Wohnen in Rostock
Das Wochenende war ein sonniges aber kein leichtes. Ich stand vor der Frage, die wohl alle wohlhabenden Blog-Redakteure dieser Welt beschäftigt: »Inselturm oder Ufervilla?« Richtig, ich spreche von der (damals) ach so romantischen Holzhalbinsel am linken Knöchel der Petri!-Kirche. Vor 1 1/2 Jahren habe ich hier noch mit Dj Checke nachts Würstchen gegrillt, Wodka getrunken und Tauwürmer gebadet. Und nun wohne ich bald hier? Vielleicht, denn der »unverbaute Warnowblick« ist so schön und ich könnte direkt aus dem Fenster angeln. Jedenfalls habe ich mein neues Zuhause, »Schnackerstraße 10«, schon mal besichtigt.
Auf der insgesamt 84.000 m² großen Halbinsel am Mühlendamm sollen sechs sternförmig angeordnete Häuser, ein 3.000 m²-Einkaufszentrum, Tiefgaragen, ein Hotel, 100 Wohnungen und eine Privatschule errichtet werden. Ab 146.300 Euro + 4,76% Maklerprovision ist man für 51,8 m² Wohnfläche dabei.
Das Penthouse mit Warnowblick für 389.000 Euro war mir persönlich zu teuer, so dass ich mich eher für die 97,6 m² im Wohnturm, rechts interessiere. Hier werden 303.000 Euro + Provision fällig. Wer von Euch Interesse hat, der schaut bitte hier, hier oder auch hier. Auf gute Nachbarschaft!


23. April 2007 um 12:14
@ Der Hummer, den ich von Dr. Dre übernommen habe, steht auf dem Dach besser…
Mein Neuer Laramie muss auch mit. Vielleicht sollten wir uns aus Kostengründen die 2 Doppelgaragen teilen, Herr Baeuerle?
23. April 2007 um 12:09
Ich nehme den ganzen Komplex, da ich ungern über Auffahrtverparkung und Gartenzwerge prozessiere.
Die Treppenhäuser lasse ich allerdings direkt wieder entkernen, da ich mir etwas Extravaganz leiste: Der Hummer, den ich von Dr. Dre übernommen habe, steht auf dem Dach besser, weshalb ich eine verchromte Parkhausschnecke einziehen lasse.
Ansonsten will ich nix von pseudohanseatischem Speicherdriss und voyeuristischen Weekendradlern sehen – hier wird auf 30 Meter aufgesockelt, dass es raucht: Remember Heiligendamm – mir werden die Stieleislecker nicht auf das Benzsofa stieren.
Alsdann, Durchführung, Herr Baurat!
23. April 2007 um 12:32
Sehr schöne neue deutsche Investorenarchitektur: 15 Meter Traufhöhe mit 7 Geschossen. Die fehlende Deckenhöhe wird mit französischen Fenstern kaschiert, damit mir auch jeder Passant beim Frühstück auf den ungewaschenen Sack schauen kann!
Aber man soll nicht immer nur klagen, das Wohnen am Wasser hat schon was.
2. Garage? Eigener Bootsanleger für meine http://www.sunseeker.com/ sollte es schon sein
23. April 2007 um 12:40
Einkaufsliste:
- 2 x sunseeker (Der 12-jährige Sohn will schließlich auch mal mit de Kumpels raus)
- 1 x Laramie mit Anhänger für die Party unterwegs
- 1x Hummer von Dr. Dre … es geht auch der gelbe von den Fotopoint-Jungs
- 10 Stück Partygirls halb und halb
- 1 Stück Holzhalbinsel …
Herr Ober, die Rechnung bitte!
23. April 2007 um 12:44
http://www.buerohaeuser-am-kai.de/ ist zwar ein harmonisches Bild, in dass sich die Navigation der Seite förmlich einschmiegt. Schaut man aber genauer hin, erkennt man, dass sämtlihe Gebäude, die die Skyline von Rostock so interessant machen hinter der Fassade der Legohäuser verschwindet. Da gabs wohl wieder einen Fördertopf, auf dem jemand zu lange gesessen hat, und der nun endlich einmal geleert werden musste, bevor er anfängt zu stinken.
23. April 2007 um 12:46
Die Vorstellung aus dem Wohnzimmerfenster in die Warnow schiffen zu können, hat schon etwas sehr reizvolles. Ich als eingfleischter Freipinkler ziehe ja ganz gerne in die Natur, um meine Gewässerkippaktionen durchzuziehen. Aber was ist nun mir der Prognose “Mutter Natur” kommt zu uns nach Hause. Sprich globale Erwärmung, Polwegschmelzung und der daraus resultierende Wasseranstieg weltweit. Kann der Hammer oder der Laramie schwimmen? Wird um Rostock ein Deich gebaut? Und wann kommt der erste Tourismusführer für Freipinkler auf den Markt? Fragen, Fragen, nichts als Fragen.
23. April 2007 um 13:05
@ kommt der erste Tourismusführer für Freipinkler auf den Markt?
Mit einem gewissen Stolz kann ich sagen, dass ich 1992 den Begriff des Strandpinklers eingeführt habe. (Mit gesicherten Namensrechten)
Der Begriff bezeichnet das Pinkeln im Schneidersitz, wobei das Gemächte mit einer Zeitung oder einem Buch bedeckt wird. Hilfreich ist weiterhin das leichte Aufhäufen von Sand an den Außenseiten des rechten und linken Oberschenkels
Das Pinklen in dieser Variante ermöglicht die ununterbrochende Aufnahme alkoholischer Getränke am Strand.
Die Anfangs leicht indignierten Blicke meiner Freunde verwandelten sich im Laufe der Zeit, in begeisterte Nachahmung.
23. April 2007 um 13:12
Gibts denn da noch keinen Verein? Die Studenten, die damals in unsere Uni-Breakdance-”Sport”gruppe aufgenommen wurden, um einmal einer extravaganten Bewegungsform zu frönen würden – wie derzeit auch – sagen: Gibts da vielleicht weiterführende Literatur?
23. April 2007 um 13:28
@ Gibts da vielleicht weiterführende Literatur?
Danke für die Anregung! Da mach ich mich doch mal gleich ans Schreiben, das zwei Sonderheft “Strandpinkeln richtig!” liegt spätestens zum Beginn der Sommersaison bei der Touristeninfo aus.
Da ich eher ein Zahlenknecht bin, kann ich vielleicht Herrn Lück zu einem Piktogramm – aufzuhängen am Strandaufgang – überreden
23. April 2007 um 13:35
So weit ist es nun schon gekommen: Erst heute morgen musste ich im Focus lesen, dass die Preise auf dem Rostocker Wohnungsmarkt um 0,1% rückläufig sind. Und nun erfahre ich, dass 51 qm schon für 146.300 Euro verschleudert werden. Da kann sich ja gleich jeder Dahergelaufene seine eigene Butze kaufen. Ich meine – haben denn die Menschen überhaupt keine Werte mehr?
Zum Thema Strandpinkeln kann ich nur sagen: Nur zu! das Wasser steht uns sowieso schon bis zum Hals.
23. April 2007 um 13:40
… und zwar lauwarm.
23. April 2007 um 13:43
Da fasst Du ein heißes Eisen an: Die Proletarisierung des Häuslebauens! Während im Mittelalter die Mecklenburger noch fröhlich in Schlammpfützen suhlten, während ihr Schlossherr zu Schwerin auf französisch parlierte, will heute jeder Fachabiturient einen bonbonfarbenen Neubau mit Rasenmeter im Vorort… Mein Fazit: im Mittelalter war eben auch nicht alles schlecht!
23. April 2007 um 13:43
@ Martin Richter: Also den Strandaufgang “Wildkirsche” oder “Beluga-Kaviar” kenne ich ja. Was für ein Piktogramm wird der Peter uns wohl zum Strandpinkleraufgang liefern?
@ Uschi: Rostock ist doch (noch) eine Studentenstadt! Daher diese wahnsinnig günstigen Wohnungen. Du kannst doch von Papi und Mami nicht verlangen, dass sie Dir zu dem Audi-Cabrio im 14. Semester auch noch im 19. Semester, wo Du sooo kurz vor Deinem Abschluss stehst, eine überteuerte Wohnung kaufen.
23. April 2007 um 14:04
@ Was für ein Piktogramm wird der Peter uns wohl zum Strandpinkleraufgang liefern?
Aber nur ganz kurz als Skizze, schließlich arbeite ich tagsüber:
23. April 2007 um 14:08
… nicht zu toppen.
23. April 2007 um 14:16
Ich bin so stolz auf dich, Vati!
Allerdings bekomme ich nur vom Begriff Strandpinkler rote Pusteln. Das muss doch tierisch kratzen untenrum.
23. April 2007 um 14:30
Schön! Einfach schön!
23. April 2007 um 14:40
@: Das muss doch tierisch kratzen untenrum.
Bei wem?
23. April 2007 um 14:44
Ein Pissogramm (8) erreichte uns soeben auch von Martin Weißflog:
Mögen die Spiele beginnen.
23. April 2007 um 14:58
http://www.buerohaeuser-am-kai.de/index.php?cccpage=02_eckdaten
@ wieder einen Fördertopf, auf dem jemand zu lange gesessen hat,
Oh, das hab ich ja jetzt erst gesehen, sieht aus wie der Hamburger Backstein-Speicherstein-Wahn. Sehr schön
23. April 2007 um 15:06
Alles Fördermillionen ausm Solidarpakt Aufbau Ost. War halt das Teuerste, was wir kriegen konnten…
23. April 2007 um 15:25
Schön, schön – dann wird ja nächste Woche sicher noch die B 105 stillgelegt, damit die Fußgängerzone endlich von Rostock-Süd bis Gehlsdorf mäandert. Die Straßenbahn kriegt dafür einen Tunnel nach Warnemünde und die niedlichen Fischerplatten gegenüber dem Stadthafen werden mit Blattgold bezogen. Süß!
23. April 2007 um 15:35
… Perlmuttklinker, soviel ich weiss.
23. April 2007 um 15:44
Spätestens 2019 ist Schluß damit! Dann hat sich ein Teil des Problems auch biologisch und abwanderungsbedingt erledigt.
Ich würde die WIRO besser jetzt verkaufen. Noch bekommt was dafür.
23. April 2007 um 15:59
Ich auch. War wohl auch geplant… aber nicht mehrheitsfähig.
23. April 2007 um 16:02
Warum lässt sich eigetnlich die kleine blaue Brücke zwischen der Silo- und der Holzhablinsel nicht hochklappen oder drehen?
Wäre praktisch für uns Segler.
Denn wenn man schon Fördermittel verschwendet, dann doch aber richtig oder?
23. April 2007 um 16:19
Würden Sie denn gern Morgens auf dem Weg rüber ins Büro an einer hochgezogenen Brücke warten wollen?
23. April 2007 um 16:38
Wie Herr Lück? Sie wollen zu Fuß ins Büro? Der Laramie muss doch bewegt werden! Nur so können Sie Ihren notwendigen Beitrag zur Klimaerwärmung beitragen. Wie sonst sollen wir es schaffen, dass wir eine durchschnittliche Lufttemperatur von Februar bis November von mindestens 22,5°C haben?
23. April 2007 um 16:42
Ich nehme das Boot, dass verbraucht mehr.
24. April 2007 um 07:07
Sehr brav! Wenn die restlichen Ressourcen erstmal alle sind, hat sich auch das multimediale Umweltgebrabbel wieder erledigt. Mein Hummer fährt auch ohne Wald, aber eben nicht ohne Öl.
Mal was Interessantes: Wann ist eigentlich wieder Fußball-WM? Ach so, erst 2010. Aber ab wann gibt es Vorberichterstattung? Und EM ist doch auch bald? Oh, jetzt geht es mir schon besser!
24. April 2007 um 09:10
Zu Ostern habe ich bei meinem Rostock-Besuch auch die sog. Holzinsel besichtigt. Ein sehr schöner Blick dorthin bietet sich, wenn man im daneben liegenden Speicher-Parkhaus ganz nach oben fährt; das schult in dem engen Parkhaus – nix für Hummer! – übrigens das fahrerische Können ungemein…! – Mein Entschluss steht: Ich werde nicht gleich auf der Holzinsel investieren, warte auf die Zwangsversteigerungen, da werden sich bestimmt in ein paar Jahren Schnäppchen finden lassen.
P.S. Das Sitzpinkel-Abschweifen empfand ich ebenfalls als sehr innovativ. Früher ging man wohl zum Pinkeln immer noch in die Ostsee, heute, da wir alle bequemer geworden sind, verbuddelt man also das Gemächt. Interessant! – Tröstlich, dass dabei noch Literatur im Spiel ist, auch wenn es nur zum Verdecken des Geschehens dient.
24. April 2007 um 10:17
Das Klimageschwafel halte ich ebenfalls für überzogen. Je wärmer es wird, je weniger müssen wir doch heizen. Das bedeutet, dass wir in Zukunft weniger fossile Brennstoffe verbrauchen werden und somit der CO2-Ausstoß deutlich sinkt. Das pendelt sich schon ein.
Hansa hat gestern verloren, hörte ich?
24. April 2007 um 10:35
… yapp. die hanseaten heizen auch nicht mehr so wie früher. @ marco: wo bleibt die returkutsche?
24. April 2007 um 10:39
Hauptsache, die verlieren dieses Jahr alles:
»…Durch München weht ein kalter Wind
Menschen hasten tränenblind
Weil sie so verzweifelt sind
BAYERN HAT VERLOREN!
Freudentaumel zieht durchs Land,
von Nürnberg bis zur Waterkant.
Alle singen Hand in Hand:
BAYERN HAT VERLOREN!
Ganz besonders schön is
das Gesicht von Uli Hoeness…«
Quelle: http://www.asklyrics.com
24. April 2007 um 11:07
ohne Worte
24. April 2007 um 11:47
klassiker!
24. April 2007 um 15:53
Noch was zum Teufelsauto HUMMER:
Er bringt das Ende der Welt näher!
http://www.youtube.com/watch?v=wnvSK6Kx39E
24. April 2007 um 16:00
It´s a little monster…
http://www.hummer.com/monsters/index_spot.html
25. April 2007 um 13:44
Auch ein süßer Kombi:
Der Cadillac Escalade!
http://www.autodom-augsburg.de/index0.php?car=cadillac
25. April 2007 um 15:03
Der Hummer ist schon ein Hammer. Nur die im US-Militär verwendete Variation, ist nix für Weicheier. Null Federung, Sitzflächen aus Holz oder auch mal aus Hartgummi und im Gelände nur mit Stahlhelm zu empfehlen. Ich durfte in Munster eben diese Option einmal hautnah mit erleben. Ich krieg gleich wieder Kopfschmerzen. So nah, war ich noch nie einer B-Säule. Wir sind förmlich in einander verschmolzen.
25. April 2007 um 15:15
Hmm, klingt sehr erotisch! Das ist dann wohl der »Humvee«, durfte darin auch mal bei einem adipösen, geisteskranken Waffenhändlersohn in San Francisco mitfahren. Die Mittelkonsole ist in meiner Erinnerung etwa 2,50 Meter breit. Zum Glück!
25. April 2007 um 16:41
Haben sie da nicht den »Brötchenholer« vergessen, Herr Baeuerle?
26. April 2007 um 07:03
Süß, wirklich süß, Herr Lück. Der Stolz der singalesischen Volksbefreiungsarmee!
26. April 2007 um 09:24
Komm’ Herr Baeuerle. Du, EIN habe ich noch: fürn Wochenendeinkauf. Da kaufe ich ja Sprudel gleich kistenweise. Man bedenke, dass das nur der (fahrbare) Wagenheber des Großen ist. Den kann man leider nicht fotografieren, da er eine eigene Gravitation hat. Zu gefährlich.
23. Mai 2007 um 13:06
naja…
selbst mein zerbrochener Kugelschreiber hat ein eigenes Gravitationsfeld.
Hätte er dieses nicht…..ich könnte ihn selbigst ins All befördern mit einem kräftigen Fingerschnipps.
22. Oktober 2009 um 21:10
More recently, Peter Singer has argued that it is unreasonable that we do not give equal consideration to the interests of animals as to those of human beings when we choose the way we are to treat them. ,