gerade die Bajuwaren sind mir doch noch in schauriger Erinnerung. Ein halbes Jahr habe ich gebraucht um den nicht mehr ganz so jungen Damen des klein Marktes vor meiner Haustür ein eine Antwort auf etweilige Fragen zu entlocken, auf ein freundliches “Guten Tag was kann ich für Sie tun” habe ich dort bis zu meiner Rückkehr nach Rostock gewartet. Einzig der Zigarettentantler ist mir in positiver erinnerung geblieben, bei dem hatte ich dann auch Kredit o.o was mich doch irgendwie betroffen machte … aber ich schweife ab.
1. Oktober 2008 um 10:22
In Bayern geht es jetzt ja leider allgemein abwärts, nicht wahr? Und Ihre Aussage »Kredit o.o« bitte ich zu präzisieren: Konnten Sie bei dem blauweißen Rauchwarenhändler anschreiben oder nicht? Sie basteln mir doch auch keine Websites für lau, oder?
1. Oktober 2008 um 10:38
Oh herr Bäuerle sind wir jetzt beim Sie
Ja, seine Begründung war schmerzhaft “Du kommst ja eh jeden Tag zu mir” was mich doch für ein zwei Tage nachdenklich, über die menge des zu mir genommenen Genussmittels, werden ließ.
1. Oktober 2008 um 12:57
Ach, so einer!
1. Oktober 2008 um 13:23
Zurück zum Thema: Im KTC gibt es jetzt neben der Milch auch tolle Entrittskarten zur Nacht der Kulturen am 18.Oktober 2008 im Rathaus Rostock. Mehr dazu http://www.buntstattbraun.de.
PS: Die Milch im KTC ist die preiswerteste Bio-Milch in Rostock!
1. Oktober 2008 um 14:37
Mhh auch wenn doch äußerst löbliches Engagement, sieht mir dies doch eher noch einem Fall von Kommentar Spam aus nicht ?
Bei Bio Milch fällt mir nur http://antivegan.de/absurdes.html ein
1. Oktober 2008 um 14:41
Also, ich gehe stets gern zur Nacht der Kulturen, danke für den Hinweis. Was mich allerdings anstinkt, ist die zurzeit sehr aktive Anti-Website zu »www.bunt-statt-braun.de«: »weiss-statt-braun.de«! Echt das letzte, oder?
5. Oktober 2008 um 20:28
Anscheinen mangelt es bei euch an der Fähigkeit, Charm spielen zu lassen. Denn reissen sich die Damen auch den Ar*** auf, naja oder sie tun ihr bestes. Das ist das gleiche, wie auf’m Amt.
7. Oktober 2008 um 08:07
vlaic: wie wäre es mit einem kurs zum erlernen des wortes “charm” und der handhabe dessen – denn damen die sich den “a…. aufreissen” für einen evtl. sexistisch veranlagten herren gehören für mich in die dsds-bohlen-liga (s.o.). coole damen im service sind echte persönlichkeiten die z.t. auch im ktc zu finden sind; aber leider immer noch in der minderzahl. ich leide unter dem rostocker ktcrostockerhofkröpieinheitsbrei!!!!!!!!!
7. Oktober 2008 um 08:17
Charme ist im Alltag wohl weniger gefragt, als Chancengleichheit. Zu diesem Thema habe ich soeben eine interessante Information der WC-Papierfirma »Charmin« zur Kenntnis genommen: Das Verhalten der Geschlechter beim kleinen Toilettengeschäft nähert sich an. Ein Großteil der Damen verrichtet es mittlerweile außerhalb der eigenen vier Wände ebenfalls im Stehen. Da schau her!
7. Oktober 2008 um 08:44
ganz sicher eine fehlinformation des sympathischen bären: der großteil der damen die vermeintlich im stehen ihr kleines toilettengeschäft erledigen, legen eher eine kleine pilateseinheit (schweb/hockstellung) ob der sehr oft verschmutzten bzw. nicht genau zu definierenden “sauberkeit” der entsprechenden örtlichkeiten, ein. auch hier die dsds-bohlen-mentalität seitens unserer holden weiblichkeit: zu hause pico bello, ansonsten die sau raus lassen?
schade – im sitzen ist es sooooo gemütlich
7. Oktober 2008 um 09:00
Das war eindeutig das Wort zum Dienstag!
8. Oktober 2008 um 23:23
ach inolla, alles in den falschen hals gekriegt.
anscheinend haben wir eine andere vorstellung vom begriff charmE. wenn sie damit meinen, das das nur männer haben, und das auf eine schleimige, anwidernde art, muss ich gegenhalten. ein lächeln, etwas höfflichkeit, sowas bezeichne ich als charme, welche auch frauen als eigenschaft haben (dürfen).
Übrigens werden die Damen und Herren im Service fürs arschkrichen bezahlt.